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Newsletter „Migration und Integration“ (2/2016)de

Liebe Leserinnen und Leser,

die Aktualität der Themen Flucht und Migration spiegelt sich auch nach wie vor in unserer Arbeit wider: Im Oktober eröffneten wir für zweieinhalb Wochen den Projektraum „Goethe-Institut Damaskus | Im Exil“ in Berlin (1.1.); unser Filmkoffer „Cinemanya“ ist jetzt in einer erweiterten Version verfügbar (1.2.); für das Projekt „Wohin?“ haben wir zahlreiche Intellektuelle aus aller Welt zu Flucht und Migration befragt (1.3.); und die Inhalte unserer App „Ankommen“ sind jetzt auch als Website verfügbar (1.4.).

Wie immer finden Sie auch in diesem Newsletter einen Überblick über neue Inhalte in unserem Portal „Mein Weg nach Deutschland“ (1.5.), eine Auswahl von Artikeln des Magazins unserer Website „Migration und Integration“ (1.6.), Hinweise auf themenrelevante Dossiers, Neuerscheinungen und Projekte (2.) und auf kommende Veranstaltungen (3.).


Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und erholsame Feiertage!
Goethe-Institut e.V. – Projekt „Sprache und Integration“ & Bereich „Bildung und Diskurse“

Website: goethe.de/migration-integration
Twitter: twitter.com/GI_MigInt

Inhalt

1| Neues zu Migration und Integration auf Goethe.de
2| Hinweise auf Veröffentlichungen, Projekte und Dossiers
3| Veranstaltungshinweise

1| Neues zu Migration und Integration auf Goethe.de

1.1 Goethe-Institut Damaskus | Im Exil
Das Goethe-Institut Damaskus, eröffnet im Jahr 1955, war eines der ersten Institute weltweit. Aufgrund der Sicherheitslage ist es seit 2012 geschlossen. Um ein Zeichen zu setzen, hat das Goethe-Institut in Berlin einen symbolischen Ort der kulturellen Begegnung schaffen: das „Goethe-Institut Damaskus | Im Exil“. Mit dem Projektraum in Berlin haben zwischen dem 20. Oktober und dem 5. November über 100 syrische Künstlerinnen und Künstler eine Plattform erhalten, ihre Arbeit zu präsentieren, neue Netzwerke aufzubauen oder sich inspirieren zu lassen. Dem Publikum eröffneten die über 50 Veranstaltungen die Chance, neue Blickwinkel auf Syrien und andere von Flucht betroffene Länder kennenzulernen. Für die Kulturschaffenden waren die zweieinhalb Wochen „Goethe-Institut Damaskus | Im Exil“ ein Freiraum, sich im Exil über ihre Kunst zu definieren.

Künstlerinnen und Künstler, die aus Syrien oder anderen europäischen Orten des Exils nach Berlin kamen und Syrerinnen und Syrer, die in Berlin leben, nutzten den Ort als Treffpunkt. Die Abende mit Konzerten, Lesungen, Diskursen, Filmen und Performances waren oft emotional und kämpferisch, aber auch humorvoll und immer berührend. Auch das Medienecho war überwältigend.

Mehr Informationen unter:
goethe.de/de/uun/akt/20852237.html
 
Noch bis zum 30. Dezember ist unsere Projekt-Bibliothek Teil des Themenraums Syrien in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, siehe:
goethe.de/de/uun/ver/dix/exil.cfm?fuseaction=events.detail&event_id=20842957

 

1.2. „Cinemanya“ – der Filmkoffer für geflüchtete Kinder und Jugendliche geht in die zweite Runde: mehr Filme, mehr Sprachen, mehr Koffer
Filme können ein Weg sein, den Zugang zu einer anderen Kultur und Sprache zu erleichtern. Mit dem Filmkoffer „Cinemanya“ stellt das Goethe-Institut deutsche Filme ohne Worte, mit arabischen, deutschen und persischen (Dari) Untertiteln oder in den jeweiligen Voice-Over-Fassungen für die medienpädagogische Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen zur Verfügung.
 
Neu im Cinemanya-Koffer sind die beiden Filme „Heidi“ (Regie: Alain Gsponer, Deutschland/Schweiz 2014/2015) und „Pettersson und Findus – Kleiner Quälgeist, große Freundschaft“ (Regie: Ali Samadi Ahadi, Deutschland 2012-2014). Neu ist auch die Untertitelung bzw. Voice-Over-Fassung des Filmkoffers in Dari.

