Eva Menasse: Porträt

Mit ihrer ersten literarischen Veröffentlichung, dem Familienroman "Vienna", gelang der Journalistin ein fulminantes Debüt als Schriftstellerin. In den deutschsprachigen Feuilletons überschlugen sich die meisten Kritiker mit großem Lob für dieses 432 Seiten starke Erinnerungsbuch um eine Wiener Familie mit jüdischen Wurzeln im 20. Jahrhundert, das zudem den Bilderreigen einer Epoche entwirft. FAZ-Rezensent Peter Demetz amüsierte sich bestens über das seiner Meinung nach "Heimito-von-Doderer-Gewimmel" und Durcheinander wie in "einem guten Woddy-Allen-Film" und fand vor allem die Darstellung des jüdischen Aspekts der Familie "gelungen", weil dem Leser gestattet werde, "Juden endlich wieder als Komödienfiguren, mit einem bestimmten Hintergrund freilich, zu begreifen. …

Über diese "große Familiengeschichte" (taz, 19./20.2.2005) und einen "gekonnten Rückblick auf die Geschichte einer redseligen jüdischen Familie" (ZEIT, 3.3.2005) avancierte die Autorin rasch selbst zum Gegenstand der Berichterstattung, wurde in Literatursendungen eingeladen und um Interviews gebeten, obwohl sie, wie der Sonntag Aktuell (6.3.2005) schrieb, "die ichbezogene Nabelschau der Fräuleinwunder-Autorengeneration" als "ganz fürchterlich" einstufte.
Mit freundlicher Erlaubnis des Verlages dem
„Munzinger-Archiv/Internationales Biographisches Archiv“ entnommen

Eva Menasse im Bibliothekskatalog

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