Tegene Kunbi
Kunbi ist bekannt für seine vielschichtigen abstrakten Gemälde, in denen kühne geometrische Formen und satte Farben zusammenkommen, um Erinnerung, Materialität und Migration zu erforschen. Seine Arbeiten spiegeln einen Dialog zwischen kulturellem Erbe und Diaspora-Erfahrung wider und beziehen sich oft auf äthiopische Textiltraditionen durch visuelle Metaphern von Kette und Schuss. Kunbi erklärt: „Farbe ist ein Vokabular, mit dem ich Aspekten meines kulturellen Erbes Ausdruck verleihe. Jeder Farbton steht im Dialog mit dem nächsten und erzeugt ein Gefühl von Harmonie und Spannung.“
Seine Ausstellungsbilanz umfasst Europa, Afrika und Asien, mit bemerkenswerten Einzelausstellungen wie „Warp and Weft“ (Mailand, 2022), „Tessellations Through Time“ (Paris, 2023) und „Dripping Time, Fading Memory“ (Mailand, 2025).
Im Jahr 2022 wurde er auf der Dak’Art Biennale mit dem Grand Prix Léopold Sédar Senghor ausgezeichnet, in Anerkennung seines besonderen Beitrags zur zeitgenössischen afrikanischen Kunst. Kunbis Werk hinterfragt das Zusammenspiel von Ort, Diaspora und Abstraktion und schafft eine Bildsprache, die gleichzeitig verwurzelt und transnational ist und über Kulturen und Geografien hinweg Resonanz findet.