Das Versprechen des Phönixes

Das Versprechen des Phönixes



Warschauer Ghetto nach der Zerstörung durch das deutsche Vernichtungskommando, Foto von 1945, Quelle: Leonard Jabrzemski: "Warszawa 1945-1970", Wydawnictwo Sport i Turystyka, Warszawa, 1970, S. 232


Die Tabula rasa lockte Pioniere an und wurde zum Fundament für ihre Träume. Auf den Trümmern der Wirklichkeit entstand die Utopie. So war es 1918, als Polen die Unabhängigkeit wiedererlangte und Warschau Hauptstadt wurde. Der zweite Neubeginn, der nach wie vor im Gedächtnis der Stadt lebendig ist, ist das Jahr 1945. „Hitler und Stalin hatten das Ihrige getan.“, wie es in einem Song der Gruppe T.Love über Warschau heißt. Das zu 80 Prozent zerstörte Warschau erstand wie Phönix aus der Asche (das ist übrigens auch der Titel eines Schweizer Reiseführers zur Warschauer Architektur.) ). Ein Teil ihrer früheren Bürger kehrte in die Ruinen der Stadt zurück (wie es auch der Protagonist im Film „Warschauer Robinson“ und Władysław Szpilman im Film „Der Pianist“ taten, oder auch symbolisiert durch die Skulptur der Taubenfütterin in der Altstadt, denen Hunderttausende von Siedlern aus der verarmten Provinz nachfolgten, angelockt von der Verheißung eines besseren Lebens in der modernen Hauptstadt eines gerechten, sozialistischen Polen.