Thomas Brussig

Helden wie wir

Volk und Welt, Berlin 1995, 322 Seiten

Klaus Ultzscht kommt am 20. August 1968 auf die Welt, einen Monat zu früh, eine Sturzgeburt auf einem Hoteltisch. Draußen rollen Panzer, die Luft stinkt und zittert böse. Besser wird es auch später nicht. Dafür sorgen seine Eltern, der Vater, ein Stasi-Mann, die Mutter Hygieneinspektorin. Familie Uhltzscht lebt jetzt in Berlin, in Sichtweite des Ministeriums für Staatssicherheit. [...] Mit grimmig-fröhlicher Respektlosigkeit durchtobt Brussig erzählerisch seinen Stoff, nimmt dabei die Pose des Provokateurs, des Antibourgeois ein. Unbekümmert übertrieben lässt er Drastisches, Derbes, Zotiges einfließen. Seinen energetischen Charakter verdankt das Buch dem Zuviel, dem Zu-dick-Aufgetragenen, der Unverschämtheit und der wütenden, durch schneidenden Witz gebändigten Verve seines Verfassers.

Thomas Brussig – Biografie

Marion Löhndorf: Wer hat die Mauer umgeschmissen
© Neue Züricher Zeitung, 10.10.1995

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