Mit Deutsch in den Beruf

Alternanza Day am Goethe-Institut Italien © Goethe-Institut Italien| Foto: Paola Libralato

Eine Voraussetzung für einen gelungenen Übergang von der Schule in die Arbeitswelt ist die Kenntnis von Fremdsprachen. Junge Menschen, die Deutsch lernen, investieren in ihre berufliche Zukunft. Wer Deutsch spricht, ist auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Vor diesem Hintergrund startet das Goethe-Institut gemeinsam mit seinen Partnern das Projekt Mit Deutsch in den Beruf, das auf die Bedürfnisse von Schulen und Unternehmen zugeschnitten ist.

Im Rahmen einer Absichtserklärung mit dem italienischen Bildungsministerium fördert das Goethe-Institut gemeinsam mit seinen Partnern den Expertenaustausch zwischen Deutschland und Italien auf der Basis von Netzwerken, Expertenreisen, Konferenzen und Seminaren. Duale Systeme und frühzeitige Berufsorientierung gelten heute in Europa als bewährte Maßnahmen zur Vorbeugung vor hoher Jugendarbeitslosigkeit.

In den letzten Jahren hat sich das Goethe-Institut im Rahmen des Projektes Mit Deutsch in den Beruf Expertise und fundierte Kenntnisse in den Bereichen Berufsorientierung, duale Bildungssysteme und im Übergangsmanagement von der Schule in den Beruf aufgebaut und ist Mitglied in der entsprechenden deutsch-italienischen interministeriellen Arbeitsgruppe.

Im Rahmen der Schulreform wurden auch in Italien duale Elemente in die Schulbildung integriert. Der Wechsel des Lernortes zwischen Schule und Betrieb (Alternanza Scuola-Lavoro) ist nun in den letzten drei Schuljahren in Italien Pflicht. Das Betriebspraktikum umfasst in den berufsbildenden Schulen (Istituti Tecnici und Istituti Professionali) insgesamt mindestens 400 Stunden, in den Gymnasien mindestens 200 Stunden. Die Praktika können in Unternehmen, öffentlichen Institutionen, Museen und im Sommer auch im Ausland abgeleistet werden. Hierfür wird ein Abkommen mit den Rechten und Pflichten der Jugendlichen „in Alternanz“ vorbereitet. In einem nationalen Register werden Institutionen und Unternehmen gelistet, die bereit sind, Alternanz-Programme durchzuführen. Die Jugendlichen können ihre Teilnahme an diesen Programmen und deren Effizienz evaluieren. Weitere innovative didaktische Programme und lokale Workshops auch an Nachmittagen sollen der Berufsorientierung dienen und dem Schulabbruch entgegenwirken. Des Weiteren sollen der Fremdsprachen- und der Wirtschaftsunterricht gestärkt werden.

Das Schulprojekt Unternehmen Deutsch integriert sich sehr gut in dieses Programm der Schulreform und erfüllt durch die Kombination der Fächer Deutsch und Wirtschaft mit Elementen der Berufsorientierung die Anforderungen eines innovativen und projektorientierten CLIL-Unterrichts.

Unternehmen Deutsch zielt darauf, Lernpartnerschaften zwischen Schulen und in der Region ansässigen Firmen zu gründen. Die Firmen können deutsche Niederlassungen in Italien oder italienische Firmen mit Geschäftsbeziehungen nach Deutschland sein. Nach einer wirtschaftsgeographischen Analyse ihrer Region entscheiden sich die Schüler, für welches „Partnerunternehmen“ sie eine neue Geschäftsidee entwickeln wollen. In einem Besuch bei „ihrem“ Unternehmen erhalten die Schüler Informationen über die Firma, lernen Berufsbilder kennen und bekommen einen tieferen Einblick in den Zusammenhang von Arbeitsprozessen. Das Projekt mündet in der Entwicklung eines innovativen Produkts oder einer innovativen Dienstleistung, das/die eine sinnvolle Erweiterung des Unternehmensangebots darstellen soll und mit Blick auf potentielle deutschsprachige Kunden simulativ beworben wird (z.B. Videospot). Eine von der Freien Universität Berlin durchgeführte Evaluation bestätigt, dass Unternehmen Deutsch den Schülern ein größeres Verständnis für die Arbeitswelt vermittelt, ihre Kooperationsfähigkeit untereinander fördert und den Spracherwerb um die Herausbildung einer stärkeren interkulturellen Kompetenz bereichert.

