Geld wird immer da sein, wir nicht

Foto: Sabir Agalarov
Geld, Geld, Geld. Wo es uns auch hin verschlägt, wir brauchen es überall. Jedem von uns kann es passieren, auf der gesellschaftlichen Leiter bis auf die unterste Sprosse abzurutschen. Dorthin, wo nur noch die Wärme eines geschenkten Schlafsacks die Reise in ein kostenloses Reich der Träume möglich macht, und wo nur Sozialleistungen und die Beute aus dem Abfallcontainer den Hungertod verhindern. Wir haben Menschen besucht, die wegen Schicksalsschlägen oder aus eigener Bequemlichkeit obdachlos geworden sind. Die meisten von ihnen sehen im Geld das Gute und das Böse gleichzeitig. Was bedeutet Geld für Obdachlose?

Übersetzung: Patrick Hamouz

Copyright: jádu / Goethe-Institut Prag
Juni 2015

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