Politik und Zeitgeschichte

„Wartesaal Europa. Literarische Zeugnisse zum Beginn des Ersten Weltkrieges“

Szenische Lesung
04.11.2014
Goethe-Institut, Königsbrücker Straße 84, 01099 Dresden
Freier Eintritt
Information: Tel. +49(0)351 800110
Wartesaal Europa © Juergen Scheer
Wartesaal Europa © Juergen Scheer

„Und was wissen heute, nach fast 70 Jahren des Friedens, die großen Massen vom Kriege?“ (Stefan Zweig) Mit dieser Frage befasst sich ein Soziologiedozent in seiner Vorlesung. Überraschend findet er ein altes Foto. Erinnerungen holen ihn ein und katapultieren ihn in die Jahre 1913 bis 1918.

Es sind Erinnerungen an vier Freunde, die wohlhabend und sorgenfrei ihr Leben genießen. Und doch ist ihnen langweilig: „Ich hoffe jetzt wenigstens auf einen Krieg!“(Georg Heym), ruft einer der vier. Seine Hoffnung erfüllt sich nur allzu schnell. Rasanter als sie die Ereignisse begreifen können, geraten die beiden Männer und Frauen in den Strudel des Krieges. Der Freundeskreis droht an der Kriegsfrage zu zerbrechen, denn Nationalismus trifft auf Skepsis, pazifistische Gedanken stoßen auf Kriegsromantik.

Es werden ausschließlich Texte von Zeitzeugen des Ersten Weltkriegs benutzt. Tagebucheintragungen, Erzählungen, Briefe und Gedichte von Autoren wie Stefan Zweig, Rainer Maria Rilke und Gerhart Hauptmann verweben sich dafür dialogisch miteinander. Mit Christian Knöll, Saskia Breier, Gero Bergmann und Magdalena Thalmann.

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Dresden und mit freundlicher Unterstützung der Brücke/Most-Stiftung.

Links zum Thema

1914/2014 – Schlachtfeld Erinnerung: Den Ersten Weltkrieg anders denken.

Foto: Regine Dura

100 Jahre Erster Weltkrieg: Jubiläumsausgabe Fikrun wa Fann

Otto Dix, Selbstporträt als Mars, 1915, Öl auf Leinwand ©Städtische Sammlungen Freital