Das Goethe-Institut führt das Projekt seit vier Jahren als nationalen Ideenwettbewerb durch, der bislang zu 65 Lernpartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen geführt hat. Unter den Firmen befinden sich u.a. Bosch, Illycaffè, Osram, SAP, Tod’s, Faber-Castell, Pietro Coricelli, Poltrona Frau, Lavazza und Volkswagen. Unternehmen Deutsch wird von einer bedeutenden Medienresonanz begleitet und verleiht Schulen wie Unternehmen eine erhöhte Sichtbarkeit in ihrer Region. Das Projekt ist in einem Kurzfilm dokumentiert und kann dank eines zweisprachigen Handlungsleitfadens, der vom deutschen und italienischen Bildungsministerium sowie vom Bundesinstitut für Berufsbildung gefördert wurde, mit Unterrichtsmaterialien von Deutschlehrern und Wirtschaftslehrern auch autonom und ohne Koordinierung durch das Goethe-Institut durchgeführt werden.

Die geplante weitere Entwicklung des Projektes Mit Deutsch in den Beruf soll nun zwei thematische Stränge zusammenführen, an denen das Goethe-Institut Italien schon seit längerem arbeitet:
  1. der dem Schulprojekt Unternehmen Deutsch inhärente Aspekt der Berufsorientierung: Indem die Lernenden mit den internen Abläufen eines Unternehmens bekanntgemacht werden, erhalten sie nähere Einsicht in die reale Arbeitswelt und konkretere Entscheidungshilfen für die eigene Berufs- und Ausbildungswahl (Alternanza Scuola-Lavoro);
     
  2. das verstärkte Engagement im thematischen Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) mit der besonderen Absicht, vor allem junge Mädchen für technische Berufe zu interessieren.
Nachdem das Goethe-Institut Italien schon seit über einem Jahrzehnt mit Tagungen zur Didaktik der Mathematik, einem deutsch-italienisch-französischen Projekt zum fremdsprachlichen Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern sowie einem Projekt zur Bionik hervorgetreten ist, wird nun ein Gender-Projekt für technische Berufe in Angriff genommen, an dem sich auch der italienische Nationale Forschungsrat CNR und die Berliner Gruppe von Ingenieurinnen um die Assoziation LIFE e.V. beteiligen werden. Gedacht ist an Workshops für Schülerinnen, Fortbildungen für Lehrer, und Praxis-Parcours auf Berufsorientierungs-Messen.

Ein weiteres Vorhaben ist an der Schnittstelle zwischen Mit Deutsch in den Beruf und der Förderung des Deutschunterrichts angesiedelt und betrifft den Aufbau eines Austauschs zwischen deutschen und italienischen berufsbildenden Schulen. Durch die vom Goethe-Institut Italien organisierten Expertenreisen zum Studium des Dualen Systems in Deutschland verfügt das Institut über eine Datenbank von knapp 150 interessierten italienischen Schulen, die über eine zu errichtende Internet-Plattform kontaktieren können. Gedacht ist bei den Aufenthalten im jeweiligen Gastland an einen Mix aus Besuch der dortigen berufsbildenden Schule und Shadowing im Ausbildungsbetrieb. Diese mehrwöchige Erfahrung im Ausland kann als Alternanz-Aktivität verbucht werden. Hinzu kommt eine nicht zu unterschätzende „sprachliche Rendite“, da ein Schulaustausch mit Deutschland auch den Bedarf an Deutschunterricht steigern wird.

Netzwerk zum Übergang Schule-Beruf © Goethe-Institut Italien / Fondazione Mercator

StartNet: Netzwerk zum Übergang Schule-Beruf

Eine Brücke zwischen Schule und Beruf
Immer noch ist die Jugendarbeitslosigkeit in Italien sehr hoch. Weitreichende Reformen haben die Situation seitdem entspannt, doch im Süden des Landes ist die Herausforderung noch groß. Ein Projekt des Goethe-Instituts und der Stiftung Mercator soll nun jungen Menschen in Süditalien einen chancengleichen Zugang zum Berufsleben vereinfachen.

 

Unternehmen Deutsch - Schüler besuchen ihr Partner-Unternehmen Goethe-Institut Italien © Foto: Michele Banzato

Unternehmen Deutsch

Unternehmen Deutsch ist konzipiert für Schulen, die eine Brücke zur Arbeitswelt bauen oder ihre Firmenkontakte erweitern wollen. Es kombiniert Aspekte der beruflichen Orientierung mit einem Ideenwettbewerb, der Kreativität und Erfindergeist der Schülerinnen und Schüler stimuliert.

