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Atelier Panormos© Goethe-Institut Palermo

Palermo
Bottega - Atelier Panormos

Atelier Panormos ist eine Künstlerresidenz, die ab September 2021 dreimal im Jahr französische und deutsche Künstler für drei Monate beherbergt. Die Residenz soll nicht nur eine Produktionsmöglichkeit sein, sondern auch dazu anregen, Verbindungen mit den vielen Gesichtern der lokalen Kultur zu schaffen: Während ihrer Zeit in Palermo werden die Künstler eingeladen, an den vielen lokalen Festivals und Veranstaltungen teilzunehmen.


Die Kuratoren

 

Begleitet wird das Projekt von zwei führenden Persönlichkeiten im Bereich der internationalen zeitgenössischen Kunst: Chiara Parisi, Direktorin des Centre Pompidou-Metz, und Andrea Lissoni, künstlerischer Leiter des Hauses der Kunst in München. Chiara Parisi und Andrea Lissoni, die beiden „Mentoren", haben die sechs teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen  für 2021 und das erste Halbjahr 2022 ermittelt.

ANDREA LISSONI

Andrea Lissoni, direttore artistico della Haus der Kunst di Monaco di Baviera Andrea Lissoni, direttore artistico della Haus der Kunst di Monaco di Baviera | © Maximilian Geuter „Die Künste der Gegenwart leben an den geographischen, kulturellen, sozialen und disziplinären Rändern. Sie existieren und halten sich  mit Freude, Energie, Radikalität und sind in dem Wert verwurzelt, den das letzte Jahr auf dramatische Weise als den wichtigsten deutlich gemacht hat: die Gemeinschaft. Europa erlebt gerade einen außergewöhnlichen kulturellen, sozialen und künstlerischen Wandel, der zu disruptiv ist, um ignoriert zu werden. Ich bin begeistert, einen Beitrag zu Bottega Atelier Panormos zu leisten, einem Projekt an einem Ort, in einer Zeit, einer Art und Weise und in einer einzigartigen Stadt, in der die Aufnahme  der Kunst der Gegenwart wie selbstverständlich die Grundlagen für die zukünftige Kunst schaffen kann. Und unweigerlich auch die Grundlagen der Zukunft im Allgemeinen."

Andrea Lissoni, PhD, ist seit April 2020 künstlerischer Leiter des Hauses der Kunst in München. Zuvor war er als Senior-Kurator in der Abteilung für internationale Kunst und Film an der Tate Modern in London und davor (2009-2013) als Kurator beim Hangar Bicocca in Mailand tätig. Er ist Mitbegründer des unabhängigen Kunstkollektivs Xing und Co-Direktor des internationalen Festivals Netmage in Bologna. 2012 hat er Vdrome mitbegründet,  ein Online-Kino-Programm für Künstler*innen und Filmemacher, zu dessen Kuratoren er bis heute gehört.

Er hat das Cinema Programme in der Tate Modern eingeweiht, eine Ausstellung, die sich über das ganze Jahr hinzieht. Er co-kuratierte das Programm zur Eröffnung des Museumsneubaus (2016), die Live-Exhibition (2017 und 2018), die Turbine Hall Commission von Philippe Parrenos (2016) und die Einzelausstellung von Joan Jonas (2018). Er war Co-Kurator der Biennale de l'Image en Mouvement The Sound of Screens imploding, die 2018 vom Geneva Contemporary Art Centre/OGR Turin organisiert wurde. Im Jahr 2019 trug er zur internationalen Eröffnung des CCA in Taschkent bei, dem ersten Zentrum für zeitgenössische Kunst in Usbekistan, wo er die Einzelausstellung von Saodat Ismailova Qo'rg'on Chiroq kuratierte. Zuletzt kuratierte er die Bruce Nauman-Ausstellung in der Tate Modern in London (2020-2021, eine Wanderausstellung, die anschließend im Stedelijk Museum in Amsterdam und im Hangar Bicocca in Mailand zu sehen sein wird).

Chiara Parisi

Chiara Parisi, direttrice del Centre Pompidou-Metz Chiara Parisi, direttrice del Centre Pompidou-Metz | © Philippe Lévy „Atelier Panormos ist ein bisschen ein Ort, der zum Werk wird, ein Fragezeichen in der Stadt Palermo, um zeitgenössische Trends durch das Herausfordern der „deputierten Orte" abzufangen. Ein Ort, der für jedes Publikum offen ist und die Künstler in den Mittelpunkt stellt: eine immerwährende Baustelle, eine Bucht, die der Errichtung  jener unendlichen und undefinierbaren Architektur, nämlich der Kunst  gewidmet ist".

