Praktische Erfahrung in der Berufsausbildung

Am Freitag, den 22. März 2013 fand in Mailand die Konferenz Mit Deutsch in den Beruf statt. Die Veranstaltung zum Start des gleichnamigen italienweiten Projekts war ein großer Erfolg: Vor einem Publikum von rund 300 Personen tauschten sich zahlreiche Vertreter der Ministerien, Handelskammern, Schulbehörden und Industrie aus.
   Copyright: Roberto Ponti Das Goethe-Institut Italien hat ein Netzwerk aus deutschen und italienischen Institutionen aufgebaut, das sich seit Beginn des Jahres in ständigem Austausch zum Thema praxisorientierte Berufsausbildung befindet. Teil des Netzes sind neben deutschen Partnern wie der Deutschen Botschaft in Rom, dem DAAD und der Deutsch-Italienischen Handelskammer auch das italienische Bildungsministerium, das italienische Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik, die italienische Vertretung der europäischen Kommission und der italienische Verband kleiner und mittelständischer Unternehmen. Die bisherigen Resultate der kontinuierlichen Zusammenarbeit dieser Institutionen wurden im Rahmen der Konferenz vorgestellt.
   Copyright: Roberto Ponti Eröffnet wurde die Veranstaltung von Reinhard Schäfers, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Italien, Elena Ugolini, Staatssekretärin im italienischen Bildungsministerium, Laura Piatti, Beraterin der Ministerin für Arbeit und Sozialpolitik und Susanne Höhn, Länderleiterin des Goethe-Instituts Italien. Botschafter Schäfers sprach in seiner Rede von der Wichtigkeit „von sinnvollen Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit“ in Europa. Alle Redner waren sich einig, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen, wie sie beispielsweise in Deutschland eine lange Tradition hat, in der Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Italien eine Schlüsselfunktion hat.
   Copyright: Roberto Ponti Zum Thema der praxisorientierten Berufsausbildung in Italien äußerten sich anschließend Armando Occhipinti von Confapi (italienischer Verband kleiner und mittelständischer Unternehmen), Norbert Pudzich von der AHK (deutsch-italienische Handelskammer), Lidia Cangemi von ANP (italienischer Schulleiterverband), Agostino Petrangeli von Italia Lavoro (Agentur des italienischen Ministeriums für Arbeit und Sozialpolitik) und Daniele Lunetta vom italienischen Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik und Mitglied der deutsch-italienischen Task Force zum Thema Berufsausbildung.

Zentrales Thema der Veranstaltung war außerdem das Schulprojekt Unternehmen Deutsch , das das Goethe-Institut Italien zum Schuljahr 2012/13 ins Leben gerufen hat. Hierbei handelt es sich um einen Ideenwettbewerb, bei dem Schüler in Zusammenarbeit mit Unternehmen die Entwicklung und Vermarktung eines Produktes oder einer Dienstleistung simulieren. Es wurde ein kurzer Dokumentarfilm vorgestellt, der die Schüler und die Unternehmer während der verschiedenen Etappen des Projektes zeigte.  Copyright: Roberto Ponti Danach schilderten einige der Teilnehmer ihre Erfahrungen: Marco Colombo von Faber-Castell Italia, eines der teilnehmenden Unternehmen, Giuseppe Diciolla und Nadia Del Torrione, Schüler und Lehrerin einer berufsbildenden Schule in Empoli und deren Partnerunternehmer Bruno Manetti von Bruno Manetti Cashmere.

Hierbei war es für das Publikum interessant, das Projekt aus verschiedenen Perspektiven kennenzulernen: aus Sicht der Schüler, Lehrer und Unternehmer. Der Film beleuchtete zudem viele Aspekte der Mobilität in Europa in sehr positiver Weise und übertrug den Enthusiasmus, mit dem Schüler, Lehrer und Unternehmensvertreter im Projekt zusammen arbeiten, Erfahrungen austauschen und weitere Kooperationen planen.

Das Projekt Unternehmen Deutsch: N. Del Torrione, G. Diciolla, C. Scholl, A. Chittano, M. Colombo und B. Manetti

Mit Deutsch in den Beruf: Die ständige deutsch-italienische Arbeitsgruppe - Ergebnisse und Vorschläge (ppt, 1 MB)
Mit Deutsch in den Beruf: Das Projekt und seine Partner (ppt, 1 MB)