Verena Lehmkuhl
Institutsleitung
Leitung der Programmarbeit
„Pororoca. Kosmotechnologien des Wassers“ untersucht indigene und gemeinschaftliche Perspektiven auf Wasser als spirituelle Entität und umkämpfte Ressource. Das Projekt verbindet künstlerische Praxis, ökologische Nachhaltigkeit und sozialen Widerstand, um globale und lokale Narrative des Wassers sichtbar zu machen und zum Dialog einzuladen. Es handelt sich um eine Kooperation zwischen dem Humboldt Forum, dem Ethnologischen Museum Berlin und den Goethe-Instituten in Südamerika.
Das Vorhaben setzt sich mit den vielfältigen Bedeutungen von Wasser als physischer, spiritueller und kultureller Ressource auseinander. Wasser steht im Mittelpunkt zahlreicher indigener Kosmologien und wird als Lebewesen wahrgenommen – als ein Wesen, das reinigt, heilt, transformiert und verbindet. Gleichzeitig ist Wasser eine umkämpfte Ressource, deren Zugang und Nutzung durch wirtschaftliche Interessen und koloniale Strukturen stark geprägt sind.
Das Projekt zielt darauf ab, diese multiplen Perspektiven sichtbar zu machen und sie in einen globalen Dialog zu bringen. In Lateinamerika leben indigene und marginalisierte Gemeinschaften oft in enger Beziehung zu wasserreichen Ökosystemen und pflegen nachhaltige Praktiken, die sowohl spirituelles Wissen als auch handwerkliches Können vereinen. Ihre Sichtweisen stehen im Kontrast zur kapitalistischen Konzeption von Wasser als Handelsware, die nicht selten zu ökologischen Krisen und sozialer Ungleichheit führt.
Durch die Verbindung künstlerischer, wissenschaftlicher und kollektiver Perspektiven schafft „Kosmotechnologien des Wassers“ Raum für Reflexion, Austausch und Aktivismus. Das Projekt nutzt Kunst als Medium, um ökologische, kulturelle und soziale Fragestellungen zu verhandeln. Es würdigt Wasser nicht nur als Grundlage des Lebens, sondern auch als Inspirationsquelle für alternative Konzepte von Eigentum, Technologie und Nachhaltigkeit.
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