Aktivitäten der Anna Lindh Stiftung

„Netzwerk der Netzwerke“

Die Anna Lindh Stiftung begrüßt im Oktober 2011 Libyen als neues Mitglied: (von links nach rechts): Jean-Pierre Goor, Fondation Roi Baudouin, Leiter des belgischen Netzwerks; Ibrahim Al Ali Alklami, Rechtsanwalt und Menschenrechtsaktivist aus Libyen, Michele Capasso, Präsident der Fondazione Mediterraneo und Leiter des italienischen Netzwerks. Foto: Pawel Mazur | © ICC Kraków 2011Die Stiftung versteht sich als ein staatenübergreifendes Netzwerk der Netzwerke, in dem mittlerweile über 4.000 Mitgliedsorganisationen in 42 Mitgliedstaaten zusammengeschlossen sind, die sich über ihre Arbeit austauschen und gemeinsame Projekte durchführen.
Die Anna Lindh Stiftung begrüßt im Oktober 2011 Libyen als neues Mitglied
Foto: Pawel Mazur | © ICC Kraków 2011

Internationale Preise

Übergabe des Euro-Med Dialogue Award 2011 („Dialogue for Citizenship and Freedom“) am 22. Oktober 2011 in Krakau an die ägyptische Nicht-Regierungsorganisation „Development No Border“: Michele Capasso, Präsident der Fondazione Mediterraneo und Leiter des italienischen Netzwerks; Andreu Claret, Exekutivdirektor der Anna-Lindh-Stiftung; Monika Smolen, Unterstaatssekretärin im polnischen Ministerium für Kultur und nationales Erbe; Dr. Amr Shaaban, Präsident von „Development No Borders“ und Professor Jacek Purchla, Direktor des International Cultural Centre, Krakau. Foto: Pawel Mazur | © ICC Kraków 2011 Die Anna Lindh Stiftung vergibt jährlich zwei Preise, den „Anna Lindh Mediterranean Journalist Award“ und den “Euro-Med Award for the Dialogue between Cultures”. Die Kandidaten werden von den Netzwerkmitgliedern nominiert.

Übergabe des Euro-Med Dialogue Award 2011 an die ägyptische Nicht-Regierungsorganisation „Development No Border“
Foto: Pawel Mazur | © ICC Kraków 2011

Anna Lindh Forum

Die Leiter und Leiterinnen der Netzwerke von Dänemark, Ägypten, Estland, Frankreich und Griechenland (von links nach rechts) beim jährlichen Treffen der Netzwerkleiter. Foto: Pawel Mazur | © ICC Kraków 2011Seit 2010 organisiert die Anna Lindh Stiftung internationale Foren. Das Anna Lindh Forum im April 2010 in Barcelona war die erste Großveranstaltung des gesamten Netzwerks der Stiftung. Sie brachte über 1.000 Mitgliedsorganisationen zusammen und wurde auch auf der politischen Ebene wahrgenommen, was die Stiftung dem Ziel näher brachte, die Rolle der nationalen Netzwerke weiter zu stärken und den interkulturellen Dialog auf der EuroMed-Agenda zu verankern. Das zweite Anna Lindh Forum fand 2012 in Marseille statt und konnte die bereits genannten Ziele vertiefen und die länderübergreifende Zusammenarbeit und das Prinzip des learning network verstärken. Im Oktober fand das dritte Forum in Valetta, Malta, statt.

Anna Lindh Report

Alle drei Jahre veröffentlicht die Anna Lindh Foundation einen Report, der in den Mitgliedsstaaten durchgeführt wird. Der Bericht besteht aus einer Meinungsumfrage die ein breites Spektrum an Stimmen von tausenden Menschen in ganz Europa und den südlichen und östlichen Mittelmeerregion repräsentiert, sowie der Auswertung durch ein Netzwerk interkultureller Experten. Zu den überraschenden Ergebnissen des Reports zählt, dass unter allen befragten Ländern das Interesse an Kultur und Lebensweise der südlichen/östlichen Mittelmeeranrainer am größten in Deutschland ist. Die Befragten lassen viele gemeinsame Werte im Mittelmeerraum erkennen; gleichzeitig sind die Erwartungen an die Union für den Mittelmeerraum groß. Allerdings zeigt der Report auch auf, dass es trotz zunehmender Interaktion und der Existenz gemeinsamer Werte eine beachtliche Kluft in der gegenseitigen Wahrnehmung gibt. Als Fazit kann man eher von einem „clash of ignorance“ statt vom Zusammenprall der Kulturen sprechen. Generell wurde die Bedeutung einzelner Werte in anderen Kulturen über- oder unterschätzt.

Zum Report http://www.annalindhfoundation.org/report-analysis

Präsentation und Diskussion des Anna Lindh Reports in Karlsruhe am 20. September 2010 (von links nach rechts): Gianluca Solera (Anna Lindh Stiftung), Dr. Sonja Hegasy (Zentrum Moderner Orient), Anna Koktsidou (SWR), Ayse Özbabacan (Stabstelle für Integrationspolitik der Stadt Stuttgart), Foto: Felix Grünschloß

Beispielhafte Projekte

„DAWRAK – Bürger für den Dialog“ (Citizens for Dialogue) ist ein Programm von der Anna Lindh Foundation, das zivil-gesellschaftliche Organisationen und Einzelpersonen mit Kompetenzen für die Teilnahme am öffentlichen Leben und für den Aufbau von offenen und pluralistischen Gesellschaftlichen ausstattet. Das Programm findet in den arabischen Ländern des Mittelmeerraums statt.

In Reaktion auf die Veränderungen der Euromed-Region hat DAWRAK das Ziel, die Teilnehmer – vor allem Jugendliche und Frauen – mit Räumlichkeiten, Fertigkeiten und Werkzeugen für den interkulturellen Dialog, Partizipation und Interessenvertretung zu unterstützen.

Das Programm bringt zivilgesellschaftliche Akteure zusammen und bietet ihnen innovatives Training, Austausch und Networking-Möglichkeiten, aber auch Begegnungen mit lokalen, nationalen und internationalen Institutionen, um eine Kultur des Dialogs und der aktiven Teilnahme am öffentlichen Leben zu fördern.

Mehr Informationen unter: http://www.dawrak.org/en/moltaqa-dawrak

„Young Arab Voices“ (YAV) ist ein regionales Programm gefördert von der Anna Lindh Foundation und dem British Council, das darauf abzielt Jugendlichen in der arabischen Region die Fähigkeit zu geben ihre Stimme zu erheben. Seit 2011 haben mehr als 80 000 Jugendliche in der arabischen Welt in Algerien, Ägypten, Jordanien, Libyen, Marokko und Tunesien an öffentlichen Debatten partizipiert. Durch Partnerschaften mit Universitäten, Schulen und Nichtregierungsorganisationen wird in dem Programm sichergestellt, dass junge Menschen aus unterschiedlichen sozialen und geografischen Bereichen involviert sind.

Mehr Information unter: http://www.youngarabvoices.org/

Weiterführende Links zu den Aktivitäten der Anna Lindh Foundation

http://www.annalindhfoundation.org/culture
http://www.annalindhfoundation.org/education