politics and contemporary history

„Der lange Schatten der Vergangenheit: Erinnerungskultur und Geschichtspolitik“

Aleida Assmann im Gespräch

Präsentation
Freitag, 17.10.2014, 18.30 Uhr
Memorial, uliza Karetnyj Rjad, 5/10, Moskau
Sprache: Deutsch, Russisch
Tel. +7 495 93624 57/58/59/60
wassilij.kusnezow@moskau.goethe.org
Der lange Schatten der VergangenheitFast siebzig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust sind die Deutschen noch immer damit beschäftigt, dieser traumatischen Vergangenheit eine fassbare Erinnerungsgestalt zu geben. Die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann untersucht in ihrem 2006 herausgegebenen Buch „Der lange Schatten der Vergangenheit“ unterschiedliche Wege der Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, die von individuellen zu kollektiven Konstruktionen der Vergangenheit führen, und geht dabei auch den Spannungen zwischen persönlicher Erfahrung und offiziellem Gedenken nach. Die jüngst im Verlag NLO erschienene russische Ausgabe ihres Buches präsentiert Aleida Assmann im Gespräch mit der Verlegerin Irina Prochorowa, dem Übersetzer Boris Chlebnikow, der Germanistin und Kulturwissenschaftlerin Irina Schtscherbakowa von der Menschenrechtsorganisation Memorial und der Historikerin Vera Dubina.

Aleida Assmann, Foto: Corinna AssmannAleida Assmann, 1947 in in Gadderbaum, heute Bielefeld geboren, studierte Anglistik und Ägyptologie in Heidelberg und Tübingen. Zwischen 1968 und 1975 war sie, gemeinsam mit ihrem Mann, mehrmals zu Ausgrabungen in Oberägypten. 1977 promovierte sie sowohl in Anglistik als auch in Ägyptologie. 1992 wurde sie an der neuphilologischen Fakultät der Universität Heidelberg habilitiert. 1993 wurde sie auf den Lehrstuhl für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft der Universität Konstanz berufen. Gastprofessuren führten sie unter anderem an die Rice University Texas, die Eliteuniversitäten Princeton und Yale sowie die Universität Wien.
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