Tourstationen

 

Bratislava – Slowakei

NaoMI in Bratislava mit der Künstlerin Emma Záhradníková NaoMI in Bratislava mit der Künstlerin Emma Záhradníková | © Goethe-Institut Die Kunststudentin Emma Záhradníková und der Künstler Richard Kučera Guzmán stellten in ihrer Zusammenarbeit mit NaoMI das Lernen und Verlernen in den Mittelpunkt. Für Schüler*innen im Alter von 10 bis 14 Jahren entwickelten sie ein Spiel, bei dem es darum geht, sich in die „Haut eines Roboters“ hineinzuversetzen. In einer Zeit der immer menschenähnlicher werdenden Maschinen fragen sie danach, wie NaoMI entmenschlicht und vermenschlicht werden kann und wie junge Menschen auf die verschiedenen Zustände reagieren.
 


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Bremen – Deutschland

NAO-Fußballteam Uni Bremen In Bremen wurde GAIA von Rebecca Klimasch, die Digitale Medien studiert, und von dem Informatik-Studenten Nico Nienaber betreut. Vier Wochen lang lebten sie mit dem Roboter in ihrer Bremer Wohnung. Beide hatten vorher noch nie direkt an einem Roboter gearbeitet. Besonders interessierte sie das alltägliche Miteinander von Mensch und Maschine. Aber schon bevor GAIA nach Bremen reiste, war klar, dass sie hier vor allem eines sollte: Fußball spielen. Die Universität Bremen ist schließlich führend in der Programmierung von Fußballrobotern und achtfacher Weltmeister bei internationalen Robot-Fußballmeisterschaften. Ohne bisheriges Training fiel GAIA der Eintritt in die weltbeste Mannschaft jedoch ziemlich schwer. Rebecca Klimasch und Nico Nienaber konnten ihr aber beibringen, einen Ball zu erkennen, darauf zuzusteuern und ihn zu schießen.

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Bremen

Außerdem brachten sie GAIA mit einem Bremen-Quiz ein Stück norddeutscher Kultur näher. Am Ende der Residenz sind sich beide einig, dass die Digitalisierung in Deutschland und Europa noch mehr gefördert werden sollte. Schließlich müssen wir alle lernen „kompetent mit der Technologie umzugehen“.

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Bukarest – Rumänien

„NAO, mein süßer Freund“ – Spiele, Grenzen und Roboterethik in Bukarest „NAO, mein süßer Freund“ – Spiele, Grenzen und Roboterethik in Bukarest | © Goethe-Institut Am 1. März 2021 hat NaoMi Bukarest in Rumänien erreicht und wurde seinen neuen „Gasteltern“ für die nächsten zwei Monate vorgestellt. Die drei Studentinnen der Universität für Theater und Film hatten sich erfolgreich für das Stipendium, welches das Goethe-Institut Bukarest im Rahmen des Projekts Roboter-in-Residenz ausgeschrieben hatte, beworben. Maria Bucurenciu, Cristina-Maria Misirgic und Cristina Bodnarescu haben gemeinsam mit dem Projektpartner des Goethe-Instituts CINEtic überlegt, was der kleine Roboter in den nächsten Wochen bei und mit ihnen lernen könnte …

