Osteuropa / Zentralasien

Frankfurt: Fortbildung für Verleger aus Osteuropa und Zentralasien

Internationaler Fachaustausch: Verlagsfachleute aus Osteuropa, Zentralasien und dem Südkaukasus auf der Frankfurter Buchmesse 2009 (© Kirill Golovchenko)
Internationaler Fachaustausch: Verlagsfachleute aus Osteuropa, Zentralasien und dem Südkaukasus auf der Frankfurter Buchmesse 2009 (© Kirill Golovchenko)
19 Verleger, Mitarbeiter in Verlagen und Redakteure aus Osteuropa, Zentralasien und dem Südkaukasus kamen Anfang Oktober zur Frankfurter Buchmesse, um sich hier über Themen wie E-Books, Onlinemarketing von Jugendbüchern und Lizenzrecht zu informieren und Kontakte zu deutschen Verlagen zu knüpfen. Die Reise war Teil einer auf drei Jahre angelegten Verlegerfortbildung des Goethe-Instituts.

Die „Verlegerfortbildung 2009 - 2011“ des Goethe-Instituts richtete sich an junge Führungskräfte im Verlagswesen, Verleger und Redakteure in den Ländern Osteuropas, Zentralasiens und im Südkaukasus. „Da Verleger und Verlage eine entscheidende Rolle bei der Stärkung des Kultur- und Bildungswesens sowie der Modernisierung von Gesellschaften spielen können, hat das Projekt für das Goethe-Institut eine herausragende Bedeutung“, erläuterte Johannes Ebert, Regionaleiter der Goethe-Institute in Osteuropa/Zentralasien, die Zielsetzung des auf drei Jahre angelegten Projekts.

Das Programm unterstützte die Weiterbildung von Fachleuten und förderte die Vernetzung der Verlagslandschaften in Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, der Ukraine und Usbekistan sowie Kooperationen mit deutschen Partnern. Zu den zentralen Themen der Fortbildung gehörten Ausbildung, Herstellung, Lektorat und Redaktion, Rechte und Lizenzen, Online-Publishing, Marketing, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit. Nach Abschluss des Fortbildungsprogramms sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr frisch erworbenes Wissen in selbstständig organisierten, berufsbegleitenden Verlegerfortbildungen an ihre Kollegen weitergeben.

Die Fortbildung in Frankfurt war ein fester Bestandteil des Programms und setzte sich aus einem Seminar auf dem mediacampus frankfurt in Seckbach und einem Besuch der Frankfurter Buchmesse zusammen. Dabei konnten sich die 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Themen wie E-Book, Onlinemarketing von Jugendbüchern und Lizenzrecht informieren und Einblicke in die deutsche Verlagslandschaft gewinnen – zum Beispiel durch einen Verlagsbesuch.

Muhabbathon Ahrachodjaeva, Leiterin des Verlags „Vektor Press“ in Usbekistan, nahm 2009 an der Fortbildung in Frankfurt teil. Sie berichtete, dass „der Austausch mit den Praktikern aus Deutschland ein großer Gewinn“ für sie war, „insbesondere mit den Frauen in der Verlagsbranche. Wir hatten die Möglichkeit, Kontakte mit Kolleginnen und Kollegen aus den anderen beteiligten Ländern zu knüpfen, Kontakte, die ich bisher nicht hatte.“

Bis zum Sommer 2010 beteiligten sich um die 350 Fachleute aus über 150 Verlagen an dem Programm des Goethe-Instituts. 2010 fanden insgesamt 32 Veranstaltungen (Seminare, Workshops, Foren etc.) in Osteuropa, Zentralasien und Südkaukasus statt, dazu gehörten auch Fachbesuche auf den Buchmessen in Minsk, Sankt Petersburg, Frankfurt und Moskau. Für 2011 waren über 20 Fortbildungsveranstaltungen in den Ländern Osteuropas und Zentralasiens sowie Deutschland geplant.

Das Projekt „Verlegerfortbildung 2009- 2011“ fand im Rahmen der Initiative „Kultur und Entwicklung“ des Goethe-Instituts statt und wurde in Zusammenarbeit mit dem Mediacampus/Schulen des deutschen Buchhandels in Frankfurt sowie der Frankfurter Buchmesse durchgeführt.

Links zum Thema

„Chaussee der Enthusiasten“

Bericht über die internationale Konferenz „Kulturmanagement: Kulturpolitik“ . Von Merle Hilbk.

Konferenz Kulturmanagement, Berlin 2012

Konferenz Kulturmanagement 2012 (Foto: Bernhard Ludewig)
Eindrücke, Informationen und Dokumentationen.

Alumniportal Deutschland

Eine Plattform für Menschen aus aller Welt, die eine Aus- oder Weiterbildung in Deutschland oder einen Sprachkurs absolviert haben.