Künstlerischer Diskurs DRIN – Visionen für Kinderbücher

Das Projekt „DRIN“
© EL BOUM
  • 01. Januar 2020 — 31. Dezember 2021

  • Postkoloniale Weltordnung, Postkoloniale Kunstproduktion, Dekolonisierung

  • Helsinki (Finnland); Berlin (Deutschland)

Spiegeln Kinderbücher aus Nordeuropa und Deutschland die Diversität der Gesellschaft in ihren Geschichten und Illustrationen wider? Das Projekt „DRIN“ fahndet nach vorbildlichen Publikationen und fördert das Netzwerken von Akteur*innen im Bereich der Kinderliteratur.

Die aktuelle Kinderliteratur aus nordeuropäischen Ländern und Deutschland macht einen wachsenden Teil ihrer Bevölkerung unsichtbar, indem sie die immer diverseren Gesellschaften nicht widerspiegelt. Vor diesem Hintergrund startete das Goethe-Institut Finnland Ende 2018 das Projekt DRIN – Visionen für Kinderbücher, das sich mit der Darstellung von Kindern und ihrer Lebensrealitäten in Bilderbüchern auseinandersetzt, die in Nordeuropa und Deutschland produziert werden. Die Abkürzung DRIN steht für Diversität, Repräsentation, Inklusion und Normkritik.

Da Kinderbücher das Weltbild prägen, ist es für Heranwachsende wichtig, sich möglichst früh in Geschichten, Illustrationen und Erzählweisen wiederzufinden. Zwar wurde in den vergangenen Jahren von Verlagen verstärkt gefordert, im Kinderbuchbereich die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt abzubilden. Das gelingt bisher jedoch nur vereinzelt.

Um alternative, unterrepräsentierte Stimmen und Bilder zu fördern, vernetzt das Projekt die verschiedenen Akteur*innen in diesem Bereich: Autor*innen, Illustrator*innen, Verlage, Bibliotheken und Leser*innen. Deren kritischer Diskurs und Wissensaustausch soll in Buchproduktionen gipfeln. Zudem werden Best-Practice-Beispiele aus aller Welt in einem Archiv zusammengestellt, das Anregungen für Übersetzungen geben soll – von Büchern, die die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln.