Preisverleihung 2017
Deutsch-italienischer Übersetzerpreis

10. Ausgabe

Die deutsche Jury hat die Preisträger des Deutsch-Italienischen Übersetzerpreises 2017 ausgewählt. Der Preis wurde am 26. Juni 2017 in Berlin in der Basilika des Bode-Museums von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und der Staatssekretärin des italienischen Kulturministeriums, Ilaria Borletti Buitoni, übergeben.

  • Die Gewinnerin des Preises für eine herausragende Übersetzung Victoria Lorini zwischen Ilaria Borletti Buitoni und Monika Grütters © Stefanie Loos
    Die Gewinnerin des Preises für eine herausragende Übersetzung Victoria Lorini zwischen Ilaria Borletti Buitoni und Monika Grütters
  • Der Gewinner des Preises für das Lebenswerk Reimar Klein zwischen Monika Grütters und Ilaria Borletti Buitoni © Stefanie Loos
    Der Gewinner des Preises für das Lebenswerk Reimar Klein zwischen Monika Grütters und Ilaria Borletti Buitoni
  • Der Gewinner des Nachwuchsförderpreises Martin Hallmannsecker zwischen Monika Grütters und Ilaria Borletti Buitoni © Stefanie Loos
    Der Gewinner des Nachwuchsförderpreises Martin Hallmannsecker zwischen Monika Grütters und Ilaria Borletti Buitoni
Den Preis für eine herausragende Übersetzung eines italienischen Werkes ins Deutsche erhielt dieses Jahr Victoria Lorini. Sie wurde für ihre Übersetzung der Vite von Giorgio Vasari (Wagenbach) ausgezeichnet, insbesondere für die letzten vier Bände der 45teiligen Ausgabe.
„Die erstmals vollständige Übertragung der Vite von Giorgio Vasari ist ein kulturgeschichtlicher Meilenstein. Victoria Lorini hat die Aufgabe mit glänzendem Sprachgefühl, philologischer Genauigkeit und kunsthistorischer Expertise gemeistert. Ob Bildbeschreibungen, anekdotische Passagen oder Schilderungen der Arbeit in den Werkstätten, sie findet für jede Textsorte eine Entsprechung. Gleichzeitig legt sie das theoretische Nervengeflecht des Werkes bloß und vereinheitlicht die Terminologie. Vasari gewinnt neue Strahlkraft und Lesbarkeit. Mit den letzten vier Bänden der 45teiligen Ausgabe bringt Victoria Lorini ihre zwanzigjährige Arbeit zu einem grandiosen Abschluss.“

Reimar Klein wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
„Reimar Klein versetzt den komplexen philosophischen, kulturtheoretischen und literaturgeschichtlichen Hintergrund des Essayisten Roberto Calasso in Schwingungen. Seine eindrucksvollen Übertragungen der Studien zu Tiepolo, Baudelaire und den vedischen Mythen zählen zu den Höhepunkten der Sachbuchübersetzungen der letzten Jahre. Klein steht auf dem Fundament der Wissenschaftssprache des 19. Jahrhunderts und macht sie für das 21. Jahrhundert fruchtbar. Er ist ein Meister des Periodenbaus. Seine formale Strenge verleiht den Übersetzungen zeitlose Klassizität. Reimar Kleins Werk umfasst außerdem Übersetzungen von Giorgio Colli, Carlo Michelstaedter und Pier Paolo Pasolini.“

Der Nachwuchsförderpreis ging an Martin Hallmannsecker für seine Übersetzung des Novellenbandes Maestro Amore von Luigi Pirandello.