Musikfestival AfriCourage

Der Postkolonialismus-Experte an der Gitarre: Felwine Sarr (rechts) war 2019 bei „AfriCourage“ dabei.
Der Postkolonialismus-Experte an der Gitarre: Felwine Sarr (rechts) war 2019 bei „AfriCourage“ dabei. | Foto (Detail): © Alhagie Manka
  • 31. Dezember 2019 — 31. Dezember 2021

  • Koloniales Erbe, Postkoloniale Entwicklungszusammenarbeit, Postkoloniale Kunstproduktion, Aufarbeitung kolonialer Vergangenheit

  • Banjul (Gambia)

Das Festival „AfriCourage“ nutzt die Macht der Musik, um eine Botschaft für ein postkoloniales Miteinander der Kreativen zu senden.
 
AfriCourage startete 2007 in Gambia als Straßenshow und entwickelte sich im Laufe der Jahre zum größten Hip-Hop-Festival des westafrikanischen Landes. Inzwischen kommen 15.000 Menschen zum jährlichen Event in das Independence Stadium Bakau in Banjul, der Hauptstadt von Gambia.
 
Im Dezember 2019 gelang es, AfriCourage – und damit erstmals überhaupt ein Musikfestival aus Subsahara‑Afrika – über die europäische Rundfunkunion EBU an Radiosender in Europa und per Web-Stream in die gesamte Welt zu übertragen und eine umfangreiche Berichterstattung zu ermöglichen.
 
AfriCourage bietet vor allem Musikschaffenden, die sich gesellschaftlich engagieren, ein Podium. 2019 gründeten sie das Liberation Orchestra of Inverted Traditions, und machten die Botschaft von AfriCourage deutlich hörbar: gemeinsames Engagement, Partizipation, Toleranz und Demokratie.
 
Gemeinsam mit einheimischen Stars aus Westafrika traten das namhafte Ensemble Modern aus Deutschland und Felwine Sarr aus Senegal auf, der als Postkolonialismus‑Experte und Mitverfasser des Savoy-Sarr-Berichts für Eduard Macron über die Rückgabe afrikanischer Kolonialkunst bekannt ist.
 
„Der direkte Austausch zwischen Menschen verschiedener Kulturen ist unglaublich wichtig“, sagt Philip Küppers, Leiter des Goethe-Instituts Senegal. „Mit dem „AfriCourage“‑Festival in Gambia wollen wir daher auch ein Modell für lokale und internationale Zusammenarbeit im Bereich der Kreativwirtschaft etablieren.“
 
Beteiligte:
Goethe-Institut Senegal
Black Lynx Entertainment, Gambia
 
Verantwortlich im Goethe-Institut:
Philip Küppers, Leiter des Goethe-Instituts Senegal