Maria Bucurenciu informierte dann über die Entscheidung des Teams: „Wir haben beschlossen, dass es eine Performance mit mir und NAO sein wird. Er soll mit mir auf der Bühne unsere Kindheitsspiele spielen und währenddessen führe ich ein Gespräch mit ihm, in dem er mir verschiedene selbstreflektierende Fragen stellt. Auf diese Weise wollen wir eine doppelte Perspektive vermitteln – eine, in der NAO mein süßer Freund ist und wir alle möglichen Spiele spielen, und eine, in der es darum geht, was Roboter sind, wo ihre Grenzen liegen und all die anderen Fragen zur Roboterethik.“
Maria Bucurenciu, Cristina-Maria Misirgic und Cristina Bodnarescu Maria Bucurenciu, Cristina-Maria Misirgic und Cristina Bodnarescu | © Goethe-Institut Die Ergebnisse ihrer Arbeit mit NaoMi haben die Studentinnen öffentlich auf einer Veranstaltung unter dem Titel „PlayMates: Eine Mensch-Roboter-Performance“ präsentiert, erzählt Maria Bucurenciu:
„Als ich klein war und meine Mutter zu beschäftigt war, um mit mir zu spielen, spielte ich mit mir selbst ein Spiel, das ich ‚Cristina VS Maria‘ nannte. Auf diese Weise war es nie wichtig, wer gewann, sondern was ich während des Spielens lernte und natürlich der Spaß, den ich beim Spielen hatte. Da NAO so sehr wie ein Kind aussieht, ist das Erste, was man damit machen möchte: spielen. Wenn wir also an die Kinder der Zukunft denken, müssen sie vielleicht nicht mehr Spiele wie ‚Cristina VS Maria´ spielen. Vielleicht können sie immer eine*n Roboterfreund*in als Spielkamerad*in haben. Unser Projekt mit NAO endet in einem performativen Spiel zwischen einem Menschen und einem Roboter. Was kann da schiefgehen?!“

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​Budapest – Ungarn

Budapest Der Intermedia-Künstler Loránd Szécsémyi-Nagy und der IT-Ingenieur Dénes Kraszulyak untersuchten mit ihrem Projekt „Coded Images“ die digitale Bilderstellung. Sie brachten NaoMI bei, auf einer elektrischen Schreibmaschine das zu tippen, was sie vor sich sieht. Die Bilder unterliegen – wie jeder Code – einer binären Logik. Das Bild wird in Pixel unterteilt und in den Farben Schwarz und Weiß angefertigt. Helle Farbräume werden durch Zwischenräume mittels der Leertaste markiert, dunkle Farbräume mit einem Zeichen. Der Roboter erstellt hierfür zunächst mit seiner Kamera ein Foto, verkleinert es im Anschluss und versieht es mit einem starken Kontrast. Dann beginnt NaoMI zu tippen. Die Gestaltung der Handbewegung war eine besondere Herausforderung für das Team aus Künstler und Coder. Doch schon nach kurzer Zeit konnte NaoMI Bilder tippen und damit tiefere Einsichten in die Mechanismen der Bilderschaffung generieren. Ihre „Werke“ balancieren an der Grenze der Interpretierbarkeit und lassen für die Betrachter*innen viel Freiraum zum Dekodieren. Am Ende gelang es NaoMI sogar, ein Selbstporträt anzufertigen. Es ist zu bezweifeln, dass sie sich selbst darin wiedererkannt hat.

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Budapest © Goethe-Institut



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Kopenhagen – Dänemark

NAO lernt singen und klatschen NAO lernt singen und klatschen | © Goethe-Institut Patricia, Studentin der Fachrichtung Digitales Design und interaktive Technologien an der IT-Universität in Kopenhagen, hatte den kleinen Roboter im Frühjahr 2021 bei sich zu Hause. Sie hat versucht, dem humanoiden Roboter einige Lieder beizubringen – mit Erfolg! Nun kann NNaoMI zwischen zwei Liedern wechseln, deren Text aufsagen und dazu ihre Position ändern. Ein Mensch kann zu den Texten der sogenannten Klatschlieder Miss Mary Mack und If you are happy klatschen und mit bestimmten Berührungen den Roboter dazu bringen, sich zu bewegen. Nach ein paar technischen Anfangsschwierigkeiten haben am Ende beide, der kleine Roboter und Patricia, etwas gelernt …

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Dublin

Dublin Im Februar und März 2021 war GAIA in Dublin zu Gast. Gemeinsam mit der Coderin Niamh Donnelly erforschte der Künstler David Beattie das Potential der Roboterfrau, Berührungen und  Handbewegungen zu erlernen. Begleitet wird diese Untersuchung von der Frage, ob Roboter in Zukunft Einsamkeit lindern oder uns im alltäglichen Leben helfen können. Noch immer fallen humanoiden Robotern wie den NAOs Tätigkeiten schwer, die für den Menschen vollkommen selbstverständlich und alltäglich sind. Dazu gehört auch das Greifen von Gegenständen. In Dublin sollte GAIA dazu gebracht werden, Dinge in die Hand zu nehmen und von einem Ort zum anderen zu tragen.

