Ostwind

Ostwind © Tom Trambow SamFilm

Spielfilm, Deutschland 2013 - 105 min.
Regie: Katja von Garnier
Darsteller: Hanna Binke (Mika), Marvin Linke (Sam), Cornelia Froboess (Maria Kaltenbach), Tilo Prückner, Jürgen Vogel, Detlev Buck
Zielgruppe: Scuola Media / Scuola Superiore

Mika hat die Versetzung in die nächste Klasse nicht geschafft. Zur Strafe darf sie nicht mit ihrer Freundin Fanny ins Ferienlager am Meer, sondern wird, mitsamt ihren Schulbüchern, zur strengen Oma Maria Kaltenbach aufs Land geschickt. Dort gibt es nicht einmal ein funktionierendes Mobilfunknetz – aber andere Attraktionen, denn die Oma betreibt einen Pferdehof, beschäftigt den netten Sam als Stallknecht und besitzt mit Ostwind einen wilden Hengst, der als unbezähmbar gilt. Auf der Suche nach einem Spot mit Handy-Empfang landet Mika im Vorgarten von Sams Großvater, dem etwas kauzigen Herrn Kaan. Der alte Mann beobachtet erstaunt, wie sich der wieder einmal ausgebüchste Ostwind von Mika mühelos beruhigen lässt. So kommt das Mädchen auf die Idee, am bevorstehenden Reitturnier auf dem Gutshof teilzunehmen. Herr Kaan, der einst ein prominenter Trainer für Springreiter war, wird ihr dafür Unterricht erteilen.
Aber Gefahr droht: Maria Kaltenbach geht seit einem Unfall mit Ostwind am Stock und hat nie mehr im Sattel gesessen. Sie will das Tier verkaufen. Am Tag des Turniers bekommt Mika von ihrer eifersüchtigen Rivalin Michelle Gamaschen für Ostwind und legt sie ihm an – ohne zu ahnen, dass die mit einer Überdosis eines Wärmemittels präpariert wurden. Vor Schmerz verweigert der Hengst einen Sprung, Mika stürzt, Sam wird am Kopf verletzt. Das Mädchen flieht mit Ostwind ans Meer.
Der Film setzt sich intelligent mit den Themen Zähmung und Freiheit auseinander. So stellt eine zentrale Sequenz die Lehrmethoden von Frau Kaltenbach und Herrn Kaan gegenüber: auf strengen Drill ausgerichtet die eine, auf Vertrauen basierend die andere.
Beim Filmfest München 2013 wurde Ostwind mit dem Kindermedienpreis „Der weiße Elefant“ ausgezeichnet, 2014 mit dem „Deutschen Filmpreis“ für den besten Kinderfilm.
(auf Basis des GI-Filmkatalogtextes von Hans Günther Pflaum)
  


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