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Copyright: ZfA
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Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA)
Themen: Antisemitismus, Diskriminierung, Verfolgung ethnischer Gruppen, Migrationsprozesse

Das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin wurde 1982 gegründet und ist die einzige zentrale Einrichtung ihrer Art in Europa. Die interdisziplinäre Grundlagenforschung zum Antisemitismus wird durch angrenzende Schwerpunkte, wie die deutsch-jüdische Geschichte und die Holocaustforschung ergänzt. Das ZfA wird in hohem Maße als eine öffentliche Institution verstanden, die weit über den Rahmen eines Universitätsinstituts hinaus Dienstleistungen und Aufklärungsarbeit für die Öffentlichkeit erbringt.

Antisemitismus als Paradigma
Der Antisemitismus kann aufgrund seiner langen Existenz und seiner vielfältigen Erscheinungsweisen als das Paradigma für die Erforschung von sozialen Vorurteilen und Gruppenkonflikten gelten. Mit den gegenwärtigen weltweiten Wanderungsbewegungen und mit der Neuformierung von Gesellschaften mit großen ethnischen Minderheiten in Europa wiederholen sich strukturell viele Konflikte und Problemstellungen, die wir aus der Geschichte des Zusammenlebens von Juden und Nichtjuden kennen. Gerade deshalb kann sich das Zentrum für Antisemitismusforschung nicht auf den engeren Gegenstand beschränken. Es versteht sich vielmehr als zentraler Ort für allgemeine und übergreifende Forschung zu Vorurteil und Diskriminierung, zu allen Formen gewaltsamer Verfolgung von ethnischen Gruppen bis hin zum Völkermord oder Migrationsprozessen, Minoritätenkonflikten, der Geschichte diskriminierter Minderheiten und ethnozentrischem politischen Extremismus.

Aktuelle Probleme
Das Zentrum für Antisemitismusforschung beschäftigt rund 30 Mitarbeiter, die in verschiedenen Bereichen forschen, um Antworten auf aktuelle Probleme wie Xenophobie und Rassismus zu finden. Die Öffnung der Grenzen Europas erfordert es außerdem, den Blick nach Osten zu richten, wo alte Vorurteilsstrukturen in aktuellen Krisensituationen neuen Nährboden finden.

Zentrum für Antisemitismusforschung