Musik

Mr. Avantgarde Adrian Nabi

Seit etwa zwanzig Jahren ist Adrian Nabi mit der HipHop-Kultur verwachsen. In einem Rundgang durch Kreuzberg, einem Stadtteil von Berlin, zeigt und erklärt Nabi die Arbeiten einiger Streetartists wie Influenza, Brad Downey sowie Darius Jones und stellt neben seinem Magazin Backjumps auch das Projekt „Backjumps The Live Issue“ vor. Ein Beitrag über urbane Kunst, die die Stadt zur Galerie und die Wände zur Leinwand macht.

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Autor: Neco Celik
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Adrian Nabi riss mit 16 Jahren von zu Hause aus und fand Unterschlupf bei diversen Kumpels aus der HipHop-Bewegung. Da er kein Talent zum „Sprühen“ besaß, tat er sich als Macher hinter den Kulissen hervor. Er knüpfte Kontakte zu jungen, in Berlin stationierten, HipHop-inspirierten Afro-Amerikanern sowie Franzosen und begann schon bald, Rapper und Graffiti-Writer aus dem In- und Ausland zu managen. Adrian Nabi ist einer der wichtigsten Kapazitäten auf dem Gebiet der Street-Art. Er hat mit seiner Ausstellung „Backjump The Live Issue“ eine neue Facette der Street-Art mit ihren Idolen und inzwischen 30-jährigen Historie ein großes Kunst Potenzial vorgeführt.

Rainer Artist 6 Brendel, so nennt sich der „Sechsenmaler“ offiziell, markiert die Stadt. Mit der Allgegenwart seiner Zeichen nimmt er sie für sich in Beschlag. Er macht das seit Jahren, nicht nur in Berlin, sondern auch in Paris, in Brüssel, Stuttgart, Hamburg und in Kassel. Fast jeder in der Stadt kennt seine flüchtig an Plakate und Altgegenstände gemalten Sechsen. Ihn selbst bekommt kaum jemand zu Gesicht. Dass sein nächtliches Treiben etwas mit Kunst zu tun haben könnte, daran denken freilich die wenigsten, die an seinen vielen tausend Malereien tagtäglich vorübergehen.

Stéphane Bauer ist seit 2002 Leiter des Kunstraumes und zuständig für Programm und Organisation. Er hat Soziologie studiert. Er war Mitarbeiter des Bundesverbandes Studentischer Kulturarbeit in Bonn, war als freier Mitarbeiter an der Hochschule der Künste Berlin tätig und anschließend seit Juli 1990 Geschäftsführer des Kunstamts Kreuzberg. Seit 1994 kuratiert er Ausstellungen im Kunstamt Kreuzberg und auch in der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. in Berlin.

AKIM, geboren 1977 in Vietnam. Mit acht Jahren wird er von einer deutschen Familie adoptiert. 1990 entdeckt er für sich Graffiti und hat inzwischen in ganz Europa an Gruppenausstellungen teilgenommen.
Goethe-Institut e. V. 2004

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