Über den Henrike Grohs Art Award

Der Henrike Grohs Art Award ist eine künstlerische Auszeichnung, die alle zwei Jahre verliehen wird. Gegründet wurde der Preis vom Goethe-Institut und der Familie Grohs in Erinnerung an Henrike Grohs, die frühere Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan.

Der Preis ist mit einer offenen Ausschreibung verbunden. Er richtet sich an  junge Künstler*innen, die in Afrika leben und arbeiten. Der Preis wird alle zwei Jahre an Künstler*innen oder ein Künstler*innenkollektiv im Bereich der Bildenden Kunst vergeben. Angesichts der Herausforderungen auf dem afrikanischen Kontinent möchte der Preis besonders Künstler*innen unterstützen, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Gleichwohl ist die künstlerische Qualität das ausschlaggebende Kriterium für die Auszeichnung.
 
Den ersten Preis verleiht die internationale Jury einer Person oder einem Kollektiv auf der Basis einer Auswahlliste, erstellt von einem Nominierungskomitee.

Der Preisträger, die Preisträgerin oder das ausgezeichnete Kollektiv erhält ein Preisgeld in Höhe von 20.000 € und weitere 10.000 € für eine Publikation zum jeweiligen Werk. Zwei weitere Personen oder Kollektive erhalten als gleichwertigen zweiten und dritten Preis jeweils 5.000 €. 

Über Henrike Grohs

Henrike Grohs studierte Ethnologie und war von 2013 bis 2016 Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan. Sie war Mitbegründerin des Projekts „Next – Interkulturelle Projekte“ am Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Von 2002 bis 2009 wirkte Henrike Grohs als Projektleiterin im Bildungsprogramm der Berliner Philharmoniker. 2009 wurde sie Beraterin im Bereich Bildung und Entwicklung des Goethe-Instituts Südafrika.

Zusammen mit 17 weiteren Personen wurde Henrike Grohs 2016 bei einem terroristischen Angriff in der Elfenbeinküste ermordet. Sie wurde 51 Jahre alt.

Das Goethe-Institut

Das Goethe‑Institut ist das Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland und weltweit tätig. Sein Auftrag besteht darin, die deutsche Sprache im Ausland zu fördern und den internationalen Kulturaustausch zu stärken. Heute betreibt das Institut 151 Institute in 98 Ländern, ergänzt durch weitere Verbindungsbüros und Partnernetzwerke.

Auf dem afrikanischen Kontinent unterhält das Goethe‑Institut eine breit gefächerte Präsenz. Es betreibt Institute in Abidjan, Accra, Addis Abeba, Alexandria, Kairo, Casablanca, Dakar, Daressalam, Johannesburg, Khartum, Kigali, Lagos, Lomé, Luanda, Nairobi, Rabat, Tunis, Windhoek und Yaoundé sowie weitere Goethe‑Zentren, Kulturvereine oder Partnerinstitutionen in Antananarivo, Maputo, Kapstadt, Harare, Kampala und Ouagadougou. Diese Standorte sind Teil eines weitreichenden Netzwerks kultureller und bildungsbezogener Kooperationen in Afrika. 

In Subsahara‑Afrika arbeitet das Goethe‑Institut über 11 Institute und 14 Kulturzentren in 22 Ländern, koordiniert durch das Regionalbüro in Johannesburg. Die Programme zielen darauf ab, lokale Kulturszenen zu unterstützen, den panafrikanischen Dialog zu stärken und den Zugang zu künstlerischer Zusammenarbeit und Wissensaustausch auszubauen.