Die Restitution materieller Objekte an ihre Herkunftsländer ist unter europäischen Ländern und ihren ehemaligen Kolonien ein sensibles Thema. Im Fall von Dänemark und Grönland wurden bereits Tausende von Objekten zurückgegeben. Und trotzdem: Impliziert Restitution wirklich nichts als die physische Rückgabe eines Objekts, fragt Magdalena Zolkos.

Invisible Inventories © Lamek Orina / Inventories Programme

Mittwoch 21. April um 16 Uhr MEZ Livegespräch: Invisible Inventories

Was die Abwesenheit kultureller Artefakte seit Beginn der Kolonialzeit bis heute für die Herkunftsgemeinschaften in Kenia bedeutet, diskutieren international renommierte Museumsfachleute am 21. April ab 16 Uhr MEZ beim Object Movement Dialogue zur Ausstellung „Invisible Inventories“, die derzeit am kenianischen Nationalmuseum in Nairobi zu sehen ist. Die Veranstaltung mit dem Titel „Community Voices“ behandelt dabei die Perspektiven lokaler Gemeinschaften aus Kenia.

Die Veranstaltung wird
live auf Facebook übertragen.

Mindestens 32.000 kenianische Objekte befinden sich gegenwärtig noch in europäischen und amerikanischen Museen. Die Kenia‑Sammlungen des Rautenstrauch‑Joest‑Museums in Köln und des Weltkulturen Museums in Frankfurt am Main wurden im Rahmen dieses deutsch‑kenianischen Kooperationsprojekts näher untersucht und werden ab Mai beziehungsweise Oktober 2021 erstmals in Deutschland öffentlich ausgestellt.

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Im Fokus: Umgang mit Kulturgut aus kolonialen Kontexten

„Solange wir keine systematische Datenbank über die Kulturgüter haben, die aus den Kolonien nach Deutschland kamen, können wir keine vernünftigen Debatten über Restitution, Zirkulation und Kooperationen oder Sonstiges führen. Eine Grundlagenforschung, von den ehemaligen Kolonien ausgehend, ist unabdingbar.“

Germanist Albert Gouaffo aus Kamerun über seine Mitarbeit am Provenienzforschungsprojekt im Museum Fünf Kontinente in München, mehr im Artikel: „Das eigene Bewusstsein ist der eigentliche Richter“.

Projekte zum Thema „Umgang mit Kulturgut aus kolonialen Kontexten“

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