Goethe-Medaille


Einmal jährlich verleiht das Goethe-Institut die Goethe-Medaille, eine offizielle Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland. Mit dieser Medaille werden ausländische Persönlichkeiten bedacht, die sich in herausragender Weise um die Vermittlung der deutschen Sprache und den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben. Die Goethe-Medaille wurde 1954 vom Vorstand des Goethe-Instituts gestiftet und 1975 von der Bundesrepublik Deutschland als offizieller Orden anerkannt.

Seit der ersten Verleihung 1955 sind insgesamt 329 Persönlichkeiten aus 62 Ländern geehrt worden. Unter den Preisträgern der letzten Jahre waren der Dirigent Daniel Barenboim, der Germanist und Übersetzer Gholam Dastgir Behbud, der Kultursoziologe Pierre Bourdieu, der Komponist Pierre Boulez, der Kunstwissenschaftler Sir Ernest Gombrich, der Ausstellungsmacher Jan Hoet, der Philosoph Sir Karl Raimund Popper, der Regisseur Billy Wilder sowie die Verlegerin Helen Wolff.

Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Goethe-Medaille werden jedes Jahr von den Goethe-Instituten in aller Welt in enger Abstimmung mit den deutschen Auslandsvertretungen nominiert. Die Kommission zur Verleihung der Goethe-Medaille, die sich aus Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst und Kultur zusammensetzt, trifft eine Vorauswahl, die anschließend vom Präsidium des Goethe-Instituts bestätigt werden muss. Den Vorsitz der Kommission zur Verleihung der Goethe-Medaille hat derzeit die Kulturwissenschaftlerin und Vize-Präsidentin des Goethe-Instituts Christina von Braun inne.

In Weimar wurde die Auszeichnung erstmals 1992 verliehen. Bis 2008 fand die Preisverleihung an Goethes Todestag, dem 22. März statt, seit 2009 ist dafür der 28. August, Goethes Geburtstag, vorgesehen. So fügt sich der Festakt nahtlos ein in den Weimarer Kultursommer, zu dessen Höhepunkten »pèlerinages« Kunstfest Weimar gehört. Gemeinsam mit dem Kunstfest richtet das Goethe-Institut ein Begleitprogramm aus, das die Feierlichkeiten zur Verleihung der Goethe-Medaille abrundet und weitere Möglichkeiten zur Begegnung mit den drei Preisträgern bietet.
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