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Dublin © Goethe-Institut
 
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​Glasgow – Schottland

Glasgow Die Entwicklung und Spezifizierung so genannter „sozialer“ Roboter wird immer wieder zum Anlass genommen, die Angst vor der Vernichtung von Arbeitsplätzen und vor der Verdrängung des Menschen zu schüren. Dabei sollten Roboter in Zukunft im besten Fall als Begleiter*innen und Assistent*innen des Menschen agieren statt diesen zu ersetzen. Sie können das Leben erleichtern und bereichern, können Neugierde und Imagination wecken. Und sie können andere Formen der Selbstdarstellung sichtbar machen und damit die Inklusion von sowie den Respekt gegenüber non-konformen Lebensentwürfen unterstützen. Diese Tatsache erklärten Tom Krasny und Jen Sykes in Glasgow zum Ausgangspunkt ihres Projekts. Sie entschieden sich, GAIA zwei in der LGBTQ-Historie verwurzelte Praktiken beizubringen, die eine positive und notwendige Veränderung in der sozialen Wahrnehmung einleiteten.

In ihrer Zeit in Glasgow lernte GAIA den Tanzstil Vogue, der in den 1970er-Jahren in der Ballroom-Szene der homosexuellen Subkultur von New York Harlem entstand. Außerdem beschäftigte sie sich mit Pronomen. GAIA ist in der Lage, Gesichter zu erkennen und Geschlechter zu identifizieren. Doch diese Fähigkeit impliziert eine Voreingenommenheit – einen Bias, den die angeblich objektive Maschine mit sich bringt. Jen Sykes und Tom Krasny dachten über Alternativen nach und inszenierten einen Spracherkennungsprozess, bei dem GAIA zunächst einmal die Pronomen des Menschen erfragt, mit dem sie in Interaktion tritt.

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Groningen – Niederlande

NAO in Rotterdam beim Boxen © Floris Maathuis GAIA ist niedlich. Ihrem Charme und ihrem freundlichen Auftreten sind fast alle Menschen erlegen. Für Künstler Floris Maathuis Grund genug, an dem aggressiven Potential des „viel zu süßen“ Roboters zu arbeiten. In Groningen sollte GAIA boxen lernen. Obwohl es beim Anblick von GAIA schwer fällt, an autonome Waffen oder so genannte „Killer-Roboter“ zu denken: Solche Maschinen werden bereits entwickelt und immer weiter perfektioniert. Und selbst GAIA könnte – theoretisch – auf sehr einfache Weise programmiert werden, um mit einer Waffe auf Menschen zielen. Mit seinem Projekt „MAN vs NAO“ wollte Maathuis auf sehr spielerischer Art und Weise eine mögliche Begegnung von Mensch und Roboter inszenieren, die keineswegs von gegenseitigem Wohlwollen geprägt ist. Daran schließt sich auch die Frage an, ob ein gewalttätiger Roboter selbst die Verantwortung für seine Taten übernehmen sollte. Doch bevor GAIA auch nur ansatzweise aggressiv agieren konnte, musste sie hart trainieren: Fußarbeit, Liegestütze, Abwehren von Schlägen und immer wieder – Übungen am Boxsack.
GAIA im Boxring im niederländischen Groningen GAIA im Boxring im niederländischen Groningen | © Floris Maathuis Floris Maathuis suchte nach verschiedenen Wege, GAIA mit einem unfreundlichen Äußeren und Benehmen zu versehen und orientierte sich dabei unter anderem an der Puppe Chucky aus Child’s Play. „Ich fürchte, dass die Leute dies eher lustig finden werden. Es ist nicht leicht, einen Roboter, der designt wurde, um niedlich auszusehen, unfreundlich wirken zu lassen.“, resümierte er in seinem Blog.
 