Chiara Parisi leitet seit Dezember 2019 das Centre Pompidou-Metz. Die Kunsthistorikerin promovierte an der Universität La Sapienza in Rom, wo sie moderne und zeitgenössische Kunstgeschichte, Geschichte der Architektur und des Industriedesigns lehrte. Von 2004 bis 2011 leitete sie das Internationale Zentrum für Kunst und Landschaft auf der Insel Vassivière, wo sie eine Reihe von neuen Projekten ins Leben rief und die ersten monografischen Ausstellungen einer Reihe von Künstlern realisierte, die zuvor niemals in Frankreich ausgestellt wurden. Im Jahr 2011 wurde sie zur Direktorin für Kulturprogramme an der Monnaie in Paris ernannt, wo sie 2014 die Eröffnungsausstellung „Chocolate Factory" von Paul McCarthy kuratierte, die in Verbindung mit der monumentalen Skulptur „Tree" auf dem Place Vendôme präsentiert wurde. 2015 folgten die Ausstellungen von Marcel Broodthears, Take Me (I'm yours) von Christian Boltanski und Hans Ulrich Obrist. Im Jahr 2016 wurden in den Räumen der Monnaie aus dem achtzehnten Jahrhundert die Werke von Jannis Kounellis, dann die von Bertrand Lavier und Raymond Hains präsentiert. Ihre künstlerische Leitung endet mit der Einzelausstellung Not Afraid of Love, der größten Maurizio Cattelan-Ausstellung, die jemals in Europa gezeigt wurde und die die Wiederaufnahme der Produktion des Künstlers markiert. Im Jahr 2017 wurde sie zur Kuratorin der Villa Medici ernannt, wo sie eine Reihe von Einzelausstellungen eröffnete, die Annette Messager, Claire Tabouret et Yoko Ono, Elizabeth Peyton et Camille Claudel, Tatiana Trouvé, Katharina Grosse und Anne Patrick Poirier gewidmet waren. Sie ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gremien, unter anderem des Kulturministeriums, des Nationalmuseums von Monte Carlo und des FRAC (Regionaler Fonds für zeitgenössische Kunst) Franche-Comté.


Künstler

caner teker

caner teker caner teker | © Neven Allgeier caner teker wurde 1994 in Duisburg-Marxloh, Deutschland, geboren. Absolvent* der Kunstakademie Düsseldorf 2019 und ab 2019 Postgraduiertenstudent* an der SNDO - School for New Dance Development in Amsterdam. Debüt bei den Tanztagen Berlin mit der Performance KIRKPINAR (Koproduktion Sophiensaele) und Einladung  zur Teilnahme am Programm „DISAPPEARING BERLIN" am Schinkel Pavillon in Berlin und dem Festival Radikal Jung am Volkstheater in München. Einladung als Künstler* im Rahmen des Favoriten Festivals 2020 in der Stadt Dortmund und am Neumarkt Theater in Zürich. caner hat Performances im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Museum Abteiberg Mönchengladbach, tanzhaus NRW realisiert und erfreut sich eines Stipendiums der Norbert Janssen Stiftung in München. Im Jahr 2020 dann der Preis für Bildende Kunst der Stadt Düsseldorf und die Einladung zum Studium am Choreografischen Zentrum PACT Zollverein in Essen. 

Juliette Minchin

Juliette Minchin Juliette Minchin | © Wilfrid Gremillet Juliette Minchin, Jahrgang 1992, lebt in Paris, wo sie sich den Gebieten Skulptur, Installation,  Video und Design  widmet. Sie hat einen Abschluss als Bühnenbildnerin an  der Ecole Supérieure des Arts Décoratifs und der Akademie der Schönen Künste in Paris und schafft ihre Werke im Zusammenspiel von  Materie, Licht, olfaktorischer Dimension und Klang.
In ihrer Arbeit erforscht sie Konzepte im Zusammenhang  mit dem Thema Transformation. Als Zeugen des Vergehens der Zeit dekliniert sie ihre Werke in Serien und präsentiert sie unter unterschiedlichen Bedingungen und in verschiedenen Zuständen, wobei sie  mit einer grundlegenden Zweideutigkeit spielt: Geburt der Materie oder Tod der Form, Anfang und Ende geraten durcheinander. Die Verwendung natürlicher Materialien (wie Erde oder Wachs) verleiht ihren Skulpturen eine unbestreitbar lebendige Dimension, bei der die Oberfläche an das Aussehen von Haut erinnert.


Kontakt

Für Informationen über die Residenz kontaktieren Sie bitte:

Bianca Bozzeda 
Cantieri Culturali alla Zisa
Via Paolo Gili, 4
90138 Palermo, Italia
Tel.: +39 091 6528680
bianca.bozzeda@goethe.de

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