Panorama

Auf dem Weg zum Spitzensportler

Junge Talente, die sich für den Leistungssport entscheiden, müssen bereits in ihrer Jugend mit hohen Belastungen fertigwerden. Der Beitrag zeigt den Alltag von zwei jungen Spitzensportlern, die seit drei Monaten im Kölner Sportinternat wohnen und hart für ihre Karriere kämpfen.

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Sportliche Höchstleistungen und Rekorde faszinieren immer wieder aufs Neue – Aktive genauso wie das sportbegeisterte Publikum.

Um diese Leistungen im nationalen und internationalen Wettkampf zu erreichen, werden in Deutschland Talente in ganz besonderem Maße gefördert. Jeder fünfte Athlet im Leistungssport kommt aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen. Konzepte der Nachwuchsförderung und sportlichen Ausbildung werden an drei Olympiastützpunkten, 34 Bundesstützpunkten und 339 Landesleistungsstützpunkten umgesetzt. Dort werden rund 1.500 Bundeskader-Athletinnen und -Athleten und rund 2.500 D-Kader-Sportlerinnen und -Sportler der Landesfachverbände ausgebildet.

Auch in der 1. und 2. Fußballbundesliga und in den Bundesligen anderer Sportarten wie Eishockey oder Schwimmen sind Sportvereine aus Nordrhein-Westfalen überproportional vertreten. Insgesamt sind 250 Bundesligavereine in Nordrhein-Westfalen vertreten.

Einen Weg der nachhaltigen und behutsamen Förderung junger Talente im Spitzensport bilden beispielsweise Sportinternate. Hier wird versucht, den Athlet sowohl im sportlichen als auch im schulischen Bereich zu unterstützen. Im nordrhein-westfälischen Köln wohnen seit dem Sommer 2003 17 junge Talente im Sportinternat des Hockey- und Judozentrums der Sporthochschule Köln. Die von den verschiedenen Landesverbänden aus ganz Deutschland ausgesuchten Sportler sind zwischen 13 und 18 Jahre alt und vertreten die olympischen Sportarten Fußball, Eishockey, Judo, Turnen, Schwimmen und Baseball.

Die Träger der Einrichtung sind der 1. FC Köln Nachwuchsabteilung e.V., KEC „Die Jung-Haie“ e. V. und der Olympiastützpunkt Köln-Bonn-Leverkusen e. V.. Das restliche Geld für die Förderung der Jungsportler haben die Eltern aufzubringen. Für 500 Euro im Monat werden die zwölf Jungs und fünf Mädchen rund um die Uhr von drei sportbegeisterten Pädagogen betreut, bekommen Vollverpflegung und kommen in den Genuss von Fahrdiensten, damit sie weder Trainingseinheiten noch Schulbesuche verpassen. Zusätzlich zum normalen Schulunterricht erteilt das Internat über Lehrer Nachhilfeunterricht. In Absprache mit den Schulen der Region kann die Freistellung der jungen Athleten für Wettkämpfe und Trainingslager gewährleistet werden, sodass die schulische und sportliche Karriere nicht unter dem Druck der hohen Anforderung leiden muss.

Die optimale Nachwuchsförderung im Leistungssport ist Chance und Herausforderung zugleich. Damit auch in Zukunft die erfolgreiche Talentförderung fortgesetzt werden kann, müssen Eltern allen Verantwortlichen vertrauen können.

Jugendliche werden in sämtlichen Vereinen und Förderstützpunkten nachhaltig, gesundheitsbewusst nach sportmedizinischen Kriterien betreut und gefördert. Nur so kann ausgeschlossen werden, dass junge Athleten später unter möglichen negativen Wirkungen des Leistungssports zu leiden haben.
Goethe-Institut e. V. 2004
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