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Der Kula Ring | Foto Newell Harry






Der Kula Ring | Foto Newell Harry
Ästhetische Betrachtungen zu Teilen und Tauschen im Rahmen des Kultursymposiums Weimar 2016

Wie vollzieht sich ‚Teilen und Tauschen‘ in anderen Gegenden der Welt? Gibt es Kulturen des Handels die ohne die Prinzipien von Gewinn und Profit auskommen?

Die Kunstausstellung ‚Der Kula Ring‘ orientiert sich an einem rituellen Gabentausch-System der Bewohner der Trobriand-Inseln in Papua-Neuguinea. Noch heute werden dort Halsketten aus kleinen roten Muschelplättchen im Uhrzeigersinn von Insel zu Insel weitergegeben. Die Bedeutung dieser kunstfertigen Gegenstände ist indes unbekannt; sie sind sehr wertvoll, aber nicht verkäuflich.
Diese uralte Kulturpraxis, ‚Kula‘ genannt, wird von Künstlern aus verschiedenen Weltregionen aufgegriffen und anhand ästhetischer Ausdrucksmittel visuell und haptisch erfahrbar gemacht. Ihre Arbeiten hinterfragen gängige Vorstellungen von Handel, Wert, Tausch und Gewinn und stellen die Bedeutung schöpferischer Produktion und Veräußerung von Kunst zur Diskussion. Entstanden sind künstlerische Positionen unterschiedlichster Formate: Fundstücke, Tauschobjekte, Fotografien, exotische Gewürze und alte asiatische Gerichte.

Die neu entstandenen Arbeiten werden auf dem Kultursymposium Weimar 2016 in der Galerie Eigenheim erstmals vorgestellt. Die vom Goethe-Institut Singapur initiierte Ausstellung ergänzt das Symposium um eine ästhetische Dimension und ermöglicht einen Blick auf die Vielfalt der Kulturen des ‚Teilen und Tauschens‘.

Kuratiert von Alfons Hug

Mit Werken von
Renata de Bonis (Brasilien), Reynier Leyva Novo (Kuba), Newell Harry (Australien), Donna Ong (Singapur), Samuel Herzog (Schweiz), Thomas Rentmeister (Deutschland), Roslisham Ismail (Malaysia), Jennifer Teo, Woon Tien Wei (Post-Museum, Singapur)