Der Henrike Grohs Art Award

Der Henrike Grohs Art Award ist eine künstlerische Auszeichnung, die alle zwei Jahre verliehen wird. Gegründet wurde der Preis vom Goethe-Institut und der Familie Grohs in Erinnerung an Henrike Grohs, die frühere Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan.

Der Preis ist mit einer offenen Ausschreibung verbunden. Er richtet sich an  junge Künstler*innen, die in Afrika leben und arbeiten. Der Preis wird alle zwei Jahre an Künstler*innen oder ein Künstler*innenkollektiv im Bereich der Bildenden Kunst vergeben. Angesichts der Herausforderungen auf dem afrikanischen Kontinent möchte der Preis besonders Künstler*innen unterstützen, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Gleichwohl ist die künstlerische Qualität das ausschlaggebende Kriterium für die Auszeichnung.
 
Den ersten Preis verleiht die internationale Jury einer Person oder einem Kollektiv auf der Basis einer Auswahlliste, erstellt von einem Nominierungskomitee. Der Preisträger, die Preisträgerin oder das ausgezeichnete Kollektiv erhält ein Preisgeld in Höhe von 20.000 € und weitere 10.000 € für eine Publikation zum jeweiligen Werk. Zwei weitere Personen oder Kollektive erhalten als gleichwertigen zweiten und dritten Preis jeweils 5.000 €. Die Preisverleihung findet jeweils im Rahmen einer Biennale oder einer herausragenden künstlerischen Veranstaltung in Afrika statt. Aufgrund der Covid-19-Pandemie erfolgte die Preisverleihung 2020 jedoch virtuell.
 
Dem Lenkungsausschuss für den Henrike Grohs Award gehören an: Familie Grohs, das Goethe-Institut, Raphael Chikukwa (Chefkurator, National Gallery of Zimbabwe, Harare) und Simon Njami (Freiberuflicher Kurator, Paris).

Die Bewerbungsphase für den 3. Henrike Grohs Kunstpreis startet Mitte August 2021.

Über Henrike Grohs

Henrike Grohs studierte Ethnologie und war von 2013 bis 2016 Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan. Sie war Mitbegründerin des Projekts „Next – Interkulturelle Projekte“ am Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Von 2002 bis 2009 wirkte Henrike Grohs als Projektleiterin im Bildungsprogramm der Berliner Philharmoniker. 2009 wurde sie Beraterin im Bereich Bildung und Entwicklung des Goethe-Instituts Südafrika. Zusammen mit 17 weiteren Personen wurde Henrike Grohs 2016 bei einem terroristischen Angriff in der Elfenbeinküste ermordet. Sie wurde 51 Jahre alt.

Das Goethe-Institut

Das Goethe-Institut e.V. ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Es fördert die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland und pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit. Es ist gegenwärtig mit insgesamt 3.300 Mitarbeiter*innen in 98 Ländern tätig. In Afrika unterstützt es die lokalen Kulturszenen und vertieft durch künstlerische Auseinandersetzungen den pan-afrikanischen Dialog mit 19 Goethe-Instituten in Abidjan, Accra, Addis Ababa, Alexandria, Kairo, Casablanca, Dakar, Dar es Salaam, Johannesburg, Khartum, Kigali, Lagos, Lomé, Luanda, Nairobi, Rabat, Tunis, Windhuk und Yaoundé sowie drei Verbindungsbüros in Algier, Kinshasa und Ouagadougou und Kulturgesellschaften in Antananarivo, Bamako, Kapstadt, Harare, Kampala and Maputo.  

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