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Newsletter „Migration und Integration“ (1/2012)

Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

wir freuen uns, Ihnen heute die erste Ausgabe des Newsletters „Migration und Integration“ des Goethe-Instituts zuzusenden.

Der Newsletter informiert Sie über das aktuelle Engagement des Goethe-Instituts im Kontext Migration und Integration, verweist auf ausgewählte journalistische Beiträge der deutschen Migrations- und Integrationsdebatte und setzt Sie über themenrelevante Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum in Kenntnis. Der Fokus liegt dabei auf übergreifenden Diskussionen und länger wirkenden Entwicklungen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

Goethe-Institut e. V.
Projekt Sprache und Integration & Bereich Wissenschaft und Zeitgeschehen

Weitere Informationen sowie Kontaktadressen, an die Sie Fragen und Anregungen richten können, finden Sie unter www.goethe.de/migration-integration.

Inhalt

1| Neues auf Goethe.de/Migration-Integration
2| Aktuelle Diskussionen
3| Veranstaltungshinweise

1| Neues auf Goethe.de/Migration-Integration

1.1. Konferenz „Vorintegration und Übergangsmanagement“
Online finden Sie die Dokumentation der Fachtagung „Vorintegration und Übergangsmanagement“, zu der auf Einladung des Goethe-Instituts am 6. und 7. März 2012 in Berlin Experten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenkamen.
Mehr: http://www.goethe.de/lhr/prj/daz/ver/rue/vid/de9135447.htm (nicht mehr aktiv)

1.2. „Im Kopf waren wir schon in Deutschland“
In einer 2011 erschienenen Publikation porträtiert das Goethe-Institut Ehepartner, die im Rahmen des Ehegattennachzugs nach Deutschland ziehen, in Wort und Bild. Diese Geschichten zur Familienzusammenführung sind nun auch komplett auf unserer Website nachzulesen.
Mehr: http://www.goethe.de/lhr/prj/daz/inf/egn/ehe/deindex.htm (nicht mehr aktiv)

1.3. Wege nach Deutschland – Das Goethe-Institut baut Brücken
Seit Mitte 2007 müssen nachziehende Ehegatten aus Drittstaaten einfache Deutschkenntnisse nachweisen, um ein Visum für Deutschland zu bekommen. Unser Film „Wege nach Deutschland“ gibt einen Überblick über die Angebote des Goethe-Instituts zur sprachlichen und landeskundlichen Vorbereitung dieser Zuwanderergruppe.
Mehr: http://www.goethe.de/lhr/prj/daz/inf/egn/de8690731.htm (nicht mehr aktiv)

1.4. Neu im Magazin
Unser Magazin veröffentlicht Beiträge aus den Themenfeldern Migration und Integration. Neu hinzugekommen sind in den letzen Monaten die folgenden Artikel und Interviews:

„Goethe und die Liebe“ – Ein Kommentar zu den obligatorischen Sprachtests für heiratswillige Zuwanderer von Dr. Matthias Makowski
http://www.goethe.de/lhr/prj/daz/mag/spr/de9364050.htm (nicht mehr aktiv)

„Jobwunder mit Schönheitsfehlern“ von Volker Thomas
http://www.goethe.de/lhr/prj/daz/mag/mip/de9222159.htm

„Deutscher Universitätsislam? – Das Graduiertenkolleg Islamische Theologie“ von Gregor Taxacher
http://www.goethe.de/lhr/prj/daz/mag/igd/de9075627.htm (nicht mehr aktiv)

„Ich rate zur ‚kulturellen Ausnüchterung‘ von Konflikten“ – Der Pädagogikprofessor Frank-Olaf Radtke im Gespräch mit Lewis Gropp
http://www.goethe.de/lhr/prj/daz/mag/igd/de8856968.htm (nicht mehr aktiv)

„Ich möchte die Stereotype aufbrechen“ – Die Bloggerin Kübra Gümüsay im Gespräch mit Christoph Brammertz
http://www.goethe.de/lhr/prj/daz/mag/igd/de8832743.htm

„Menschen verbindet viel mehr als sie trennt“ – Die Schauspielerin Renan Demirkan im Gespräch mit Matthias Kühn
http://www.goethe.de/lhr/prj/daz/mag/ksz/de8785858.htm

2| Aktuelle Diskussionen

2.1. ‚Blue Card‘ – die deutsche Greencard
Der Deutsche Bundestag verabschiedete am 27. April 2012 das  unter dem Begriff ‚Blue Card‘ diskutierte „Gesetz zur Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie der Europäischen Union“. Migration-info.de trägt die Rahmenbedingungen (Voraussetzungen, Einkommensgrenzen, Arbeitssuche-Visum), Reaktionen sowie einen Ausblick auf die weitere Entwicklung zusammen (link nicht mehr aktiv).  

