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Die Rückkehr des Klimas

Architekt: Vo Trong Nghia Architects, Projekt: Stacking Green, Fotograf: Hiroyuki Oki, © Hiroyuki Oki ARCH+ über die aktuelle Architekturentwicklung in Vietnam und ihre klimagerechten Bauten, anlässlich des Erscheinens der Arch+ Ausgabe 227, Februar 2017: "Vietnam - Die Rückkehr des Klimas"

Vietnam hat eine aufregende Architekturszene. Ihr widmet das Architekturmagazin ARCH+ gleich zwei Ausgaben. Sie tragen die Titel "Vietnam - Die stille Avantgarde" und "Vietnam – Die Rückkehr des Klimas" und präsentieren eine engagierte junge Architektengeneration anhand sorgfältig ausgewählter Projekte, die beispielhaft sind für innovatives und klimagerechtes Bauen in Vietnam.

Was können wir von der vietnamesischen Architektur lernen? So viel sei schon einmal verraten: Die Einfachheit im Detail, um die Architektur wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Ihre Zeitgenossenschaft beziehen die präsentierten Projekte zum einen aus dem freien Umgang mit vorgefundenen Traditionen, zum anderen aus konkreten Alltagspraktiken. Doch auch internationale Einflüsse wie etwa von Anna Heringer, Diébédo Francis Kéré oder der japanischen Architektur werden herangezogen. Auf diese Weise verorten die Architekten ihre Entwürfe, ohne dabei kulturalistisch zu argumentieren; zugleich stellen sie sich in einen globalen Denkzusammenhang, ohne an spezifischer Ausdrucksweise zu verlieren und werden als Teil einer globalen Kultur diskutiert. Auf der Suche nach einem zukunftsfähigen Weg wendet sich die vietnamesische Avantgarde wieder heimischen Materialien, traditionellen Bauweisen und Typologien zu, um Alternativen zum Einsatz fehleranfälliger und teurer Technik anzubieten.

Die Entwurfsansätze der in den beiden ARCH+ Ausgaben vorgestellten Büros entstehen in der Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen Problemen und lokalen kulturellen Praktiken. Sie sind in ihren Ergebnissen spezifisch, ohne ihre universalen Grundprinzipien zu verleugnen. So gewinnen die ausgewählten Projekte denn auch einen Großteil ihrer Ausdruckskraft aus der Auseinandersetzung mit den klimatischen Bedingungen, der landschaftlichen Einbettung oder dem urbanen Kontext. Davon zeugen nicht zuletzt die Projekte von Hoàng Thúc Hào von 1+1>2 oder von Võ Trọng Nghĩa: ersterer wurde mit sozialen Projekten bekannt, während letzterer mit seinem Konzept der Houses for Trees einen radikalen Ansatz für die Umweltprobleme in den Städten entwickelte.

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