Film

Die Filmakademie Baden-Württemberg

Die Ludwigsburger Filmakademie gilt als eine der ersten Adressen unter den Filmhochschulen in Deutschland. Insbesondere die Ausbildungsmethode an der Filmakademie Baden-Württemberg – so der offizielle Titel – ist mustergültig: projektorientiertes Lernen in Produktionsteams unter der Leitung von ausgewiesenen Fachleuten aus der Film- und TV-Branche wie zum Beispiel Nico Hofmann (Szenischer Film) oder Thomas Schadt (Dokumentarfilm).

Zudem bietet die Schule durch die gemeinsame Masterclass mit der französischen Elitefilmschule LA FÉMIS hervorragende internationale Perspektiven. Der Film befragt Dozenten und Studenten, besucht die Masterclass am Lehrstandort Paris und berichtet über die Arbeiten an Abschlussfilmen in den Lehrbereichen Szenischer Film, Dokumentar- und Animationsfilm.

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Autor: Jobst Thomas
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Praxisbezogen, teamorientiert, qualitätsbewusst und international – so müssen die Regisseure, Produzenten, Kameraleute und Drehbuchautoren von morgen arbeiten. Das sind die vier Säulen der Ausbildung an der Filmakademie Baden-Württemberg. Hier lehren Dozentinnen und Dozenten, die verantwortliche Positionen in der Film- und Medienbranche einnehmen. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen geben sie unmittelbar an die Studierenden weiter.

Vom ersten Semester an lernen die Studierenden, teamorientiert zu denken und zu handeln. Für Starallüren Einzelner ist in einer Filmproduktion kein Platz. Ein guter Film kann nur entstehen, wenn alle Beteiligten reibungslos zusammenarbeiten.

Schon in ihrem Grundstudium lernen die Studierenden, ihre eigene künstlerische Handschrift zu entwickeln und sie in die Filmprojekte einzubringen. Dabei sind Kompromissbereitschaft und der Wille, weiter an sich zu arbeiten, ebenso wichtig wie das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Im zusammenwachsenden Europa werden internationale Koproduktionen immer selbstverständlicher. Die Filmakademie unterstützt diese Entwicklung mit einer Reihe weltweiter Partnerschaften. Mit der deutsch-französischen Filmakademie/Masterclass ist in Ludwigsburg ein Grundstein für ein gemeinsames europäisches Kino gelegt.

An der Filmakademie Baden-Württemberg studieren rund 450 junge Leute in fast 20 Studienfächern. Das Studium ist in der Regel in ein zweijähriges Grundstudium und in ein zweijähriges Projektstudium geteilt. Grundvoraussetzung für die Aufnahme ist die Allgemeine Hochschulreife. Außerdem sollten die Bewerber mindestens ein Jahr praktische Erfahrung in der Film- und Medienbranche gesammelt haben. Nach Beurteilung der eingereichten Unterlagen und Arbeitsproben wie Treatments oder Videos lädt eine Kommission die bestqualifizierten Bewerber ein und trifft nach einer Aufnahmeprüfung und einem persönlichen Gespräch die endgültige Auswahl. Ein Numerus Clausus besteht nicht. Die Filmakademie erhebt keine Studiengebühren.

Zusammen mit der französischen Filmhochschule LA FÉMIS bietet die Akademie eine Masterclass, in der junge Menschen aus ganz Europa eingeschrieben sind. Der Unterricht wechselt zwischen Ludwigsburg und Paris. Dort befindet sich im Stadtteil Montmartre auf dem Gelände der ehemaligen Pathé Studios die École Nationale Supérieure des Métiers de L’Image et du Son. 18 junge Leute aus ganz Europa nehmen an dem einjährigen deutsch-französischen Weiterbildungsprogramm für künftige Filmproduzenten und Verleiher teil. Die Masterclass will ein umfangreiches, praxisbezogenes Wissen über die europäische Filmwirtschaft mit den Schwerpunkten Stoffentwicklung, Finanzierung, Produktion, Vertrieb und Marketing vermitteln, ein Netzwerk junger europäischer Produzenten aufbauen, Kontakte zur französischen und deutschen Filmindustrie herstellen und Neugier und Begeisterung für französische und deutsche Sprache, Kultur und Mentalität wecken.

Der Kurs besteht aus Workshops und Seminaren, Vorträgen und Fallstudien, Festivalbesuchen (Berlin, Cannes, Angers, Tübingen) und Projektarbeit und findet in fünf Blöcken statt, zwei davon in Paris. Zum Abschluss der Masterclass produzieren die Studenten Kurzfilme als deutsch-französische Koproduktionen, die auch auf Festivals gezeigt werden. Die Teilnehmer sind bis 30 Jahre alt und haben alle bereits ein Studium absolviert oder in der Film- und Medienbranche gearbeitet. In den ersten Wochen wird der Unterricht simultan übersetzt, danach sollten die Fremdsprachenkenntnisse ausreichen.
Goethe-Institut e. V. 2006
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