Symposien Colonial Repercussions

Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit Namibias, von rechts: V. Kauari, E. Namhila, E. Wietersheim, O. Sezneva
Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit Namibias, von rechts: V. Kauari, E. Namhila, E. Wietersheim, O. Sezneva | Foto (Detail): © Vilho Nuumbala
  • 01. Januar 2018 — 31. Dezember 2019

  • Postkoloniale Weltordnung, Koloniales Erbe, Dekolonisierung

  • Windhoek (Namibia); Berlin (Deutschland)

Die Auswirkungen der deutschen und europäischen Kolonialherrschaft beschäftigen internationale Symposien unter dem Titel „Colonial Repercussions“. Nach drei interdisziplinären Konferenzen in Deutschland kam es in Namibia erstmals zu einem Dialog zwischen den Nachkommen deutschsprechender und betroffener Namibier*innen.

Künstlerische, aber auch juristische und historische Aspekte der deutschen und europäischen Kolonialgeschichte stehen im Mittelpunkt der Symposien Colonial Repercussions. Internationale Expert*innen aus verschiedenen Bereichen hinterfragen dabei die Strukturen kolonialer Machtverhältnisse, die bis heute in Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft wirksam sind.

Die Veranstaltungsreihe thematisiert, wie überkommene Machtstrukturen aufgebrochen und die damit verbundene Angst, Macht abzugeben, überwunden werden können. So wurde in Berlin etwa die Kulturproduktion der Black Diaspora als Kritik hegemonialer Konstrukte von Identität diskutiert.

Bei der Folgeveranstaltung in Namibia standen die Möglichkeiten und Wege der juristischen und gesellschaftlichen Aufarbeitung von (post-)kolonialem Unrecht im Vordergrund. Namibische und internationale Jurist*innen, Künstler*innen, Verfassungshistoriker*innen und Expert*innen der Zivilgesellschaft trafen sich zu einem interdisziplinären Austausch über „Koloniales Unrecht und Aufarbeitung“.

Der von der Akademie der Künste und dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) in Kooperation mit dem Goethe-Institut organisierten Veranstaltung gelang es dabei erstmals, Nachkommen der betroffenen Communitys mit deutschsprachigen Namibiern in einen Dialog zu bringen. Dies hatte in vergangenen 100 Jahren nur sehr begrenzt und im privaten Raum stattgefunden.

Participants: Akademie der Künste (Berlin), European Centre for Constitutional and Human Rights (ECCHR), Goethe-Institut