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​Mailand – Italien

Der Roboter GAIA mit den Instructors Zoe Romano und Giorgio Dimitri (Associazione KIN) Der Roboter GAIA mit den Instructors Zoe Romano und Giorgio Dimitri (Associazione KIN) | Foto: Associazione KIN © Goethe-Institut Italien Das Kollektiv KINlab hat seinen Sitz im spannungsreichen Mailänder Stadtteil San Siro, in dem sich sowohl Sozialwohnungen als auch wohlhabende Wohnhäuser befinden. Die Fenster des Laboratoriums gehen auf die Straße. Hier sollte GAIA mit unterschiedlichen Passanten in einen Dialog treten. Die Philosophin und Technologie-Expertin Zoe Romano und der Entwickler Giorgio Dimitri – beide Mitglieder von KINlab – wollten herausfinden, wie GAIA auf sich aufmerksam machen, mit den Vorbeilaufenden interagieren und sie zum Bleiben „überreden“kann. Wie, fragten sie sich, könne ein kulturell kompetenter Roboter entwickelt werden, der sowohl mit einem 25jährigen Italiener als auch mit einer 80jährigen Japanerin kommunizieren kann. Denn damit sich Menschen in der Gegenwart eines Roboters wohlfühlen, muss er als nahbar wahrgenommen werden und Empathie auslösen. Für das Mailänder Publikum im Stadtteil San Siro – der „Zone 7“ – lernte GAIA deshalb eine Strophe eines lokalen Trappers. Wenn sich die Passanten von der Roboterfrau verabschiedeten, antwortete sie mit „Nein, geh nicht“. Wer könnte sich da einfach abwenden …

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GAIA in Mailand Video: Zoe Romano, KINlab | © Goethe-Institut

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​München – Deutschland

Die NAOs in München Neue „Mitarbeiter*innen“ der Zentrale | © Goethe-Institut, Zentrale Unter den Namen NAO1 und NAO2 kamen die beiden Roboter von SoftBank Robotics Anfang 2020 in der Zentrale des Goethe-Instituts an. Hier wurden sie auf ihre 18-monatige Reise durch Europa vorbereitet und mit den ersten Fertigkeiten versehen. Janine Bressler vom RoboticLab der TH Wildau, die das ungewöhnliche Residenzprogramm die gesamte Zeit über begleitet und betreut, richtete die beiden Roboter ein. Absichtlich wurden hierfür nur vergleichsweise einfache Fähigkeiten programmiert, beispielsweise ein kurzer Bericht über das Projekt „Generation A=Algorithmus“, Informationen zu deutschen Städten und zwei Witze. Sie sollen lediglich als Anregung für die Auseinandersetzung mit dem Roboter vor Ort dienen und als Einladung, die Roboter mit weiterem lokalen Wissen anzureichern.

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Prag – Tschechien

Prag1 In Prag beschäftigten sich Kateřina Kubecová und Gabriela Sejnova mit NaoMI und ihren vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten. Die Studentinnen des Czech Institute of Informatics, Robotics and Cybernetics der Technischen Universität Prag hatten bereits 2019 die Gelegenheit gehabt, mit NAOs „großem Bruder“ Pepper zu arbeiten. 2020 legten sie ihren Forschungsschwerpunkt auf die Kommunikation mit Robotern in natürlicher Sprache, zum Beispiel bei der Entwicklung eines Spiels mit dem Namen „World Soccer“. Dabei handelt es sich um ein Sprachspiel, mit dem die Anwender*innen ihre eigenen Fähigkeiten auf verschiedenen Schwierigkeitsstufen testen können.

