Tuko – Life in Goma

Tuko - Life in Goma

Tuko - Life in Goma: EINE KONGOLESISCH-RUANDISCHE WEB-SERIE

Künstlerinnen und Künstler aus der DR Kongo und Ruanda haben gemeinsam eine Web-Serie über die ostkongolesische Stadt Goma entwickelt, in der die für Krieg und Naturkatastrophen bekannte Stadt von einer ungewöhnlichen Seite gezeigt wird.

TUKO – LIFE IN GOMA ist eine Web-Serie, die von zehn jungen kongolesischen und ruandischen Künstlern und angehenden Filmemachern realisiert wurde. Die Serie zeigt die Stadt Goma aus der Perspektive von jungen Kreativen. Das Ziel besteht darin, die gemeinsame Geschichte der DR Kongo und Ruanda zu überwinden und neue Erzählungen über eine Stadt zu schaffen, die gewöhnlich für Krieg und Naturkatastrophen bekannt ist. Die fünf Episoden handeln von der lebendigen Kunstszene in Goma, von Arbeitslosigkeit, städtischen Mythen und eigenartigen Phänomenen wie etwa der Ähnlichkeit zwischen Religion und Barkultur. Auf einfühlsame Art und Weise werden unterschiedliche Einwohner der Stadt porträtiert. Der Zuschauer ist dazu eingeladen, in die künstlerische Underground-Szene der Stadt einzutauchen und Goma aus einer anderen Perspektive zu erleben, wobei in einzelnen Episoden lokale Tanzgruppen eine wichtige Rolle spielen.
 
Die Web-Serie ist während eines dreiwöchigen Workshops entstanden, der von Yole Africa und den Goethe-Instituten Kinshasa und Kigali organisiert und von der ruandischen Regisseurin Amelia Umuhire geleitet wurde.
 

Episode 1: „Bientôt les messagers“

Pamela Tulizo, Victoire Ikitegetse, 4min30
 

Bientôt les messagers bietet einen seltenen Einblick in die Kunstszene von Goma. Erzählt von einem Poetry-Slam-Künstler, der in der politischen Studentenbewegung „La Lucha“ aktiv ist, zeigt die Episode, dass Kunst das Schweigen brechen und notwendige Diskussionen anstoßen kann. 

Episode 2: „Ajira“

Concorde Amani, Arnold Habyarimana, 4min59

In Ajira treffen wir auf Uni-Abgänger in Goma, die nach Abschluss ihres Studiums in Recht, Statistik und Management arbeitslos sind und nach einem Weg suchen, um über die Runden zu kommen. Die Episode wird teilweise vom Direktor der örtlichen Arbeitslosenagentur erzählt.
 

Episode 3: „Dawa“

Chamani Latouifa Feta Feta, Fiston Mudacumura, 3min09
 

Wegen der vulkanischen Asche ist die Luft von Goma Gegenstand vieler städtischer Mythen. Ein Mythos besagt, dass die Menschen, die die Luft von Goma nicht gewohnt sind, glauben, dass sie vergiftet worden sind. Heilung erhoffen sie sich von der traditionellen Medizin. In Dawa wird dieser Mythos von der Tanzgruppe „Sangua“ in einem experimentellen, bizarren Musikvideo interpretiert.
 

Episode 4: „Survive“

Giscard Twahirwa, Bernadette Vivuya, 4min46
 

Survive erzählt die Geschichte einer Kindheit in Goma. Es ist die Geschichte von Kavira, einem Waisenkind, das wieder zu lieben lernt.
 

Episode 5: „Ipseite Identique“

Promesse Kitakya, Elisabeth Utamuriza, 3min52
 
In diesem musikalischen Essay wird die Ähnlichkeit zwischen Religion und Ausgeh-Kultur in Goma am Beispiel zweier Hip-Hop-Tänzer untersucht.