Museumskonzepte MuseumFutures: Africa

MuseumFutures: Africa
Vumile Mavumengwana © Goethe-Institut
  • 01. November 2020 — 31. Dezember 2021

  • Rolle der Museen, Koloniales Erbe, Postkoloniale Kunstproduktion

  • Dakar (Senegal); Conakry (Guinea); Nairobi (Kenia); Qonce (Südafrika); Kampala (Uganda); Lekki (Nigeria)

„MuseumFutures: Africa“ ist eine Fortführung der „Museumsgespräche“, in denen afrikanische Expert*innen über die Zukunft der Museen auf ihrem Kontinent diskutierten. Das neue Projekt knüpft daran an, indem es einen konzeptionellen Wandel fördert – weg von europäischer, teils kolonialer Museumskunde. Es unterstützt den panafrikanischen Austausch von Museen, der es Museen ermöglichen soll, sich auf ihre lokale Geschichte oder kulturelle Herkunft zu beziehen.
 
Ein zentraler Ansatz von MuseumFutures: Africa ist es, Museen bei Veränderungen in ihrem lokalen afrikanischen Museumskontext durch Peer‑to‑Peer‑Lernen zu unterstützen. Die Hauptziele des Projekts sind: das Museum als Konstrukt neu zu definieren, endemische Herausforderungen anzugehen sowie eigene Strategien für den Bau und die Verwaltung afrikanischer Museen zu identifizieren.
 
Das beinhaltet, Konzepte dafür zu entwickeln, wie und was ausgestellt wird, neue Netzwerke auf dem gesamten Kontinent aufzubauen und afrikanische Museumsgespräche zu fördern. Das Projekt wird vom Goethe‑Institut in Zusammenarbeit mit Flower Manase, Molemo Moiloa und Nashilongweshipwe Mushaandja – Praktiker*innen aus der afrikanischen Kunstszene und Museumsarbeit – entwickelt.
 
Durch eine Fachjury wurden sechs Museen ausgewählt, die sowohl geografisch als auch fachlich die diverse Museumslandschaft auf dem Kontinent widerspiegeln. Zu den ausgewählten Museen gehört etwa das senegalesische Institut fondamental d’Afrique noire in Dakar, das sich als eine der weltweit renommiertesten Institutionen zur Erforschung afrikanischer Kulturen etabliert hat. Das Nationalmuseum Guinea in Conakry beherbergt eine Sammlung von Objekten verschiedener ethnischer Gruppen des Landes, darunter religiöse Artefakte, Kunst und lebensweltliche Objekte. Die Nationalmuseen Kenias in Nairobi vereinen eine Vielzahl von Institutionen, die von Kunst bis Naturkunde und ethnologischen Museen eine beachtliche Anzahl an Ausstellungen umfassen. Das Steve Biko Centre in Qonce (bis 23. Februar 2021 King William’s Town) Südafrika, ist dem Leben des Aktivisten und Intellektuellen Steve Biko gewidmet, der die Bewegung Black Consciousness gründete. Als größtes Museum Ugandas besitzt das Uganda Museum in Kampala eine Vielfalt von unterschiedlichen Sammlungen, die sich hauptsächlich aus ethnologischer Sicht mit den verschiedenen ethnischen Gruppen Ugandas beschäftigen. Als Teil der Pan-Atlantischen Universität ist das Yemisi Shyllon Museum of Art in Lekki, Nigeria, den afrikanischen Künsten gewidmet und beherbergt eine große Auswahl an nigerianischen Kunstwerken.

MuseumFutures Africa ist eine Projektreihe der Goethe-Institute in Afrika südlich der Sahara und findet an den beteiligten Standorten in Zusammenarbeit mit Nationalmuseen, Museumsverbänden, Ministerien sowie der UNESCO statt.

Verantwortlich im Goethe-Institut:
Rainer Hauswirth, Institutsleiter Goethe-Institut Abidjan

Ähnliche Projekte