Prag2 Darüber hinaus war NaoMI nach ihrem Aufenthalt in der tschechischen Hauptstadt in der Lage, mit anderen Menschen ein Quiz über Europa und ein Storytelling-Spiel durchzuführen. Präsentieren konnte sie ihre Fähigkeiten unter anderem bei einer großen Veranstaltung des Goethe-Instituts im Rahmen des Projekts „Erzähle mir von Europa“.

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Standbild Prag-Video © Goethe-Institut

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Riga – Lettland

Ein Roboter, der Hühnereier ausbrütet und sich zukünftig auch um die Umwelt kümmern soll Ein Roboter, der Hühnereier ausbrütet und sich zukünftig auch um die Umwelt kümmern soll | © Goethe-Institut Ein Roboter, der Hühnereier ausbrütet und sich zukünftig auch um die Umwelt kümmern soll 

Von Mai bis Juni 2021 machte unser Roboter NaoMi beim Goethe‑Institut in Riga (Lettland) Station und wurde dort von den beiden Künstler*innen Laima Graždanoviča und Jurģis Peters betreut.
In einer interdisziplinären Ausstellung unter dem Titel „Connected/Nest“ half der Roboter tatsächlich bei der Ausbrütung von sechs Hühnereiern … NaoMi lernte dabei die Bewegungen und Geräusche der Hühner zu imitieren und verfasste Texte, in denen er über seine Erfahrungen berichtete.
Der Inkubationsprozess konnte über einen Livestream rund um die Uhr auf der Website naomi.rixc.org verfolgt werden, auf einer eigens für NaoMi geschaffenen Instagram‑Seite: instagram.com/naomi_in_riga/ sowie natürlich bei einem Besuch in der Galerie von RIXC, wo die Ausstellung gezeigt wurde …
NaoMi beim Goethe Institut in Riga (Lettland) © Goethe-Institut Die beiden Künstler*innen resümieren:
„In einer technisch als auch konzeptionell schwierigen Vorbereitungsphase mussten zunächst erst einmal Ideen erarbeitet und Wege gefunden werden, wie der Roboter die Hühnereier mit seiner eigenen Wärme ausbrüten könnte. Es sollte außerdem ein Eindruck für eine zukünftige Welt vermittelt werden, in der humanoide Roboter wie NaoMi auch dazu beitragen, schädliche Veränderungen der natürlichen Umwelt in den Griff zu bekommen. In der aktuellen Zeit, in der Umweltschutz und ein nachhaltiger Lebensstil überlebenswichtige Strategien sind, scheint es uns eine realistische Vision zu sein, dass sich Roboter um die von uns Menschen verursachten Umweltprobleme kümmern. Mit Hilfe von NaoMi wollten wir die Zuschauer*innen zu einer Diskussion über die Zukunft und die Implikationen des Wortes „natürlich“ im Kontext eines Post‑KI‑Zeitalters einladen.
NaoMi beim Goethe Institut in Riga (Lettland) © Goethe-Institut Während der Abschlussveranstaltung am 19. Juni konnten wir gemeinsam mit unseren Gästen in unserer Installation tatsächlich sowohl reale als auch virtuelle Hühner sehen, die in der Galerie herumliefen und von NaoMi symbolisch gehütet wurden – ebenso wie bereits gekeimte Sonnenblumen. Ein Gefühl von Hoffnung und Leben erfüllte den Raum …
NaoMi beim Goethe Institut in Riga (Lettland) © Goethe-Institut Trotz anfänglicher technischer Probleme mit NaoMi konnten wir am Ende der Arbeit mit dem humanoiden Roboter zwei gesunde, lebendige Küken begrüßen und uns mit vielen wichtigen Konzepten und Ideen zu den Themen Gender, Robotisierung und Existenzialismus auseinandersetzen. Wir haben gelernt, wie man mit einem Roboter arbeitet, wo seine Grenzen liegen und was sein zukünftiges Potenzial sein könnte.“

