Ein kleines, störendes Element an der richtigen Stelle kann ein System vollständig lahmlegen. Das ist visuell besser darstellbar als mit Worten und somit bestens geeignet für diese Kolumne.
Die Herkunft der Bezeichnung „Bug“ als System- oder Softwarefehler ist unklar, etabliert wurde sie durch die amerikanische Informatikerin Grace Hopper. Einmal, dies ist dem Logbuch ihrer Arbeit am Großcomputer Mark2 von 1947 zu entnehmen, wurde innerhalb eines Computers tatsächlich ein kleiner Käfer gefunden. Der Computer arbeitete mit Lochkarten, der ersten Form eines Datenträgers. Diese wurden zunächst für Webstühle entwickelt und dann für Computer: In langen Papierbahnen werden Lochreihen eingestempelt – die Abfolge der Löcher übersetzt zum Beispiel Rechenvorgänge in Binärcode. Das da ein kleines, abenteuerlustiges Tier weitreichende Probleme verursachen kann, ist leicht vorstellbar. Der Käfer, eine Motte, wurde später ins Logbuch geklebt und ist heute im Smithsonian National Museum of American History zu sehen.
In unserer Kolumnenreihe „Ausgesprochen …“ schreiben und malen im wöchentlichen Wechsel Susi Bumms, Maximilian Buddenbohm, Sineb el Masrar und Marie Leão
Susi Bumms beobachtet in "Ausgesprochen...bildlich" Popkultur und Politik und kommentiert diese in Bildern.