Design und Möbel Messe Salone Internazionale del Mobile 2015

Valeria Santagati-Juraschek © Valeria Santagati-Juraschek

Di, 14.04.2015 -
So, 19.04.2015

Ventura Lambrate

Via Ventura
Mailand

Valeria Santagati-Juraschek

Das Goethe-Institut Mailand präsentiert die neuesten Arbeiten der jungen Designerin Valeria Santagati-Juraschek im Rahmen der 9. Ausgabe von Ventura Lambrate, eines der beliebtesten Ausstellungsorte der Salone Internazionale del Mobile.

Ventura Lambrate ist ein etablierter Rahmen, durch eine einzigartige und professionelle Atmosphäre gekennzeichnet, in der Designer, Marken, Institutionen, Kollektive und andere Aussteller ihre neuesten Produkte einem internationalen Publikum präsentieren können. Ventura Lambrate möchte interdisziplinäre Kooperationen, Prozesse und Experimente fördern, die zusammen Design-Projekte entwerfen. 2015 wird der Fokus auf das Zusammenspiel von Design und verschiedenen Bereichen des wissenschaftlichen und sozialen Fortschritts gelegt.

Salone Internazionale del Mobile ist einer der wichtigsten Messen der Welt in diesem Bereich. Sie wird als ein internationales Schaufenster für die Markteinführung neuer Produkte und für das avantgardistische Design sehr geschätzt. Die Messe zeichnet sich durch seine Exklusivität, die innovativen Ideen und die Präsentation neuer Trends und Technologien aus.

VALERIA SANTAGATI-JURASCHEK
Diplomarbeit an der Kunsthochschule Kassel in Produktdesign. Bachelor-Abschluß Accademia delle Belle Arti di Brera, Mailand 2010. Nomination Designerpreis der Bundesrepublik Deutschland, category talented 2014. Sie hat an verschiedenen Messen und Ausstellungen teilgenommen, u.a. Kasselcollection, Ventura Lambrate Milano, Milano Fuori Salone, Stegreifkassel DMY Berlin, Talents, Tendence Frankfurt und Interventionen Kassel.
 
In Ventura Lambrate präsentiert sie ihre Diplomarbeit Gut gelagert – damals, heute, morgen, ein ästhetisches Aufbewahrungssystem für Lebensmittel.
“Noch vor gut 150 Jahren war es überlebenswichtig mit Lebensmitteln sorgsam umzugehen und diese gut zu lagern. Mit der Einführung des elektrischen Stroms bzw. des Kühlschrankes und bedingt durch unsere im Überfluss lebende Gesellschaft ging leider viel von diesem Wissen verloren. Daraus resultiert nicht nur eine höhere Umweltbelastung, sondern auch eine Minderung des Genusswertes der Lebensmittel”.

Terra, Acqua, Cosmico, Aria Einen Ausweg aus dieser Situation zeigen Terra, Acqua, Cosmico und Aria auf, indem sie altes Wissen zusammen mit moderner Technik in die alltägliche urbane Wohnsituation bringen. So darf der Käse z. B. bei 14° Grad gekühlt nur durch Verdunstung weiter reifen und das Gemüse bleibt dank des Vakuummoduls knackig.
Das Modul „Terra“ bietet optimale Bedingungen für Lebensmittel, welche früher im Keller gelagert wurden, wie Kartoffeln, Zwiebeln etc.
Durch den modularen Aufbau ist eine Montage als Hängeschrank, Unterschrank oder als alleinstehendes Möbelstück möglich. Alle Elemente basieren auf der selben Kiste aus gekantetem Blech. Die Aufkantungen an den Stirnseiten dienen als Standfüße, bieten Montagefläche für Verbinder und steifen die Kisten gleichzeitig aus. Das Innenleben der Kiste unterscheidet sich von Kiste zu Kiste.
 
Cuves "Die Analyse traditioneller und moderner Produktionsverfahren bietet mir immer wieder Ansatzpunkte für neue Produkte, bei welchen ich die bekannten Techniken zumeist in ungewohnter Art und Weiße einsetze. Aus der Auseinandersetzung mit dem Handwerk des Küfers resultierte die Leuchte Cuves, bei welcher das Kabel die „Dauben“ zusammenhält und zugleich die Lampe mit Strom versorgt.
 
Zudem beschäftigt mich seit Beginn meiner gestalterischen Tätigkeit, die bewusste Materialauswahl und Produktkonzeption in Bezug auf Ökobilanz, Langlebigkeit und Recycling.
So verzichte ich bei meinen Arbeiten bewusst auf mineralölbasierte Kunststoffe, wo dies möglich und sinnvoll ist. Dabei sollen die Produkte jedoch nicht durch die ökologischen Faktoren, sondern durch die gute Gestaltung überzeugen. So betrachte ich Umweltverträglichkeit als Basis guter Produkte, auf welcher die eigentliche Gestaltungsarbeit geleistet werden sollte.

Isolda Bei meinen Arbeiten interessiert mich nicht nur das fertige Produkt, sondern vor allem auch der Produktionsprozess der dahinter steht. Um diesen zu erkunden gehe ich ungewöhnliche Wege. Dabei adaptiere ich häufig industrielle Prozesse im kleinen Maßstab und passe diese an meine Bedürfnisse an. Dies ermöglicht mir mehr Spielraum in Gestalt und Funktion. So habe ich beispielsweise bei der Isoliertasche Isolda, ein Verfahren entwickelt, welches die Produktion, der zu 100 % aus Papier bestehenden Tasche, auch in Kleinserie kostengünstig ermöglicht, zugleich aber auch das Potential bietet, die Tasche industriell zu fertigen”.
 

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