Die Reaktionen auf die Blue Card sind generell positiv, denn mit ihr „öffnet Deutschland seine Tür ein kleines bisschen weiter als bisher für Fachkräfte und Akademiker aus aller Welt“, wie etwa Daniel Bax in der TAZ anmerkt. Vor allem für den Mittelstand sei es durch die abgesenkten Verdienstschwellen nun leichter, Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben, wie Angelika Dietrich in der ZEIT beschreibt. Es wird allerdings auch befürchtet, dass durch die vergleichsweise niedrigen Gehälter Lohndumping betrieben wird, wie Sabine Kirkatz bei der Deutschen Welle zusammenfasst. Aus der indischen Perspektive schaut Katharina Finke für SPIEGEL Online auf die Blue Card und prognostiziert für sie eine nicht allzu große Nachfrage – unter anderem wegen zu hoher institutioneller Hürden, kultureller Unterschiede und mangelnder Attraktivität Deutschlands im Vergleich mit englischsprachigen Konkurrenzländern.

Das vom Bundestag verabschiedete Gesetz muss nun noch vom Bundesrat bestätigt werden, was vor der Sommerpause erwartet wird. Bereits Anfang April wurde das Portal „Anerkennung in Deutschland“ gestartet, das alle Informationen zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen in Deutschland bereitstellt.

2.2. Islam-Konferenz
Am 19. April 2012 fand in Berlin die sechste Deutsche Islam-Konferenz statt. Zum Themenschwerpunkt „Geschlechtergerechtigkeit“ verabschiedete die Konferenz eine Erklärung, in der sie häusliche Gewalt und Zwangsverheiratung verurteilt. Außerdem erarbeitete eine Projektgruppe Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Muslimen auf dem Arbeitsmarkt.

Die Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der Konferenz fällt differenziert aus: Freia Peters sieht  in der WELT die gemeinsame Erklärung zu Gewalt und Zwangsheirat positiv, führt aber auch kritische Stimmen  an.  „Die Islamkonferenz verkommt zur Folklore“, meint Mely Kiyak im Interview in der Frankfurter Rundschau. Die Konferenz  solle aufgelöst werden, da die Atmosphäre zwischen den Teilnehmern und Politikern vergiftet sei, argumentiert Parvin Sadigh in der ZEIT; die wichtigen Diskussionen könne man auch auf andere Gremien verlagern. Rebecca Lüer bezeichnet auf tagesschau.de die Arbeit der Konferenz als wichtig, da „ die großen (...) Grundsatzfragen zwischen staatlichen Institutionen und muslimischen Verbänden mittlerweile (...) erstmal ausdiskutiert“ seien, was „Platz für kleinere, aber dafür praktische Schritte“ schaffe.

Bei der nächsten Deutschen Islam-Konferenz  2013 wird das Thema „Präventionsarbeit mit Jugendlichen“ im Vordergrund stehen. In diesem Rahmen wurde auch der Jugendwettbewerb „Erfolgsgeschichten“ gestartet.

2.3. Weitere Kurzmeldungen
Am 8. Mai wurde das Jahresgutachten 2012 des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (Link nicht mehr aktiv) veröffentlicht. In ihm wird die integrationspolitische Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen beschrieben und an vielen Stellen kritisiert, außerdem im so genannten ‚Integrationsbarometer‘ anhand der Befragung von über 9.000 Personen das Integrationsklima in Deutschland gemessen.

Auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es ein neues Kurzdossier „Die Abwanderung hochqualifizierter türkeistämmiger deutscher Staatsangehöriger in die Türkei“.

3| Veranstaltungshinweise

24.05.2012 in Leipzig
Messe: „Zukunft statt Herkunft – Arbeitsmarktstärkung durch Migranten“ – 5. Integrationsmesse Leipzig

06.06.2012 in Hamburg
Diskussion und Konzert: „Integration vor Ort“

18. & 19.06.2012 in Berlin
Symposium: „Gerechte Verteilung von Schutzsuchenden in Europa?“ – Fragen an die Dublin II-Verordnung (nicht mehr aktiv)

20. & 21.06.2012 in Nürnberg
Tagung: „Gelebte Vielfalt – Von der Realität zur Normalität? – Nürnberger Tage für Integration“

02. & 03.07.2012 in Nürnberg
Tagung: „Deutsche(r) werden – Deutsche(r) bleiben?“ – Erkenntnisse, Erklärungsansätze und Praxiserfahrungen zur Einbürgerung und zur Optionsregelung in Deutschland
Redaktion: Dario Radišić, in Zusammenarbeit mit den Bereichen 31 Wissenschaft und Zeitgeschehen, der Abteilung 40 Sprache und der Internet-Redaktion im Bereich 22 Internet des Goethe-Instituts

    goethe.de/einfachhoeren

    Lustige Geschichten von Pferden, Hexen und Fußballern – auf Arabisch vorgelesen und als Podcast zum Herunterladen und überall anhören!

    goethe.de/wohin

    Wohin? 21 Fragen zu Flucht und Migration

    goethe.de/willkommen

    Deutschlernen für Flüchtlinge

    Ankommen-App

    Ein Wegbegleiter für Ihre ersten Wochen in Deutschland

    Mein Weg nach Deutschland

    Videos und Sprachübungen für Deutschlerner