Berufsorientierungstage

Berufsorientierungstage helfen Schülerinnen und Schülern eine Antwort auf die Frage zu finden, wo es beruflich hingehen soll. An diesem Tag geben die Mitarbeiter der teilnehmenden Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Abteilungen Einblick in ihre Arbeit. Es gibt viele Formen der Zusammenarbeit: einmalige Besuche in Unternehmen oder mehrwöchige Projekte.
Hier stellen wir Ihnen das spannende Alternanza-Projekt einer Klasse des Marco Polo-Gymnasiums in Bari vor: die Übersetzung des Romans Jackpot in Zusammenarbeit mit dem Verlag Pelledoca.

Der Gedanke, einen Weg zu entwickeln, auf dem die Alternanza zwischen Schule und Arbeit der Übersetzung eines Romans zugute kommt, entstand aus der Erfahrung einer Klasse des neusprachlichen Gymnasiums (Liceo Linguistico) in Bari, die vor einigen Jahren Teile des Romans „Jackpot” von Stephan Knösel übersetzt hat. Der Autor war zu einer Lesung im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema Jugendliteratur eingeladen worden.

Anna Patrucco Becchi, die Übersetzerin, die den Schriftsteller begleitete, beurteilte die in der Klasse erstellte Übersetzung als hervorragend und schlug sofort vor, den ganzen Roman von den Schülerinnen und Schülern übersetzen zu lassen - schließlich handelte es um einen Text, der sich gerade an ein junges Publikum richtete. Dank des Engagements von Frau Patrucco Becchi und der Unterstützung durch das Goethe-Institut wurde ein Verlag gefunden, Pelledoca editore, der sich bereit erklärte, den Roman zu veröffentlichen, und das Projekt nahm Gestalt an.

In Übereinstimmung mit dem italienischen Regelwerk die Aktivitäten im Rahmen der Alternanza betreffend wurde das entsprechende Berufsbild erarbeitet (Fachkraft in Übersetzung und Verlagsmarketing) und ein Vertrag mit dem Verlagshaus abgeschlossen, das damit die Rolle des betrieblichen Tutors übernahm. Ziel des Ausbildungsgangs war die Entwicklung von Grundkompetenzen im Bereich Übersetzung literarischer Texte, die, mit allem gebotenen Respekt gegenüber Theorie und Praxis der Übersetzungswissenschaft, Teil der didaktischen Zielsetzungen des neusprachlichen Gymnasiums sind und durchaus mögliche Zukunftsaussichten für diejenigen eröffnen, die einen derartigen Studiengang abschließen. Folgende Ziele wurden im besonderen herausgearbeitet:
  • Förderung eines pädagogischen Modells zur Integration der in der Schule erlangten Kenntnisse in die Anforderungen des Arbeitsmarkts;
  • Entwicklung der Sprachkompetenz und interkultureller Vergleich;
  • Sensibilisierung für ein vergleichendes Studium der italienischen und der deutschen Sprache; 
  • Erweiterung und Schärfung der Ausdrucksfähigkeit in der Muttersprache; 
  • Reflexion über die Problematiken im Zusammenhang mit der Übertragung von Texten von einer Sprache in die andere; 
  • Entwicklung von Prozessen zur Dekodifikation aus der anderen und Kodifikation in die eigene Sprache; 
  • Entwicklung von Techniken und Instrumenten für die Wiedergabe eines Textes aus der Fremd- in die Muttersprache; 
  • Potenzierung der Aneignung von transversalen Kompetenzen wie termingerechte Abgabe, Teamfähigkeit, Organisation und Planung der Arbeit im Hinblick auf das zu realisierende Endprodukt; 
  • Erwerb von Kenntnissen die im Verlagswesen angebotenen Berufe betreffend;
  • Vorstellung/Anwendung von Marketingtechniken zur Verbreitung und Pronotion des realisierten Produkts.
Der Studiengang hat eine Dauer von zwei Jahren und gliedert sich in zwei Phasen. Die erste fand im Schuljahr 2017-2018 statt und konzentrierte sich auf den Erwerb der übersetzerischen Kompetenz: Ausgehend von der Analyse einiger Seiten des Romans wurden die semantischen und stilistischen Aspekte des Textes ebenso herausgearbeitet wie der Gebrauch bestimmter, für die Jugendsprache typischer Lexeme und die syntaktische Entwicklung der Satzgefüge. Sodann wurde die Klasse in Arbeitsgruppen aufgeteilt, von denen jede einen Teil des Textes übersetzen sollte. Vor Beginn der Arbeiten gab es für die Schülerinnen und Schüler Informationsbegegnungen mit Frau Patrucco Becchi (der Fachtutorin), die ihnen Strategien und Techniken des Übersetzens nahe brachte und sie über nützliche Instrumente und Ressourcen, sowohl im Papierformat als auch online, informierte.
Hinsichtlich der Kompetenzen wurden folgende Ergebnisse erzielt: 
  • Erweiterung und Kontextualisierung der erworbenen Sprachkenntnisse;
  • Entwicklung der Kreativität und der Fähigkeit, operative Räume zu schaffen, in denen Fertigkeiten erweitert werden können;
  • Entwicklung eines Bewusstseins für die Notwendigkeit, sich für den Eintritt in den Arbeitsmarkt „auszurüsten”;
  • Teilnahme an den Aktivitäten durch Ausführung präziser Aufgaben unter Einhaltung vorgegebener Fristen und Übernahme von Verantwortung. 
Die zweite Phase findet im nächsten Schuljahr statt und ist der Vorstellung und Verbreitung des übersetzten Buches gewidmet. Vorgesehen ist ein Besuch im Verlag Pelledoca, bei dem die Schüler_innen einige der Beschäftigten im Verlagswesen und damit die entsprechenden Berufsbilder persönlich kennen lernen können. Neben Begegnungen mit dem Autor wird es  eine Reihe von Veranstaltungen zu den Themen Projektpräsentation,  direkte Promotion des Buches in der Umgebung und seine Verbreitung mithilfe von Rezensionen in den wichtigsten Presseorganen geben. Auch soll ein booktrailer erstellt werden, um den Roman zu bewerben und ihn einem breiteren Publikum jugendlicher Leser nahe zu bringen.

