Workshop & Konzert Thomas Ankersmit. Perceptual Geography

Thomas Ankersmit © Foto: Mich Leemans © Foto: Mich Leemans

Do, 1. Dezember 2022
10-13 Uhr (Workshop)
21 Uhr (Konzert)

Turin, Cinema Teatro Maffei

Perceptual Geography ist eine Suite für modularen Synthesizer, komponiert und gespielt von Thomas Ankersmit. Es ist auch eine Hommage an die Forschungen der bahnbrechenden amerikanischen Musikerin Maryanne Amacher (1938-2009), mit der Ankermist persönlich zusammengearbeitet hat und die seine eigenen musikalischen Forschungen stark beeinflusst hat, angefangen bei der Verwendung des Serge Modular Synthesizers, der in den frühen 1970er Jahren in den berühmten kalifornischen CalArts-Labors von Serge Tcherepnin, einem engen Mitarbeiter von Maryanne Amacher, entwickelt wurde. Der Titel der Komposition bezieht sich auf das von Amacher entwickelte Konzept der Wahrnehmungsgeographien, das sich auf eine dreidimensionale Choreographie von Klangphänomenen und deren Wahrnehmung bezieht. Ausgehend von der Erforschung der spezifischen architektonischen und akustischen Eigenschaften jedes Raumes klingen die Werke von Amacher und Ankermit nie zweimal gleich.  

Das Konzert von Thomas Ankersmit wird von Ilaria Lemmo, einer Komponistin und Klangforscherin aus Turin, mit einer ihrer Kompositionen eingeleitet. 
Am gleichen Tag, dem 1. Dezember, findet von 10 bis 13 Uhr ein von Thomas Ankersmit geleiteter Workshop über analoge Modularsynthesizer, insbesondere den Serge Modular, sowie über die musikalische Forschung von Maryanne Amacher und deren Aktualität statt.

Thomas Ankersmit ist ein Musiker und Klangkünstler, der zwischen Berlin und Amsterdam lebt und arbeitet. Er spielt den Serge Modular Synthesizer sowohl live als auch im Studio. Seine Musik ist bei den Labels Shelter Press, PAN und Touch erschienen. Zu den Musikern, mit denen er am häufigsten zusammenarbeitet, gehören der amerikanische minimalistische Komponist Phill Niblock und der italienische elektroakustische Komponist Valerio Tricoli. Seine Musik zeichnet sich durch eine extreme Konzentration auf die räumliche Dimension des Klangs und auf akustische Phänomene wie Infraschall und otoakustische Emissionen aus, d. h. Klänge, die nicht von außen kommen, sondern direkt vom Innenohr erzeugt werden, um Informationen zu sammeln und an das Gehirn zu senden.

Das Konzert ist Teil der Veranstaltung The Listeners und wird von Almare in Zusammenarbeit mit Metamorfosi Notturne, Cripta747, Martin Pas, SMET – School of Electronic Music des Konservatoriums Turin organisiert und vom Ministero della Cultura, der Stadt Turin, Fondazione CRT und dem Goethe-Institut Turin unterstützt.
 

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