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Rom – Italien

Eleonora Chiarantano mit GAIA Eleonora Chiarantano mit GAIA | Foto: Christina Hasenau © Goethe-Institut Italien In der italienischen Hauptstadt machte GAIA zunächst mit der Journalistin Lucia Pappalardo (und ihrem Hund Metallo) Bekanntschaft, bevor sie sich auf den Weg zur Universität Sapienza machte. Das SPQR-Team des hiesigen Departments of Computer, Control, and Management Engineering nahm die Roboterdame auf und arbeitete für mehrere Wochen mit ihr. Zentrales Ziel ihres Projekts war es, einen Roboter zu programmieren, der in chaotischen Umgebungen, beispielsweise bei Messen oder bei öffentlichen Veranstaltungen erfolgreich mit Menschen in Kontakt treten kann. Um in diesen Situationen Aufmerksamkeit zu erzeugen, muss der NAO fähig sein, extrem ansprechende Tätigkeiten auszuführen.

Das Team der Universität Sapienza entschied sich für die Fähigkeiten Spielen, Tanzen, Bewegen, da diese das Gegenüber zum Mitmachen animieren, vor allem aber für einen direkten physischen Kontakt zwischen Mensch und Roboter, indem GAIA die Besucher*innen beispielsweise an die Hand nimmt, um mit ihnen zu laufen. Die allgemeine Idee war es, spielerische Aktivitäten als „Intermezzo“ zu nutzen, während gleichzeitig wichtigere Informationen vermittelt werden, etwa zu Sicherheitsvorschriften oder zu kommerziellen Angeboten. Normalerweise bildet das sechsköpfige Projektteam Roboter zu Fußballspieler*innen aus. Diesmal ging es den sechs Student*innen um die soziale Interaktion von Mensch und Maschine.

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GAIA Robot NAO 6 © Goethe-Institut

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​Warschau – Polen

Warschau © Adam Burakowski Die Studierenden der Polnisch-Japanischen Akademie für Computertechniken in Warschau legten ihren Fokus auf einen möglichen Einsatz des Roboters im Deutsch-Unterricht. Ausgehend von der Tatsache, dass NaoMI sehr viele Sinne anzusprechen vermag, wollten sie prüfen, ob mit ihrer Unterstützung das Lernen trockener Grammatikregeln leichter fällt und größeren Spaß bereitet. Roboter werden hierbei jedoch keineswegs als Ersatz für Lehrer*innen gesehen, sondern als geduldige und hilfsbereite Unterrichtsassistenten, weil sie beispielsweise durch den Anschluss an Datenbanken auf ein viel umfangreicheres Wissen zurückgreifen können. Die Vermittlung dieses Wissens aber liegt weiterhin in den Händen der Lehrkraft.

Darüber hinaus kann die Zusammenarbeit mit einem Roboter die Schüler*innen auch auf einer weiteren Ebene für die Zukunft vorbereiten, denn „KI ist die Zukunft“, wie es ein Beteiligter des Teams kurz und bündig zusammenfasst. Im Laufe ihrer Auseinandersetzung mit NaoMI konnten die Studierenden ihr unter anderem beibringen, sich Gesichter zu merken, sie mit einem Namen zu verbinden und die Menschen dann immer wieder mit ihrem Namen anzusprechen. Außerdem programmierten sie ein Quiz über EU-Staaten, bei dem NaoMI viele Fragen stellt und am Schluss errät, an welches Land der oder die Befragte bei den Antworten gedacht hat. Wird ein solches Quiz im Fremdsprachen-Unterricht durchgeführt, kann sich die Lehrkraft auf jene Schüler*innen konzentrieren, die Schwierigkeiten bei der Beantwortung haben und somit individualisierte Lernangebote machen.
 


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