Goethe aktuell

Rekord bei Sprachkursen: Man lernt Deutsch

Goethe-InstitutCopyright: Goethe-Institut/Bernhard Ludewig
Großes Interesse an Sprachkursen: „Es sind vor allem junge Leute“ (Foto: Goethe-Institut/Bernhard Ludewig)

9. März 2012

Die Lingua franca in der globalisierten Welt ist Englisch. Doch auch um die Zukunft des Deutschen scheint man sich keine Sorgen machen zu müssen. Im Gegenteil: Das Goethe-Institut verzeichnete 2011 Rekordzahlen bei Sprachkursen und Prüfungen – mit weltweit zweistelligen Zuwachsraten.

Im weltweiten Netzwerk des Goethe-Instituts gab es im Jahr 2011 insgesamt 234.587 Kursteilnehmer, 16.400 mehr als 2010. Der besonders kräftige Anstieg löste im Goethe-Institut große Freude und auch ein bisschen Stolz aus – zumal die Teilnehmerzahlen in den Jahren zuvor mehr oder weniger konstant geblieben waren. „Es sind vor allem junge Leute, die sich für unsere Kurse interessieren“, so Klaus-Dieter Lehmann. „Nicht weil sie Goethe und Schiller im Original lesen möchten, sondern weil sie im Beruf weiterkommen wollen.“ Das Goethe-Institut bietet nach Ansicht des Präsidenten des Goethe-Instituts im In- und Ausland eine perfekte Bildungsplattform: „Wir können die Menschen zu Hause abholen und auf ihrem Weg zu neuen beruflichen Chancen in Deutschland begleiten.“

Zu Hause – das heißt in 93 Ländern weltweit, in denen das Goethe-Institut vertreten ist. Fast 198.000 Menschen besuchten im vergangenen Jahr Deutschkurse an den 137 Auslandsinstituten (2010: 185.235), an den 13 Instituten innerhalb Deutschlands waren es 36.606 Personen (2010: 32.952).

Vor allem im Süden und Westen Europas hat das Interesse an der deutschen Sprache besonders stark zugenommen. Ein extrem hoher Anstieg war in Spanien festzustellen, wo 35 Prozent mehr Menschen am Goethe-Institut Deutsch lernten. Aber auch die Portugiesen und Italiener zeigten starkes Interesse an dem Kursangebot. Die Teilnehmerzahlen stiegen um 20 beziehungsweise 14 Prozent, in Griechenland immerhin um zehn Prozent.

Die Nachfrage lässt sich zwar durch die wirtschaftlich schwierige Situation in diesen Ländern erklären, überraschte das Goethe-Institut aber im Ausmaß: An vielen Instituten musste das Angebot ausgebaut werden, um allen Anfragen gerecht zu werden. Auch in Nordamerika und Subsahara-Afrika stieg das Interesse an Sprachkursen und Prüfungen deutlich – um 10,38 und 10,82 Prozent.

An Prüfungen des Goethe-Instituts haben im letzten Jahr weltweit 184.027 Deutschlerner teilgenommen, fast 15.000 mehr als im Vorjahr. „Wir sind stolz auf das gute Ergebnis, das sich auch dem großen Einsatz unserer Lehrer rund um den Globus verdankt“, sagt Johannes Ebert, seit 1. März Generalsekretär des Goethe-Instituts. „Schließlich ermöglichen es die Einnahmen aus Sprachkursen und Prüfungen dem Goethe-Institut, gut ein Drittel seines Budgets für die weltweite Sprach- und Kulturarbeit selbst zu bestreiten.“

-db-

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