Odur Ronald

Profile Photo of Odur Ronald © Odur Ronald Odur Ronald, geboren 1992, ist ein multidisziplinärer bildender Künstler. Er verwendet hauptsächlich Aluminiumdruckplatten und erforscht deren technische Möglichkeiten, indem er sie bemalt, verbeult, verbrennt, übereinanderlegt, näht und webt und so Textur, Farbe, Form und Charakter schafft.

Er nähert sich seinen Ideen aus verschiedenen Blickwinkeln und schafft so Skulpturen, Installationen, Gemälde und Performances. In seinen Werken drückt er eindringlich Themen und Erzählungen aus, die mit der Komplexität soziopolitischer Interaktionen und deren Einfluss auf die heutige Welt zusammenhängen. Seine Arbeit hinterfragt aktuelle Fragen zu Macht, Bewegung, Zugang, Zugehörigkeit und Identität.

Odur wuchs in der Nähe des größten Metallrecyclingzentrums in Katwe, einem Vorort von Kampala in Uganda, auf. Seine Verbundenheit mit Aluminium geht auf seine Kindheit zurück, als er Schrott sammelte, um sich Spielzeug kaufen zu können. Diese Erfahrung hat seine zeitgenössische künstlerische Praxis tief geprägt. Das Material war schon immer ein fester Bestandteil seines Lebens, auch wenn es ihm heute nicht mehr wie in seiner Kindheit dazu dient, ein wenig Geld zu verdienen, sondern zu einer Plattform für seinen persönlichen Ausdruck geworden ist.

Odur schloss 2017 sein Studium der Innenarchitektur an der Universität Kyambogo in Uganda ab. Seine Arbeiten wurden in mehreren Gruppenausstellungen gezeigt, darunter die Kampala Art Biennale unter der Leitung von Simon Njami (2018), die Ausstellung „The Silence” der Last Image Show in Tansania und Sambia (2018), der Ostafrikanischen Biennale in Tansania (2019), der Doppelausstellung „(Im)perfections” in der Galerie Afriart (2020), „East Meets East” in der New Gallery des CoCuDI-Zentrums in Jerusalem (2020), der Ausstellung der Sammlung des Sammlers bei Motiv (2021), KLA ART 21, 32 East Ugandan Art Trust (2021), „Where The Wild Things Are” in der Galerie Afriart (2021) und die Ausstellung „Our Africa Our Future” im Hauptsitz der Afrikanischen Union in Addis Abeba, Äthiopien. 14. Biennale von Kaunas, Litauen (2023), „Silent Invasions”, Amasaka Art Gallery, Uganda (2023), „The Republic of This and That”, Einzelausstellung, Afropocene Capsule (2023), „Welcome to the UK”, Ugly Duck, London (2024), 60. Biennale von Venedig, Pavillon von Uganda, Italien (2024), „Beyond Sculpture”, Afriart Gallery (2024), Uganda, Biennale von Dakar, Dakar, Senegal (2024), Art Across Borders ArtX Lagos Art Fair, Lagos, Nigeria (2024), Liverpool Biennale, Vereinigtes Königreich, Liverpool (2025), Liste Art Fair, Afriart, Basel, Schweiz (2025). Er ist Preisträger des Mukumbya Musoke Kunstpreises.