Botho Strauß

© Barbara Klemm

Botho Strauß wurde am 2. Dezember 1944 in Naumburg/Saale als Sohn eines Chemikers geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Remscheid und Bad Ems studierte er einige Semester Germanistik, Theatergeschichte und Soziologie in Köln und München, arbeitete neben dem Studium auch als Komparse bei den Münchner Kammerspielen. Von 1967-1970 war er als Redakteur und Kritiker der Zeitschrift „Theater heute“ tätig und von 1970 bis 1975 als dramaturgischer Mitarbeiter von Peter Stein an der Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin, an der Botho Strauß Inszenierungen begleitete und Bearbeitungen vornahm, die das deutsche Theater der siebziger Jahre maßgeblich beeinflußt haben, wie u.a. „Peer Gynt“, „Kleists Traum vom Prinzen von Homburg“ und „Sommergäste“. Ebenso zählen die Inszenierungen seiner eigenen Werke (wie u.a. „"Die Hypochonder", "Trilogie des Wiedersehens, "Groß und klein", "Kalldewey, Farce", „Der Park“ und „Schlusschor“) durch Peter Stein und Luc Bondy zu den den wichtigsten der neueren deutschen Theatergeschichte. Sein kulturkritischer Essay „Anschwellender Bocksgesang“ zu Beginn der neunziger Jahre, der sich kritisch mit der 68er Generation auseinandersetzte, löste eine heftige Kontroverse um einen politischen Gesinnungswechsel des Autors aus. Sein schriftstellerisches Werk wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet und seine Dramen gehören zu den meistgespielten an deutschsprachigen Bühnen. Botho Strauß lebt heute als freier Schrifsteller in Berlin und in der Uckermark und ist Mitglied im PEN-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland.



Preise und Auszeichnungen:

  • 1975 Dramatikerpreis der Stadt Hannover
  • 1981 Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
  • 1982 Mülheimer Dramatikerpreis
  • 1987 Jean-Paul Preis
  • 1989 Georg Büchner Preis
  • 1993 Berliner Theaterpreis
  • 2001 Lessing-Preis