Kultur und Klimawandel – Editorial

Eine der 'Atlantis'-Installationen von Tea Mäkipää, Reykjavik 2008; © Tea MäkipääWie sieht das Klima der Zukunft aus? Wie wird sich unsere Gesellschaft verändern? Wie reagieren die Menschen auf den verschiedenen Kontinenten der Erde und wie werden sie all dies bewältigen?

Diese Fragen werden nicht nur in den Naturwissenschaften behandelt, sie sind heute auch Gegenstand der Kunst und der Sozial- und Geisteswissenschaften.

Das Goethe-Institut hat „Kultur und Klimawandel“ zu einem thematischen Schwerpunkt gemacht und sich dabei zum Ziel gesetzt, künstlerische und kulturwissenschaftliche Reflexionen über den Klimawandel in den Fokus zu nehmen.

Für die Goethe-Institute weltweit zeigt sich auch am zunehmenden Interesse der Partner vor Ort, wie wichtig die Thematik ist. Die Interessen sind dabei je nach lokaler Situation unterschiedlich. Es zeigt sich deutlich, dass sich weltweit die Künste der Fragestellung annehmen und es vielfältige und spannende Auseinandersetzungen gibt.

Welche Herangehensweisen wählen die Künstlerinnen und Künstler für die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel? Meist greifen sie je nach individuellen und ästhetischen Interessen einen Aspekt heraus, den sie hinterfragen und verdichten; sie beleuchten einzelne Facetten und reflektieren die jeweiligen Fragestellungen.

In der formalen Umsetzung kommt das ganze Spektrum kreativer Techniken zum Einsatz: von der Fotografie, über Installation bis hin zu Konzept- und Aktionskunst ist alles vertreten. Ebenso breit angelegt sind die künstlerischen Aussagen und Vermittlungsabsichten, sie beinhalten Dokumentation, auch Meditation, es findet sich leise Kritik ebenso wie lauter Aktionismus.

Neben den Bildenden Künsten sind es vor allem der Film aber auch die Performance, die sich mit den Fragen des Klimawandels beschäftigen. Konkrete, unseren Alltag gestaltende Ergebnisse stammen aus Architektur und Städteplanung; sie reagieren auf Veränderungsprozesse und auf Forderungen nach nachhaltigen Konzepten und versuchen mit innovativen Lösungsansätzen einem neuen, „grünen“ Bauen gerecht zu werden.

Die Plattform goethe.de/klima möchte anhand von Beispielen zeigen, wie sich Kunst und Kulturwissenschaften den Fragen um die Folgen des Klimawandels stellen und dass sie ernst zu nehmende Beteiligte in den Debatten um den Klimawandel sind. Offen bleiben muss, wie sich kulturelles Wissen und künstlerische Auseinandersetzung in politisches oder alltägliches Handeln überträgt. Die Plattform goethe.de/klima möchte dazu beitragen, dass die Vielfalt der künstlerischen Beiträge sichtbar wird und dass darüber international ein Austausch in Gang gesetzt werden kann.

Andrea Zell,
Goethe-Institut, Fachbereich „Wissenschaft und Zeitgeschehen“

Copyright: Goethe-Institut e. V.

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