Mehr Informationen unter:
goethe.de/filmkoffer

Deutschlandweit sind nun 35 Filmkoffer über so genannte Kofferpatinnen und –paten im Einsatz. Für Kooperationen und gemeinsame Filmveranstaltungen können diese direkt über die Webseite unseres Kooperationspartners, dem Bundesverband Jugend und Film e.V. kontaktiert werden:
bjf.info/projekte/cinemanya

 

1.3. Wohin? 21 Fragen zu Flucht und Migration
Wann hört man auf, Flüchtling zu sein? Gibt es für Sie ein Recht auf Asyl? Wie viel Heimat brauchen Sie? Für das Projekt „Wohin?“ haben wir Autorinnen, Autoren und Intellektuellen aus knapp 40 Ländern der Welt einen Fragebogen zu Flucht und Migration vorgelegt. Entgegen dem Eindruck, der bisweilen in den Medien hervorgerufen wird, haben die mehr als sechzig Millionen Menschen, welche sich derzeit auf der Flucht befinden, nur zu einem geringen Teil Europa als Ziel. Schon deshalb war uns eine geografische Vielfalt der Herkunftsländer unserer Teilnehmer ein Anliegen.

Alle Fragebögen finden Sie unter:
goethe.de/wohin

 

1.4. Neue Inhalte auf „Mein Weg nach Deutschland“
Das Webportal „Mein Weg nach Deutschland“ (goethe.de/mwnd) hat seine Rubrik „Für Unterrichtende“  (goethe.de/mwnd/paedagogen) ausgebaut. Um Inhalte auch offline verfügbar und nutzbar zu machen, sind die Informationstexte der Rubrik „In Deutschland leben“ hier im PDF-Format zum Ausdrucken und zum Gebrauch im Klassenzimmer oder zum Selbststudium verfügbar. Auf den letzten Seiten jeder Kopiervorlage finden Sie die zugehörigen Glossareinträge. Außerdem neu: Zu jeder Folge der Miniserie „Erste Wege in Deutschland“ sind Transkripte in deutscher Sprache bereitgestellt. Weiterhin finden sich Anleitungen zu Apps und anderen kostenlosen Deutschübungsangeboten des Goethe-Instituts, die in der Rubrik „Deutsch Üben“ vorgestellt werden.

In den kommenden Monaten wird das Portal mit Angeboten zu den Themen Schule, Ausbildung und Arbeit erweitert. In Planung ist beispielsweise ein interaktives Spielszenario als virtuelle Entdeckungsreise durch diese Themenwelten.

Mehr unter:
goethe.de/mwnd, mittlerweile auch auf Facebook unter:
facebook.com/meinwegnachdeutschland

 

1.5. „Ankommen“ nun auch als Website
Die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit (BA), dem Bayerischen Rundfunk (BR) und dem Goethe-Institut entwickelte App „Ankommen“ wird um eine mobile Website erweitert: Hier erhalten Neuankommende in Deutschland künftig auch über das Internet praktische Hilfe und Informationen zum Asylverfahren, zum Arbeitsmarktzugang und zum Leben in Deutschland.

Mehr unter:
ankommenapp.de

 

1.6 Neu online in unserem Magazin (Auswahl)
In den letzten Monaten veröffentlichten wir zahlreiche Beiträge aus den Themenfeldern Migration und Integration in unserem Magazin – hier eine kleine Auswahl:

Artikel: Integration in den Arbeitsmarkt – Arbeitgeber und Arbeitnehmende geben Antworten

Artikel: „Einfach Lesen!“ – Ankommen auf Arabisch und Deutsch

Interview: „Vielfalt ist sehr reizvoll“ – im Gespräch mit Célia Šašić

Artikel: „Ich bin kein Nazi, aber...“ über Stücke zum Rechtsruck

Artikel: Theaterprojekte von geflüchteten Künstlern – Weg vom Leidens-Porno

Interview mit Firas Alshater – „Es ist nicht mein Traumjob, Flüchtling zu sein“

Artikel: Musik und Flucht: Musik als Chance zum Austausch

Artikel: Bildung und Wissen – „Auf die Besonderheiten des deutschen Wissenschaftssystems vorbereiten“

Artikel: Zur Zukunft der beruflichen Integration: Sprachbiographien und sprachliche Fertigkeiten von Geflüchteten

2| Hinweise auf Veröffentlichungen, Projekte und Dossiers

Migrationsbericht 2015 des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
Der Migrationsbericht gibt einen umfassenden Überblick über Zu- und Auswanderungen im Jahr 2015. So war das Jahr geprägt von der Zuwanderung von Schutzsuchenden aus humanitären Gründen. Daneben bleibt Zuwanderung insbesondere mit Blick auf den demographischen Wandel und die Gewinnung von Fachkräften für Deutschland von wachsender Bedeutung.

11. Bericht zu Teilhabe, Chancengleichheit und Rechtsentwicklung in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
Das Bundeskabinett hat Anfang Dezember den 11. Bericht der Beauftragten zur Kenntnis genommen. Er fasst die integrationspolitischen und rechtlichen Entwicklungen der letzten zwei Jahre zusammen.

