Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts

Preisträger 2007

Der Dokumentarfilmpreis des Goethe Instituts geht an The Halfmoon Files von Philip Scheffner
D 2007 | Beta | Farbe s/w | UT | 87 Min.

 Copyright Duisburger Filmwoche  Copyright Duisburger Filmwoche

Synopse

Seit Erfindung der Wundermaschine Phonograph können Tote sprechen. Militär und Wissenschaft träumen bereits früh von Vermessung und Registrierung für eine offizielle Geschichtsschreibung. Erste Forschungsobjekte sind die indischen und nordafrikanischen Kriegsgefangenen aus dem „Halbmondlager“ in Wünsdorf während des Ersten Weltkriegs. Doch die Geister lassen sich nicht vertreiben …

Jurybegründung

Der Film spielt auf eindrucksvolle Weise mit unseren Seh- und Hörgewohnheiten. Durch den Einsatz verschiedener Medienformen ist ein lakonischer, vielschichtiger, essayistischer Film entstanden, der uns einen neuen Blick auf Fragmente der Geschichte erlaubt. Er deckt Lücken in der Geschichtsschreibung auf und eröffnet neue Perspektiven für die Wahrnehmung des Festgeschriebenen. Durch die originellen Verknüpfungen von Archivmaterial und Spurensuche werden aus den Geistern der Geschichte höchstlebendige Protagonisten unserer eigenen Reflexion.

Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Zudem wird der Film angekauft, untertitelt und den Goethe-Instituten weltweit für ihre Filmarbeit angeboten.

10. November 2007, die Jury: Amos Dolav, Johannes Mathias Hossfeld, Heli Meisterson, Susanne Ponn-Rassmann, Doina Popescu, Subramanian Venkat Raman, Frank Werner


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