Gehen, ging, gegangen
Jenny Erpenbeck

Antonella Perin liest Jenny Erpenbeck
von links nach rechts: Antonella Perin, © Goethe-Institut Italien / Antonella Perin; Buchcover, © Sellerio Editore

Dieser #Lesetipp ist von Antonella Perin
Leiterin der Kulturprogramme des Goethe-Institut Rom

Penguin Verlag
Italienische Übersetzung von Ada Vigliani. Verlag in Italien: Sellerio Editore 2016

Wir sind alle in ständiger Bewegung, manchmal ist der Weg real und führt über Staaten und Kontinente wie bei Migranten, die nach langen Reisen das Mittelmeer überquerten, um in Lampedusa zu landen, um dann ihre Reise auf einem Platz in Berlin zu beenden. In anderen Fällen ist unsere Reise eine innere Reise, die neue Dimensionen offenbart, indem sie dem anderen zuhört und sich ihm nähert.

Richard, ein klassischer Philologe im Ruhestand, ist das, was er tut: Er hört zu, schreibt und gibt dabei Menschen, die für unsere Bürokratie nur Zahlen sind, Stimme und Körper zurück. In dieser langsamen, aber beständigen Bewegung gibt es den einzigen festen Punkt in der Geschichte, den See mit seinem Geheimnis.

Ein poetischer Roman, der es schafft, zeitgenössische Paradigmen umzukehren und uns eine Geschichte von großer Menschlichkeit zu erzählen. Wir sind einfach alle Menschen in Bewegung und suchen etwas!  

Jenny Erpenbeck wurde 2017 für dieses Buch mit dem italienischen Premio Strega ausgezeichnet.

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