Aristote Mago Betsaleel

Profil Foto of Mago Aristote Betsaleel © Mago Aristote Betsaleel Mago Aristote Betsaleel ist ein bildender Künstler und Bildhauer aus der Demokratischen Republik Kongo. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Kinshasa, wo er eine ausgeprägte Sensibilität für Material, Erinnerung und Transformation entwickelte. Seine Praxis bewegt sich zwischen künstlerischer Schöpfung und persönlicher Forschung, mit einem Fokus auf Ökologie, Recycling und die Wiedergeburt von Formen.

In seiner Arbeit verwendet Mago hauptsächlich organische, plastische und textile Materialien, die er in seinem alltäglichen Umfeld sammelt. Er schenkt verlassenen Objekten neues Leben, indem er sie in Kunstwerke verwandelt, die Geschichten von Übergang, Verfall und Erneuerung erzählen. Das Jutegewebe, das er häufig als Grundlage nutzt, ist zu einem zentralen Symbol in seiner Praxis geworden — ein Träger von Erinnerung und Überlieferung. Jede Faser, jede Spur und jede Naht offenbart eine menschliche Erfahrung und verbindet Vergangenheit und Gegenwart.

Sein künstlerischer Ansatz basiert auf einer einfachen Idee: Nichts geht je wirklich verloren. Mit seinen Skulpturen und Installationen erforscht er die Fähigkeit von Materie, sich zu verändern, zu regenerieren und neu geboren zu werden. Seine Arbeit hebt die Schönheit hervor, die in einfachen und fragilen Dingen liegt, und lädt die Betrachter*innen dazu ein, darüber nachzudenken, was wir wegwerfen und was noch repariert werden kann.

Für Mago ist Kunst ein Raum des Dialogs zwischen Mensch und Natur. Er lässt sich von Traditionen, alltäglichen Gesten und der Beobachtung natürlicher Lebenszyklen inspirieren. Seine künstlerische Vision möchte das Bewusstsein für den Wert vernachlässigter Materialien und für unsere gemeinsame Verantwortung gegenüber der Umwelt schärfen.

Durch Ausstellungen und kollaborative Projekte vermittelt Mago Aristote Betsaleel eine poetische und engagierte Sicht auf die Welt. Sein Werdegang spiegelt den beständigen Wunsch wider, aus dem Bestehenden zu schaffen, Erinnerung in Materie zu verwandeln und jedes Werk zu einer Brücke zwischen Verlust und Wiedergeburt zu machen.