April–Juni 2013

Nach allen Regeln der Kunst – „Der Algorithmus des Manfred Mohr“ im Karlsruher ZKM

1963–jetzt

Karlsruhe
08.06.2013–01.09.2013
„Der Algorithmus des Manfred Mohr. 1963–jetzt“
ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
In Berlin baut Konrad Zuse 1936 einen allerersten, riesengroßen Computer zusammen. Gut 30 Jahre später entscheidet sich der Maler und Jazzmusiker Manfred Mohr in Paris, seine Kunst fortan nur noch mit dem Computer herzustellen. Sein Wunsch nach Präzision und Ratio entspricht den Tendenzen in der Kunst der Sechzigerjahre: weg von der Emotionalität und Expressivität der Fünfziger, hin zu wohlüberlegter Rationalität von Op Art, Minimal Art und Konzeptkunst.

Mohr träumt davon, so wie ein Musiker seine Partituren zur Verfügung hat, auch für die Kunst eine Notation zu finden. An der Météorologie Nationale in Paris darf er den Computer und den Plotter des Instituts für Meteorologie in der französischen Hauptstadt benutzen und beginnt, seine auf Algorithmen gestützten, das heißt regelbasierten, Kunstwerke zu schaffen.

2013 feiert der in Pforzheim gebürtige Künstler, der heute in New York lebt, seinen 75. Geburtstag, und das ZKM in Karlsruhe zeigt ihm zu Ehren die Ausstellung Der Algorithmus des Manfred Mohr. 1963–jetzt mit einer Vielzahl computergenerierter Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Animationsfilme.

Zur Ausstellung erscheint ein Band mit frühen Texten von Manfred Mohr: „Der Algorithmus des Manfred Mohr. Texte 1963–1979“ (herausgegeben von Margit Rosen).

Verena Hütter

Copyright: Goethe-Institut e. V., Internet-Redaktion
Juni 2013

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