Für die Schülerinnen und Schüler war das alles eine intensive Erfahrung; alle waren mit Enthusiasmus bei der Sache und zeigten große Sensibilität den Problematiken im Zusammenhang mit der Übersetzung gegenüber, etwa, wenn es darum ging, Schwierigkeiten bei der semantischen und kommunikativen Wiedergabe zu bewältigen, Probleme hinsichtlich des richtigen Registers zu lösen, die Äquivalente zwischen Ausgangs- und Zieltext so zu überprüfen, dass am Ende ein Produkt steht, welches in der realen Welt bestehen kann

An dieser Stelle möchten wir allen danken, die diese Erfahrung ermöglicht haben: Ulrike Tietze vom Goethe-Institut Rom, Anna Patrucco Becchi, Susanna Busnelli vom Verlag Pelledoca und allen Schülern und Schülerinnen der Klasse 4F des neusprachlichen Gymnasiums “Marco Polo” in Bari.
Im April 2014 wurde ich von Goethe-Institut eingeladen, Stephan Knösel, den Autor des Buches “Jackpot”, bei seinen Vorträgen an diversen Gymnasien in Apulien zu begleiten. Es war eine wunderbare Erfahrung und die Gelegenheit, Lehrerinnen mit Leidenschaft für ihren Beruf und junge Leute voller Enthusiasmus kennen zu lernen. Was uns aber den größten Eindruck machte, war die Arbeit von Frau Brigitte Cecca und ihrer Klasse, nämlich ein Kapitel von “Jackpot” zu übersetzen.

Das Ergebnis war wirklich überraschend, und so kam ich auf den Gedanken, den Text unter den Schülerinnen und Schülern der Klasse aufzuteilen und sie den gesamten Roman übersetzen zu lassen – vorausgesetzt, es fände sich ein Verlag, der diesen spannenden Thriller veröffentlichen wollte.

Ich versprach also Brigitte mich umzusehen und suchte drei Jahre lang vergeblich einen Verlag – bis dann Pelledoca gegründet wurde und ich ihnen meine alte Idee unterbreitete, die zu meiner großen Freude auf Interesse stieß. Als ich dann Brigitte kontaktieren wollte, musste ich erfahren, dass sie kurz nach unserem Besuch an ihrer Schule verstorben war. Ich war traurig, aber ihre Kolleginnen erklärten sich sofort bereit, das Konzept voranzutreiben, das für Brigitte ein Traum geblieben war. Und so sprachen wir nochmals das Goethe-Institut an und stellten schließlich dieses innovative Projekt im Rahmen den Alternanz Schule/Arbeit auf die Beine.

