Arbeitsaufenthalte im Ausland

Arbeitsaufenthalte im Ausland

Ein wichtiges Ziel des Goethe-Instituts ist es, durch Kooperationen und Koproduktionen den interkulturellen Austausch und die internationale Vernetzung der Kulturszenen zu stärken. Die Aufenthaltsdauer von Künstler*innen im Rahmen von Gastspielen und Workshops ist in der Regel zu kurz, um sich intensiver mit musikalischen Ausprägungen im Gastland auseinanderzusetzen und nachhaltige Projekte zu initiieren. Deshalb besteht seit 2009 die Möglichkeit, für Arbeitsaufenthalte im Ausland bis zu sechs Wochen eine Förderung zu beantragen. Sowohl professionelle Musiker*innen und Komponist*innen mit Arbeitsschwerpunkt in Deutschland als auch Goethe-Institute im Ausland können einen Antrag stellen.

Ziele der Aufenthalte können sein: 

  • Recherchen und Vorbereitungen für größere künstlerische Produktionen in Deutschland und/oder im Gastland
  • Vorbereitung und/oder Erstellung gemeinsamer Kompositionen/Koproduktionen mit Partnern in Deutschland und/oder im Gastland
  • Initiierung von Netzwerken mit Künstler*innen und Multiplikator*innen

Fördervoraussetzung:

  • Das Projekt ist in die lokale Musikszene stark eingebunden.
  • Nachhaltiger Effekt auf die Musikszene im Gastland und/oder in Deutschland
  • Bei Antragstellung durch Künstler*innen: Bereitschaft, mit dem lokalen Goethe-Institut ggf. gemeinsame Veranstaltungsformate wie Workshops, Vorträge, Konzerte während des Aufenthalts zu entwickeln.
  • Aufenthaltsdauer von zwei bis max. sechs Wochen
  • Zum Zeitpunkt der Antragstellung sind noch keine festen Buchungen (Flüge, Hotels) für die beantragten Teile der Reise gemacht worden.
  • Die Auswahl erfolgt auch vor dem Hintergrund der Schwerpunkte und Leitlinien zur Auswärtigen Kulturpolitik, die vom Auswärtigen Amt festgelegt werden. So werden, sofern fachlich befürwortet, Residenzen in Schwerpunktregionen der Auswärtigen Kulturpolitik besonders gefördert.

Nicht gefördert werden können:

  • Meisterkurse, Summer Schools sowie andere Studienaufenthalte
  • Kommerzielle Fortbildungsseminare
  • Reisen, die vorwiegend touristische und/oder familiäre Beweggründe verfolgen
  • Gastspielreisen und Tourneen von Ensembles (siehe hierzu: Musikprojekte professioneller Musiker*innen und Ensembles im Ausland)
  • Wissenschaftliche Forschungsaufenthalte und Dozenturen

Benötigte Unterlagen:

  1. Aussagekräftige Projektbeschreibung inkl.
    • Kurzbeschreibung des genauen Vorhabens, der inhaltlichen Ziele des Arbeitsaufenthalts und der Anbindung des Projekts an die Musikszene des Gastlandes
    • möglichst konkrete Darstellung des geplanten Reiseverlaufs (voraussichtlicher Reisezeitraum und Reisedauer, zu besuchende Orte, Institutionen, Personen etc.)
    • ggf. Angaben zu weiteren Partnern und deren Rolle im Projekt (insbesondere bei Koproduktionen)
    • ggf. Skizzierung möglicher Schnittstellen zum zuständigen Goethe-Institut im Ausland
  2. Künstlerische Biografie
  3. Kosten-/Finanzierungsplan (inkl. Angaben zu Leistungen lokaler Partner und zu weiteren Förderungen durch Dritte)
  4. Aktuelles Hörbeispiel (Link)

Leistungen:

  • Reisekosten i.d.R. für eine Person
  • Stipendium für Unterkunft, Verpflegung und sonstige Aufwendungen
  • ggf. organisatorische Unterstützung durch das Goethe-Institut vor Ort im möglichen Rahmen

Fristen

Anträge sollten in der Regel vier bis sechs Monate vor Projektbeginn vorliegen. Nach einem geförderten Arbeitsaufenthalt werden für drei volle Kalenderjahre keine weiteren Residenzanträge von der-/demselben Künstler*in, unabhängig von dem geplanten Reiseziel, angenommen.

Begonnene Maßnahmen, d.h. Vorhaben, in deren Zusammenhang bereits Buchungen (z.B. für Flüge) getätigt wurden, können nicht gefördert werden. Bevor Sie verbindliche Buchungen eingehen, ist es daher erforderlich, den sogenannten vorzeitigen Maßnahmenbeginn formlos per E-Mail oder mit dem Einreichen des Antrags zu beantragen.

Die Vergabe des vorzeitigen Maßnahmenbeginns durch das Goethe-Institut ist nicht gleichbedeutend mit einer verbindlichen Förderzusage.

Es besteht generell kein Anspruch auf finanzielle Unterstützung. Zuwendungen sind freiwillige Leistungen für Vorhaben, die den Zielsetzungen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik der Bundesregierung in besonderer Weise entsprechen und die ohne diese Unterstützung nicht durchführbar wären.

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Anträge können ausschließlich über das Kulturförderportal gestellt werden.

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