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Goethe-Institut im Exil

Statement zum Projektende

Einstellung des Projekts mit sofortiger Wirkung zum 23.02.2026

In Dankbarkeit für das, was wir gemeinsam aufgebaut haben, teilen wir heute eine schwierige Nachricht.

Vor dem Hintergrund aktueller politischer Dynamiken und multipler Krisen sowie deren Auswirkungen auf die Arbeit des Goethe-Instituts, hat der Vorstand des Goethe-Instituts die Entscheidung getroffen, das Programm Goethe-Institut im Exil mit sofortiger Wirkung einzustellen. Die akute Belastungssituation und eine enge finanzielle Ausstattung lassen eine Fortführung des Formats unter den gegebenen Bedingungen nicht zu.

Trotz dieser Maßnahme bleibt die Unterstützung exilierter Künstler*innen ein wichtiger Bestandteil unseres Selbstverständnisses. Wir werden ihre Stimmen weiterhin hörbar machen, sie eng mit unserer internationalen Programmarbeit verknüpfen und ihre Perspektiven in den deutschen Diskurs einbringen.

Das Programm Goethe-Institut im Exil bot geflüchteten, exilierten und migrierten Künstler*innen einen Ort der Ankunft und der Fortführung ihrer Arbeit. Es war Begegnungsort, Diskursraum und Bühne für gefährdete Kulturtätige aus Ländern, in denen das Goethe-Institut seine Standorte aufgrund von Krieg und Zensur schließen musste. Das Programm erlaubte Einblicke in Fluchtgeschichten und Grenzerfahrungen genauso wie Neuanfänge und künstlerische Vielfalt. Es lud dazu ein, die lebendige Kulturszene in der Diaspora zu fördern und zu vernetzen.

Wir bleiben weiterhin verbunden durch die Netzwerke und den Dialog, den dieses Projekt angestoßen hat.

Berlin, 23.02.2026

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