Kreativwirtschaft Fablab – Italien an der Spitze

Mit 134 digitalen Kreativwerkstätten ist Italien weltweit eines der führenden Länder. Eine davon wurde vor Kurzem in Rom gegründet und befindet sich in der Bibliothek Fabrizio Giovenale im Viertel Casal dei Pazzi.

Fablab und Makerspace: Italien ist eines der Länder, das weltweit die meisten Orte beherbergt, in denen man Produktionswerkzeuge, 3D-Drucker und Lasercutter finden kann. Laut der von Fablabs.io erstellten Weltkarte der Fablabs (Fabrication Laboratory), ist Italien unter 106 Ländern mit 134 Fablabs auf dem dritten Platz, direkt nach den Vereinigten Staaten von Amerika (164) und Frankreich (153), gefolgt von Spanien (47) und Deutschland (46).

  • Fablab in der Bibliothek Fabrizio Giovenale © Goethe-Institut Italien
    Fablab in der Bibliothek Fabrizio Giovenale
  • Fablab in der Bibliothek Fabrizio Giovenale © Goethe-Institut Italien
    Fablab in der Bibliothek Fabrizio Giovenale
  • Fablab in der Bibliothek Fabrizio Giovenale © Goethe-Institut Italien
    Fablab in der Bibliothek Fabrizio Giovenale
  • Fablab in der Bibliothek Fabrizio Giovenale © Goethe-Institut Italien
    Fablab in der Bibliothek Fabrizio Giovenale
Doch wo befinden sich diese Orte und für wen sind sie bestimmt? Makerspaces können sich in Museen, Stiftungen, Schulen oder auch in Co-Working Spaces befinden und sind oft von Makern gegründet, die Kreativen, Handwerkern, Schülern und Studenten ermöglichen, ihre Computer und Maschinen zu benutzen, und zusätzlich oft auch Workshops organisieren. Seit kurzem haben auch die Biblioteche di Roma, die Stadtbibliotheken Roms, ein eigenes Fablab: „BiblioMakers“ befindet sich in der Bibliothek Fabrizio Giovenale im Viertel Casal Dei Pazzi. Das Goethe-Institut hat das Projekt gefördert und unterstützt es.

Die Idee der Bibliotheken, sich gegenüber Plottern und 3D-Druckern zu öffnen, ist nicht neu. In Deutschland – wie beispielsweise in der Stadtbibliothek Köln, die Partner des Projekts ist – stehen bereits seit 2013 digitale Werkzeuge den Besuchern zur Verfügung. Das Fablab der Bibliothek Fabrizio Giovenale wird von einem Team der Fondazione Mondo Digitale betreut, das die Besucher, die die Maschinen benutzen wollen, tatkräftig unterstützt und ihnen zur Seite steht. Außerdem organisiert die Stiftung, nach Voranmeldung, jeden Dienstag und Donnerstag von 9 bis 13 Uhr Workshops für Schulklassen und Familien. Diese gehen von digitalem Storytelling, bei denen die Erzählung einer Geschichte durch die digitale Herstellung physischer Elemente, die die Geschichte animieren (Schattentheater, Laserbuch, Stop-Motion) begleitet wird, bis hin zum Coding, bei dem die Schüler die Grundlagen der Programmierung lernen.