Das Projekt fand im vergangenen Schuljahr 2017-18 statt. Im Herbst fuhr ich nach Bari, um am Gymnasium Marco Polo ein zweitägiges Seminar zum Thema Übersetzung zu halten, in dessen Verlauf ich den Schülerinnen und Schülern der Klasse 4F meinen Beruf als Übersetzerin erklärte; auch die Deutschlehrerin Grazia Zagariello und die muttersprachliche Hilfslehrerin Anna Alterio waren dabei. Ich habe ihnen sozusagen die Kniffe des Métiers gezeigt und Ratschläge gegeben, die wir im zweiten Teil des Seminars gleich in die Praxis umgesetzt haben, als wir uns anschickten, die ersten Seiten des Buches zu übersetzen. Im weiteren Verlauf des Schuljahres führten die Schülerinnen und Schüler die Arbeit selbständig weiter, und vor Beginn des Sommers stand die vollständige Übersetzung des Romans zur Verfügung. Meine Aufgabe war dann das Korrekturlesen. Wenn das Buch fertig zur Veröffentlichung ist, fährt die Klasse nach Mailand, um den Verlag und auch Stephan Knösel kennen zu lernen, der eigens aus Deutschland kommt, um seinen italienischen Verleger und seine Übersetzerinnen und Übersetzer zu treffen.

Die Schülerinnen und Schüler haben das Projekt von Anfang an mit großer Ernsthaftigkeit betrieben und großartige Arbeit geleistet. Sie haben den Stil Stephan Knösels, der sehr viele idiomatische Redewendungen siwie spezifisch deutsche kulturelle Zeichen enthält, sehr gut übersetzt, sodass ich mit der Korrektur sehr viel weniger Arbeit hatte als gedacht.

Leute, ihr wart super! Ich wünsche mir, dass diese Erfahrung euch dabei hilft, den richtigen Weg in eurem Berufsleben einzuschlagen. 

Ein herzliches Dankeschön geht in erster Linie an die jungen Übersetzerinnen und Übersetzer, und natürlich an eure Lehrerinnen, Grazia Zagariello und Anna Altiero, die euch auf diesem nicht immer leichten Weg begleitet haben.
Und ich danke Susanna Busnelli, Andrea Camerana, Lodovica Cima und Luca Panzeri, die das Projekt gefördert haben, ebenso wie dem Goethe-Institut Italien für die Finanzierung und Unterstützung.

In Erinnerung an Brigitte Cecca.
Im Juli 2018

Internationale Berufsbildungszusammenarbeit

Auf der Bilanzkonferenz der Bundesregierung am 22. März 2017 in Berlin war Italien als eines der Partnerländer präsent, mit denen die Bundesregierung besonders eng und erfolgreich im Bereich der Berufsbildung zusammenarbeitet.

Mit Deutsch in den Beruf ist das Projekt des Goethe-Instituts, das seit 2012 einen wichtigen Beitrag zu dieser deutsch-italienischen Kooperation leistet. Es umfasst den Expertenaustauch bei Studienreisen, Konferenzen und Seminaren zum Dualen System ebenso wie das Berufsorientierungsprojekt Unternehmen Deutsch.

  • Bilanzkonferenz der Bundesregierung - Gruppe © BMBF
    Bilanzkonferenz der Bundesregierung - Gruppe
  • Bilanzkonferenz der Bundesregierung - Plenum © BMBF
    Bilanzkonferenz der Bundesregierung - Plenum
  • Bilanzkonferenz der Bundesregierung - G. Kreuter-Lenz | Goethe-Institut Italien © BMBF
    Bilanzkonferenz der Bundesregierung - G. Kreuter-Lenz | Goethe-Institut Italien
  • Bilanzkonferenz der Bundesregierung - F. Proietti | MIUR © BMBF
    Bilanzkonferenz der Bundesregierung - F. Proietti | MIUR

Absichtserklärung zwischen Italien und Deutschland

Links: Stefania Giannini; rechts: Johanna Wanka Links: italienische Bildungsministerin Stefania Giannini; rechts: deutsche Bildungsministerin Johanna Wanka
Am 3. Mai 2016 haben Deutschland und Italien im deutsch-italienischen Zentrum für europäische Exzellenz Villa Vigoni am Comer See eine neue dreijährige Absichtserklärung zum Thema Übergang von Schule und Beruf unterzeichnet. Das bilaterale Abkommen wurde von der deutschen Bildungsministerin Johanna Wanka und der italienischen Bildungsministerin Stefania Giannini sowie von den beiden Arbeitsministerien unterzeichnet. Unter den beteiligten Institutionen war auch das Goethe-Institut anwesend.