Preisverleihung 2016
Deutsch-italienischer Übersetzerpreis

9. Ausgabe

Am 26. Mai 2016 wurde in Rom zum neunten Mal der vom Auswärtigen Amt und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Italienischen Kulturministerium in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Italien und dem Centro per il libro e la lettura ausgeschriebene deutsch-italienische Übersetzerpreis vergeben.

Die jährliche Auszeichnung richtet sich an Übersetzer, die mit ihrer eigenen Arbeit zur Verbreitung der zeitgenössischen deutschen Literatur in Italien und umgekehrt beigetragen haben.

© Goethe-Institut © Goethe-Institut Die Jury, bestehend aus Hermann Dorowin (Vorsitzender), Andrea Casalegno (Journalist), Camilla Miglio (Germanistin), Ugo Perone (Philosoph), Cesare De Marchi (Schriftsteller), Marina Pugliano (Übersetzerin) und Maike Albath (Vorsitzende der deutschen Jury), hat nach Auswertung der eingereichten Arbeiten und anschliessender Diskussion in der finalen Sitzung am 20. Februar 2016 entschieden, den Preis für die beste Übersetzung an Ada Vigliani für "Forse Esther" (Vielleicht Esther) von Katja Petrowskaja (Verlag Adelphi) zu verleihen. Der Nachwuchspreis geht an Angela Scròfina und Ylenia Carola und für "Ancora tempesta" (Immer noch Sturm) von Peter Handke (Verlag Quodlibet).

Die Preise werden vom Staatssekretär des italienischen Kulturministeriums Antimo Cesaro und der Geschäftsträgerin a.i., Susanne Schütz der deutschen Botschaft in Rom. An der Zeremonie nehmen des weiteren Romano Montroni, Präsident des Zentrums des Buches (Centro per il Libro e la Lettura), Rossana Rummo, Direktorin der DGBID im Kulturministerium, und Gabriele Kreuter-Lenz, Direktorin der Goethe-Institute in Italien teil.

Die Laudatio wird von Hermann Dorowin gehalten. Die Festrede übernimmt Nicola Lagioia, Schriftsteller und Journalist (Preisträger Premio Strega 2015). Auszüge aus den Übersetzungen der Preisträgerinnen werden von der Schauspielerin Cloris Brosca vorgetragen.

Musikalische Begleitung des Abends: Angelika Niescier, Saxophon.

Übersetzerpreis 2016 – Einladung (PDF, 584 KB)
 

Die Preisträgerinnen:
© Ada Vigliani © Ada Vigliani Ada Vigliani hat an den Universitäten von Turin und Straßburg Philosophie und deutsche Literatur studiert. Seit 1982 übersetzt sie für verschiedene Verlagshäuser (Mondadori, Einaudi, Adelphi, Zandonai, Marsilio, Sellerio) Werke von deutschen Klassikern und zeitgenössische Literatur; unter anderem J.W. Goethe, Arthur Schopenhauer, Robert Musil, Alfred Polgar, Elias Canetti, Hermann Broch, Ernst Jünger, Robert Walser, Fred Wander, Jan Assmann, Hermann Hesse, Stefan Zweig, Jenny Erpenbeck, Katja Petrowskaja, Peter Weber und das vollständige Werk von W.G. Sebald. In der Zwischenzeit, hat sie einige Jahre Philosophie, deutsche Sprache und Literatur am Konservatorium „Giuseppe Verdi“ in Turin gelehrt. Außerdem mit Adelphi als Verlagslektor und Tuttolibri-La Stampa zusammengearbeitet, wo sie deutsche Werke, die auf Italienisch übersetzt wurden, rezensierte. Inzwischen bietet sie neben Workshops und Seminaren auch Kurse im Rahmen des Masterstudiengangs „traduzione editoriale“ an der Tutteuropa, Turin an. Sie hat zudem über ihre Autoren (insbesondere Musil und Sebald) zahlreiche Artikel und Abhandlungen verfasst und einige Konferenzen gehalten.
© Angela Scrofina © Angela Scrofina Angela Scròfina ist 1985 in Rom geboren. Scròfina hat Ihren Bachelor mit Auszeichnung in Moderner Sprache, Literatur und Übersetzerwissenschaften an der Universität la Sapienza in Rom gemacht. Kurz darauf ist sie nach Wien gezogen um ebendort, dank eines Stipendiums des Leonardo Programms zu studieren und mit IG ÜbersetzerInnen zusammenzuarbeiten. Zeitgleich hat Sie an Übersetzerworkshops teilgenommen und für die Webseite „letteraria readme.cc.“ Texte aus dem deutschen übersetzt. Anschließend hat sie für die deutsche Akademie der Villa Massimo gearbeitet, wo sie sich auf das Unterrichten spezialisiert hat und ist Inzwischen Dozentin für Deutsch, an Oberschulen. Sie ist Co-Übersetzerin für „Immer noch Sturm“ von Peter Handke. Die Übersetzung ist im Rahmen des Projekts „La terra sonora. Das Theater Peter Handkes“ an der Universität Roma Tre entstanden.

Ylenia Carola © Ylenia Carola Ylenia Carola ist im März 1986 in Gaeta geboren und hat Germanistik und Sinologie an der Universität “L’Orientale” in Neapel studiert, an der sie auch ihren Bachelor in literarischer und kultureller Komparatistik gemacht hat. Momentan schreibt sie Ihren Doktor an der Universität “Tor Vergata“, in Rom. Dabei beschäftigt sie sich mit der musikalischen und literarischen Rezeption der Gedichte Giuseppe Ungarettis im deutschen Kulturraum. Ihren Schwerpunkt legt sie auf die Problematik der “Heimat” und “Fremdheit” im historischen Gedächtnis und auf die Herausforderung, insbesondere poetische Texte zu übersetzen und im Hinblick auf die Intersemiotik auszuarbeiten.

In Zusammenarbeit mit:
Übersetzerpreis 2016 - Partnerlogos