Publikation Neu in Deutschland der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Mit welchen Wünschen und Zielen kommen geflüchtete Menschen nach Deutschland? Wie fühlt es sich für sie an, ein neues Leben beginnen zu müssen? Dieses Buch enthält Texte zu unterschiedlichen Aspekten des Ankommens sowie Porträts Geflüchteter, die Gelegenheit hatten, ihre Hoffnungen zu artikulieren.

Journalisten-Handbuch zum Thema Islam, zusammengestelltvom Mediendienst Integration
Das Handbuch will eine differenzierte Berichterstattung unterstützen, indem es bekannte Themen neu einordnet, Zusammenhänge verständlich aufbereitet und neue Perspektiven für die Berichterstattung eröffnet.

Ausschreibung zum Integrationspreis 2017
Zum ersten Mal loben der Deutsche Städtetag, der AWO (Arbeiterwohlfahrt Bundesverband), der GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen), der vhw (Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung) und der Deutsche Mieterbund gemeinsam den bundesweiten Wettbewerb zum Integrationspreis 2017 aus. Er findet unter dem Motto „Zusammenleben mit neuen Nachbarn“ mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit statt.

Studie Resettlement: Aufnahme- und Integrationserfahrungen von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
Die Studie präsentiert erste Ergebnisse einer qualitativen Studie des Forschungszentrums des Bundesamtes zu Aufnahme- und Integrationserfahrungen zu Resettlement-Flüchtlingen.

Download oder Bestellung: Interkultureller Kalender 2017 des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
Der interkulturelle Kalender des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge beinhaltet nicht nur die wichtigsten christlichen Feiertage. Auch die bedeutendsten Festtage der vier anderen Weltreligionen (Islam, Hinduismus, Buddhismus und Judentum), sowie weitere Gedenktage finden sich hier wieder.

Studie Neu zugewanderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache und des Zentrums für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln
„Schulen müssen sich auf 200.000 neu zugewanderte Kinder und Jugendliche einstellen“ – so eins der Hauptfazits der Studie, für die Daten des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2015 und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) aus dem Jahr 2015 sowie der ersten Jahreshälfte 2016 ausgewertet wurden.

Studie Migrantenunternehmen in Deutschland zwischen 2005 und 2014 der Bertelsmann Stiftung
Der Kiosk an der Ecke oder das China-Restaurant, in dem die ganze Familie in der Küche aushilft: Wenn es um Unternehmer mit Migrationshintergrund geht, sind Klischees schnell zur Hand. Doch diese zeigt: Migrantenunternehmen schaffen auch außerhalb von Niedriglohnsektor und arbeitsintensiven Tätigkeiten viele Jobs.  Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern.

3| Veranstaltungshinweise

20. Januar bis 22. April 2017 in Nürnberg
Fortbildung „Neosalafismus – Prävention in den Handlungsfeldern politische Bildung, Schule, Jugendhilfe und Gemeinde“ (Bundeszentrale für politische Bildung)

21. Januar 2017 in Stuttgart
Jahrestagung: Kulturkampf – wie begegnen wir dem Angriff der Populist/-innen auf die offene Gesellschaft? (Heinrich-Böll-Stiftung)

25. Januar 2017 in Berlin
Jobbörse für Geflüchtete und Migranten (Estrel Berlin in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und der Stadt Berlin)

17. bis 18. Februar 2017 in Hannover
Bundesweite Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2017 (Ökumenischer Vorbereitungsausschusses zur Interkulturellen Woche)

30. und 31. Januar 2017 in Weimar
Tagung „Herausforderung Integration – Beispiele, wie sie gelingt und was zu tun ist“  (Konrad-Adenauer-Stiftung)

3. bis 5. April 2017 in Braunschweig
6. Bundesfachkongress Interkultur (Bundesweiter Ratschlag Kulturelle Vielfalt)
 
16. bis 17. März 2017 in Hannover
Symposium „Umbruch durch Migration? Ein Neustart für die Selbstreflexion in Wissenschaft und Demokratie“ (Volkswagen-Stiftung)

13. Mai 2017 in Nürnberg
6. Nürnberger Integrationskonferenz (Stadt Nürnberg)

Redaktion: Dario Radisic, in Zusammenarbeit mit den Bereichen 31 Wissenschaft und Zeitgeschehen, der Abteilung 40 Sprache und der Internet-Redaktion im Bereich 22 Internet des Goethe-Instituts.

    goethe.de/einfachhoeren

    Funny stories about horses and soccer-players – read out on Arabic and downloadable as a podcast to be listened to anywhere!

    goethe.de/wohin

    Where to? 21 questions on migration and refuge

    goethe.de/welcome

    Learning German for Refugees

    Arriving App

    The guide for your first weeks in Germany

    My way to Germany

    Videos and practises for German learners