Andirivieni
VOM WEGGEHEN UND ANKOMMEN

Andirivieni © Goethe-Institut | Foto: Renato di Gaetano © Goethe-Institut | Foto: Renato di Gaetano

Ein Theater- und Kunstprojekt zwischen Turin, Berlin und der Welt

Hunderttausende, unter ihnen viele Kinder und Jugendliche, befinden sich derzeit auf der Flucht vor Krieg, Hunger, Gewalt und Perspektivlosigkeit und gleichzeitig auf der Suche nach einer neuen Zukunft und einem Neubeginn in Europa. Diesem „Weggehen und Ankommen“, das nicht nur die jungen Geflüchteten vor enorme Herausforderungen stellt, sondern auch europäischen Jugendlichen neue Situationen vor Augen führt, möchte das Goethe-Institut Turin gemeinsam mit seinen Partnern mit einer internationalen Jugendbegegnung Rechnung tragen.
 
Anfang 2017 entstand jeweils in Turin und Berlin eine interkulturelle Gruppe mit Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft: die Schüler einer Berliner und einer Turiner Schule sind in Kontakt getreten mit jungen Migranten aus Albanien, Ägypten, Libanon, Moldawien, Pakistan, Ukraine, Senegal und Syrien, die seit kurzem in ihrer Stadt leben.
In Workshops, die von Künstlern, Regisseuren, Choreographen und Theaterpädagogen geleitet werden, konnten die Jugendlichen spielerisch über das Theater in einen interkulturellen Austausch treten. Beim gemeinsamen Schauspielern, Tanzen und Zeichnen lernten die jungen Teilnehmer sich selbst und die anderen besser kennen und wurden ermutigt, Berührungsängste mit dem vermeintlich Fremden zu überwinden.
 
Im Mai trafen sich die beiden Gruppen, um der jeweils anderen Gruppe die Performance und die kreativen Arbeiten vorzustellen und um eine gemeinsame, mehrsprachige Aufführung zu erarbeiten. Die Schüler der Wilma-Rudolph-Oberschule reisten vom 3. bis 10. Mai nach Turin und die Jugendlichen des Liceo Spinelli waren vom 15. bis 19. Mai zu Gast in Berlin. Die beiden Gruppen brachten dabei symbolisch ihre Begegnungen und Erlebnisse mit den jungen Geflüchteten aus ihrer Stadt, die aus Gründen des Aufenthaltsrechts nicht in Europa reisen dürfen, auf die Bühne des jeweils anderen Landes.

In Turin wurde die Aufführung dem begeisterten Publikum im Teatro Astra präsentiert, während die Berliner Zuschauer die Performance im vollbesetzten Theater Strahl sehen konnten.
 
Dieses Projekt in zwei europäischen Ländern hat die Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren nicht nur in die Welt des Theaters und der Schauspielerei eingeführt. Sie hat ihnen auch die Augen und vor allem die Herzen für die Realität und Erfahrungen ihrer Altersgenossen geöffnet, indem wichtige aktuelle aber oft abstrakte Begriffe wie Flüchtlinge, Krieg oder Flucht mit den Namen und Gesichtern ihrer neuen Freunde greifbar geworden sind. 

Die Aufführung

  • Performance Andirivieni  
  • Performance Andirivieni  
  • Performance Andirivieni  
  • Performance Andirivieni  
  • Performance Andirivieni © Goethe-Institut | Renato di Gaetano
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Workshop und Briefe

  • Kunstworkshop Andirivieni © Goethe-Institut Turin | Foto: Petra Probst
  • Kunstworkshop Andirivieni © Goethe-Institut Turin | Foto: Petra Probst
  • Kunstworkshop Andirivieni © Goethe-Institut Turin | Foto: Petra Probst
  • Kunstworkshop Andirivieni © Goethe-Institut Turin | Foto: Petra Probst
  • Kunstworkshop Andirivieni © Goethe-Institut Turin | Foto: Petra Probst
  • Kunstworkshop Andirivieni © Goethe-Institut Turin | Foto: Petra Probst
  • Kunstworkshop Andirivieni © Goethe-Institut Turin | Foto: Petra Probst
  • Briefe der Berliner Schüler an die Turiner Gruppe © Goethe-Institut Turin
  • Briefe der Berliner Schüler an die Turiner Gruppe © Goethe-Institut Turin
  • Briefe der Berliner Schüler an die Turiner Gruppe © Goethe-Institut Turin
  • Briefe der Berliner Schüler an die Turiner Gruppe © Goethe-Institut Turin