Verena Billinger & Sebastian Schulz

'Violent Event x', © Florian Krau
'Violent Event x', © Florian Krau
'Violent Event x', © Florian Krau


Die Performances von Verena Billinger und Sebastian Schulz wurden in Deutschland, Österreich, der Schweiz, der Slowakei und Schweden gezeigt. Die Produktion Romantic Afternoon * wurde 2012 beim Festival Favoriten in Dortmund ausgezeichnet und ins Auftrittsnetzwerk des NRW Kultursekretariats aufgenommen. 2014 erhielt das Duo den Förderpreis des Landes NRW. Von 2015 bis 2017 wird ihre künstlerische Arbeit mit der Spitzenförderung des Landes NRW unterstützt. Im Jahrbuch 2015 der Zeitschrift tanz wurden Billinger & Schulz als „Hoffnungsträger für den Tanz“ ausgezeichnet. Die beiden haben in Gießen, Frankfurt und Hildesheim Angewandte Theaterwissenschaft, Tanz, Choreografie und Performance studiert.
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Kurzporträt

'Violent Event x', © Florian KrauDer Körper in der Gesellschaft und seine Bewegung, kodiert, kontextabhängig, gespiegelt und interpretiert, ist Ausgangspunkt der Arbeiten von Verena Billinger und Sebastian Schulz. Choreografische Arbeiten sind dies im weiten Sinne, Bewegungsarbeit. Präzise Fragen und eine ebenso präzise Verwendung der Theatermittel zeichnen sie aus, eine beinahe widerborstige Leichtigkeit auch dann, wenn der Ernst so bitter wird wie in Violent Event x. Ihre Studie über Gewalt, deren gewaltiges Ereignis das ist, was sie im Betrachter anrichtet, wurde am Frankfurter Mousonturm im Februar 2015 uraufgeführt. Dort haben Verena Billinger und Sebastian Schulz 2009/10 ihren professionellen Weg begonnen, nach dem Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen.

Anfang des Jahrtausends haben sie als Jugendliche in den Projekten von Ives Thuwis am FFT Düsseldorf getanzt. Das war, weit in die eigene künstlerische Arbeit hinein, eine offenbar prägende Erfahrung – überhaupt führen Billinger und Schulz oft ihre Fäden fort. Weshalb sie wohl bis heute auch immer wieder mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Untersuchte Computerised Movement, ihre erste Arbeit als Projektensemble des Tanzlabors 21 / Tanzbasis Frankfurt RheinMain, Körper und Bewegung von Computer spielfiguren, führte Romantic Afternoon * (2011) das Küssen als eine standardisierte Intimität vor Augen; die sechs Darstellerinnen und Darsteller küssten sich gut vier Spielzeiten lang durch die Kunsthäuser Europas. Unterdessen spielten Billinger und Schulz in First Life – ein Melodram (2012) mit den Klischees einer Liebesbeziehung und der Sehnsucht des Publikums nach Authentizität.
Demnächst soll es um den Körper gehen, der unserem Körperbild so gar nie entsprechen will: Billingers und Schulz´ Körperfragen speisen sich aus dem Alltag – und sie bewegen.
EvaMaria Magel

Produktionen seit 2014

'Violent Event x', © Florian KrauKummerkasten Menschenstadt (2014)

Violent Event x (2015)

UNLIKELY CREATURES (1) who we are (2016)

UNLIKELY CREATURES (2) we dance for you (2016)