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Demokratische Republik Kongo

Architektur und lokale Praktiken

Taktiles Geländemodell vom Zollverein Essen. © Arsène Dunia

Arsène Dunia wurde vom Goethe-Institut zur Teilnahme an der Manifesta, der Ruhrtriennale und der Urbane Künste Ruhr im Herbst 2026 eingeladen. Bekommen Sie einige Eindrücke seiner Reise.

Rückblick auf die Manifesta, die Ruhrtriennale und Urbane Künste Ruhr 2026

Sich inspirieren lassen

Die Teilnahme an der Manifesta, der Ruhrtriennale und den Aktivitäten im Rahmen von „Urbane Künste Ruhr 2026“ auf Einladung des Goethe-Instituts war eine zutiefst bereichernde Erfahrung.
Über die präsentierten künstlerischen Arbeiten hinaus regte das Eintauchen in die Szene zu tiefgreifenden Überlegungen darüber an, wie es der Kultur gelingt, Menschen wieder mit dem gebauten, bewohnten und gelebten Raum zu verbinden. Der postindustrielle Kontext des Ruhrgebiets und dessen Wandel durch kulturelles Handeln wirft direkt Fragen nach der Zukunft der Brachflächen und des industriellen Erbes von Lubumbashi auf, sowie nach dem Platz der Kunst in unserem Lebensumfeld und nach den Möglichkeiten der räumlichen Wiederaneignung und Revitalisierung.

Fragen an zuhause

Wie lassen sich diese Ansätze in unserem eigenen Kontext neu interpretieren?
Wie kann Kunst in Lubumbashi zu einem echten urbanen Instrument werden?
Welche Rolle können lokale und kulturelle Praktiken bei der Gestaltung unserer zukünftigen Räume spielen?
Ob direkt oder teilweise übertragbar – diese Erkenntnisse bieten fruchtbaren Boden für die Reflexion über diese Herausforderungen.

Das Ziel

Schließlich förderte der vom Goethe-Institut geschaffene intellektuelle, sprachliche und gesellige Rahmen anregende Begegnungen mit Akteuren aus den Bereichen Kunst, Architektur und Stadtplanung, frei von sprachlichen oder beruflichen Barrieren. Dieser interdisziplinäre Austausch ist von größter Bedeutung für die Weiterentwicklung der kollektiven Reflexion über afrikanische Räume.

Bildausschnitte einer Reise

Arsène Dunia

Arsène Dunia ist Architekt und arbeitet als Lehrbeauftragter an der Universität Lubumbashi (DRK). Er promoviert in Architektur (Art de Bâtir) an der Université Libre de Bruxelles.
Seine Forschung befasst sich mit dem Verständnis der traditionellen Architektur sowie mit der städtischen Dynamik vorkolonialer Städte und Dörfer in Katanga. Diese Spezialisierung ermöglicht es ihm, sich intensiv mit dem Kontext architektonischer Arbeit, ihrer Nachhaltigkeit und ihrer Einbindung in Standorte auseinanderzusetzen, wobei er lokale Praktiken zu einem echten symbolischen Anker macht, auf den er seine Ansätze stützt. 

Er beteiligt sich aktiv an Kulturprojekten durch Kooperationen mit lokalen Kunst- und Kulturinstitutionen wie dem Waza Art Centre. Als Architekt arbeitet er zudem im Architekturbüro Atelier Muse. 

Portraitfoto von Arsène Dunia © Arsène Dunia © Arsène Dunia